Guten Abend Vicky,
wie geht es Dir heute? Wir haben ja bereits ein wenig geschrieben und ich kann gut nachvollziehen, daß Du noch immer an ihn denkst, das ist wohl nicht verwunderlich und Du solltest Dir dies auch in Maßen "gestatten"...
"In
Maßen" - da habe ich jetzt wieder etwas gesagt. Wie kann man das in den Griff bekommen?
Ein guter Weg ist tatsächlich, die eigene Zeit dafür einzuteilen. Lege für Dich selbst fest, wann und wie oft Du Dich täglich mit dem Thema, Deinen Gefühlen und den Gedanken an ihn befassen
willst, denn DU entscheidest über Deine Gedanken, sie sind
nicht vogelfrei und schon gar nicht, sind sie
Boss in Deinem ICH - DU bist
Boss und niemand sonst.
Sagen wir beispielsweise, Du legst fest, daß Du Dich morgens, wenn Du aufstehst, bei einer Tasse Kaffe in Ruhe hinsetzt und Dich mit Deinen Gedanken befasst, für 20-30 Minuten. Stelle Dir einen Timer (ja, so blöde das auch klingt). Ist die Zeit vorbei, stehst Du auf, machst Dein Ding und schiebst bis zur nächsten Einheit diese Gedanken ganz diszipliniert beiseite "ihr seid jetzt nicht dran, ich befasse mich später damit). Man wünscht sich immer "wenn doch die Gedanken endlich aufhören würden" - nun, das geht so einfach nicht. Was geordnet und verarbeitet werden will, wird solange "gepusht" werden, bis Du die Aufgabe bewältigt hast - ja, genauso wie bei den nervigen Apps am Handy, die solange pushen, bis sie beachtet worden sind. Die nächste Einheit "erlaubst" Du Dir dann am Abend - hier ruhig ein wenig länger, etwa 30-45 Minuten. Versuche unbedingt, davor
und danach einen Termin, eine Verabredung, den Job, ein Hobby, die Hausarbeit, etc. zu legen, um
Dich dabei zu unterstützen, auch wirklich diese Zeiten
einzuhalten.
Natürlich kannst Du dies ganz an Dein eigenes Bedürfnis anpassen, so wie Du es brauchst. So würde ich es einmal 10 Tage laufen lassen. Danach kannst Du diese Einheiten entweder zunächst verkürzen, oder sogar eine Einheit pro Tag reduzieren, nach weiteren 10 Tagen, erlaubst Du Dir nur noch alle
zwei Tage diese beiden Einheiten, oder nur eine Einheit. Solange, bis Du bei nur noch einmal wöchentlich angelangt bist und ich bin mir sicher, Du wirst feststellen, wie gut das gelingt.
Auch das Gehirn benötigt klare Anweisungen und Vorgaben. Es ist wie ein Smartphone, ein kleines Kind. Es kann nicht mehr, als Dich mit allem zu überschütten, was es an "Fehlermeldungen/Baustellen/Bedürfnissen" zu konstatieren hat.
Du selbst, kannst dafür sorgen, ihm dabei zu helfen, diese Aufgaben zu strukturieren und zu bewältigen - in ruhige Bahnen zu lenken.
Liebe Grüße und fühl Dich umarmt von...
Simply