Ich hab Angst, ihn körperlich zu "bedrängen".
Dabei... Ist das unser Muster.
Ich knutsch ihn ab, bestürme ihn, die Körpersprache ist unmissverständlich.
Er lacht und ihm scheint es zu gefallen.
Er sagt aber "Nein", "Lass mich" ,
"Ich bin müde", "Ich stinke".
Ich sage dann auch immer das gleiche,
"Nein ist das Vorspiel" und "Ich liebe deinen Geruch"
Und ich hätte so gerne, dass sich nichts ändert zwischen uns - aber mit einem Mal sind da Gedanken, wo nie welche waren.
Mit einem Mal bin ich befangen in einem Feld, wo ich mich stark und sicher fühlte.
Bin ich wie seine Schwester?
Muss ich mich jetzt fragen.
Meine Intention ist es eigentlich, mich auf ihn zu stürzen;
ich will ihm zeigen, dass alles gut ist, nichts anders, nichts komisch, kein Ekel.
Vereinigung, komm her!
Aber vielleicht hat er Ekel?
Braucht Raum, Unantastbarkeit.
Vielleicht sagt er "Ich stinke" nicht aus Angst zu Missfallen - sondern aus Schutz, damit ich ihn in Ruhe lasse?
Denn so etwas erzählte er mal über seine Schwester; die hatte sich körperlich sehr gehen lassen, um dem Vater zu entgehen.
Ich bin verunsichert, glaube aber eigentlich, es ist eher Minderwertigkeitsgefühl...
Ließ mich gestern dennoch von meinem Gefühl leiten, sein "Ich geh stinkig ins Bett" (keine zweite Dusche am Abend) als "Fass mich nicht an" zu interpretieren. Und streichelte nur kurz ohne Resonanz seine Hand.
Ich habe ja selbst keine Lust.
War totmüde, anstrengende Tage, scheußlich kurze Nächte.
Ich muss vielleicht aufhören, S. für Kommunikation zu nutzen.
Höchstens als Zusatz -Kommunikation.
Ich will eigentlich warten, bis T. kommt und Lust hat.
Seit der Geburt des Kindes hat die Dynamik sich verändert, ich wurde lustloser, was ihm den Raum gab, selbst Initiative zu zeigen.
Mittlerweile könnte es von den Anfragen her fast ausgewogen sein, hab ich nicht aktiv drauf geachtet.
Ich fand aber mein Bestürmen und Kuuuscheln wollen viel charmanter.
Er sagte anfangs gar nichts und gab quasi sofort auf, wenn ich nicht direkt mitvibte körperlich. Und wenn ich halt gerade keine Lust hatte, sind zehn Sekunden echt kurz, um in Wallung zu geraten.
Aber geht...
Er sagt mittlerweile oft einen Satz zur Initiierung,der mich NICHT in Wallung bringt, darauf verwies ich ihn bereits zwei, dreimal.
Er hat halt trotzdem meist Erfolg damit 🤣
Jedenfalls habe ich etwas Sorge, wenn ich ihn jetzt nicht bestürme, er sich abgewiesen fühlt, es darauf bezieht, was er mir erzählte.
Und so ist es ja auch!
Bloß ist Sorge um ihn der Grund, kein Ekel, Scham oder sonst was.
Und Verunsicherung, was er will und braucht.
Hab ich wieder so gar nicht zugehört?
Oder sagen sein Kopf und sein Körper Unterschiedliches, wie ich immer richtig interpretierte?
Ich hab ihn immer durch seinen "Widerstand" hindurch erobert und mir geholt, was ich brauche.
Und gedacht, er braucht es auch, in seiner Passivität.
Ich weiß nicht recht, ob das so bleiben kann, soll, darf. Was er will.
Ich bin da flexibel - keinen Widerstand fände ich ehrlich gesagt super...
Vielleicht ist Geduld auch hier die Lösung...
Fragen über Fragen.
Ein paar werde ich wohl mit meinem Mann klären müssen.
Da stecken alle Antworten drin.
Wenn es Dinge gibt, die er nicht mag und möchte, verlange ich da klare Auskunft.
Und werde richtig gut zuhören.