Zitat von Jolinchen: Gestern ist es wieder passiert und meine Toleranzgrenze ist definitiv überschritten - ich spreche ihn darauf an und er lacht mich nur aus ; es ist kein vernünftiges Gespräch möglich …
. . . wie finde ich den Mut zur Trennung? Wieso denke ich immer wieder JETZT war es bestimmt das letzte mal
Dein Mann hat jeden Respekt vor dir verloren, zeige ihm, dass ihm sein Lachen über dein Leid bald vergehen wird wenn du aussteigst und dir das nicht mehr bieten läßt.
Angst ist der beste Kleber, der dich festhalten läßt, an etwas, was schon lange zwischen Euch nicht mehr vorhanden ist weil du jegliches Selbstwertgefühl, deine Selbstachtung und deine Verantwortung für deinen Selbstschutz verloren hast und es bisher in Kauf nimmst, dass du krank unter dieser selbstverletzenden Situation wirst.
Aufgrund deiner Ängste hast du dich meiner Einschätzung nach abhängig von deinem Mann gemacht.
Dir wurde schon empfohlen sämtliche Papiere/Geld zu sichern, zu kopieren, ich rate dir alles an einem sicheren Ort, den er nicht finden kann, zu hinterlegen. Sofern du mit im Grundbuch stehst, steht dir der Anteil bei Verkauf zu. Solltest du eine Wohnung finden, muss dein Mann, solange er zunächst allein in eurem Haus wohnen bleibt, dadurch den Mietvorteil anrechnen lassen.
Es kann vorbeugend nicht schaden wenn du sämtliche Vorbereitungen dazu vornimmst, ohne deinen Mann zunächst davon in Kenntnis zu setzen, damit er dir nicht zuvorkommt.
Lasse dich beraten von einem Anwalt für Familienrecht, falls du nicht über genügend finanzielle Mittel verfügst kannst du dir dafür einen Beratungsschein vom Amtsgericht holen.
Um dich etwas zu stärken und Unterstützung zu bekommen, kannst du dich z.B. an Beratungsstellen für Familien- Partnerschafts- und Lebensfragen des Kirchenkreises wenden, diese stehen allen Ratsuchenden kostenfrei zur Verfügung. Beratungen sind dort schneller zu bekommen als das Warten auf eine mögliche Psychotherapie.
Viel Kraft und alles Gute !