Mich hat es vor gut 2 Monaten auch in eine ähnliche Situation befördert, als meine Ex aus "heiterem Himmel" ziemlich heftig mit mir Schluss machte. Ich zerbrach mir auch wochenlang den Kopf um das "Warum" - die Beziehung war nie leicht, aber ich begann ihre Verhaltensweisen, die sie über die Jahre hatte, zu analysieren und zu zerpflücken. Es war eine On-Off-Beziehung, in der meine Ex nach der Trennung immer wieder zurückkam, und ich machte mir Gedanken, was sie dazu veranlasst hat, mich endgültig zu verlassen. Was mein großer Fehler an dem Ganzen war.
Ich stellte aber auch an mir fest, dann dieses Hinterfragen auch eine Art des Nicht-Loslassen-Wollens war, so wie es bei u.g. Kommentar bereits erwähnt wurde:
Zitat von KBR:Andernfalls sehe ich meine Annahme bestätigt, dass Menschen, die immer den Warums hinterherlaufen, nicht wirklich Lösungen für ihre Situation wollen. Sie wollen lieber leiden, weil das eine Verbindung mit dem oder der Ex herstellt und diese gar nichts dagegen tun können.
Ich musste für mich feststellen, dass ich mit meinen Gedanken meine Ex-Partnerin immer wieder in mein Leben hervorgeholt habe, was m.E. zwar zur Verarbeitungsphase dazu gehört, aber ich mich immer in Fragen hineinsteigerte, wofür ich keine Antworten bekommen kann, was ich nicht akzeptieren wollte. So fühlte ich mich auch in gewisser Art & Weise weiterhin mit ihr verbunden.
Erst mit dem Abstand nach einer gewissen Zeit (und auch mit einem kleinen Schubs meiner Mutter) wurde mir das erst bewusst. Im Nachhinein betrachtet habe ich für meine Ex und für die Beziehung alles gegeben, ich kann mir nicht wirklich etwas vorwerfen, was den Umgang mit ihr betraf. Mein Fehler war, dass ich einfach zu wenig auf mich geachtet habe und mich wie ein Teesackerl aus dem heißen Wasser eintunken und wieder herausziehen ließ, bis ich dann endgültig entsorgt wurde.
Ich bin mir auch vieler meiner Verhaltensweisen in der Beziehung bewusst geworden und weiß nun, wo ich ansetzen muss, damit mir so etwas nicht mehr passiert. Erst mit dieser Erkenntnis, konnte ich anfangen, das Beziehungsende zu akzeptieren. Ich bin jetzt zwar noch in dieser Akzeptanzphase drinnen und blicke noch manchmal zurück, aber psychisch und gesundheitlich geht es mit mir nun steil aufwärts.
Auch du solltest zu dieser Erkenntnis kommen @Cathlyn - die Antworten auf deine Fragen sind irgendwo in dir selbst verborgen und du musst dich mit
DIR beschäftigen, nur so wirst du auch zu einer Lösung kommen.
Ich wünsche dir nur das Beste!