@Fridoline Hallo!
Ich kann gut verstehen, wie verunsichernd das ist. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus zeigt sich echtes Interesse in der Kennenlernphase meist auch durch ein gewisses Maß an Initiative, sei es durch Schreiben, Telefonieren oder den Versuch, Kontakt zu halten. Gerade am Anfang ist Kommunikation einfach ein wichtiges Mittel, um Nähe aufzubauen und in Verbindung zu bleiben.
Natürlich haben beide ihren Alltag und gerade mit Kindern ist vieles getaktet. Aber gleichzeitig wissen Eltern auch, dass abends irgendwann Ruhe einkehrt. Und selbst wenn jemand von sich sagt, er schreibt oder telefoniert nicht so gerne: Wenn echtes Interesse da ist, machen die meisten Menschen das trotzdem, zumindest in einem Maß, das dem Kennenlernen gerecht wird. Vor allem dann, wenn die Zeit bis zum nächsten Treffen länger ist, hilft Kommunikation sehr, diese Phase zu überbrücken.
Vielleicht wäre es hilfreich, falls es noch einmal zu einem Treffen kommt, offen von der eigenen Wahrnehmung und den eigenen Erwartungen zu sprechen. Nicht vorwurfsvoll, sondern eher im Sinne von: „So erlebe ich das, so fühlt es sich für mich an.“ Das gibt dem anderen die Chance, sich selbst zu reflektieren und klarer zu machen, ob es tatsächlich Desinteresse war oder ob er es selbst als reine Alltagsbelastung erlebt.
Und ganz ehrlich: Fast jeder von uns schafft es, regelmäßig zu kommunizieren: in Social Media, in Foren

, in WhatsApp-Gruppen, mit Freunden.
Wenn das bei einer Person, die man näher kennenlernen möchte, kaum möglich ist, wirkt das zumindest erklärungsbedürftig. Für mich persönlich wäre das ein Punkt, den ich ernst nehmen würde.
Alles Liebe! Und nicht irgendwo hängen bleiben, wo Du von Anfang an keine Prio bist (das wird dir dein Gefühl schon richtig vermitteln, nicht übergehen).