2014

Wieder Affäre

Z
Zitat von Miniminime:
Und damit redest du hier schön, dass jeder es wusste nur die betrogene nicht die sich jetzt noch schlimmer fühlt? Ich glaube dass Trauma dass ...

Glauben heisst im Endeffekt nix anderes als nix zu wissen...

#721


DiesDasAnanas
Zitat von Scheol:
Ein Verratstrauma (englisch betrayal trauma) entsteht, wenn eine Person von einer nahestehenden Bezugsperson, einer wichtigen Institution oder einem Partner tiefgreifend und vertrauensbruchartig verletzt wird. Das Überleben oder Wohlbefinden der betroffenen Person hängt oft von diesem System oder dieser Person ab, was die Verarbeitung extrem erschwert.

Aber Scheol die Informationen sind doch nichts Neues, oder?
Das die Aufdeckung/Entdeckung einer Affäre eine immense Zerstörungskraft hat, die vor allem den Betrogenen aber auch den untreuen Partner erschüttert.
Nicht wenige Betroffene leiden nach Entdeckung der Untreue an einem (Verrats)- Trauma das stark einer PTBS ähnelt.
Die Folgen bzw. Schäden sind hier doch zu Hauf nachzulesen.

Ich denke das ist ein Thema bzw. eine Verhaltensfrage an der sich die Geister gewaltig spalten und bei dem es auch keine Kompromisslösung gibt.
Nicht weil eine Meinungsgruppe im absoluten Recht ist. Beide Entscheidungen haben ihre Vor-und Nachteile, beide Entscheidungen können negative Auswirkungen auf den Betroffenen haben.
Letztendlich gibt es hier vlt. kein richtig und kein falsch. Auch wenn sich die Meinung der jeweils anderen "Entscheidungsgruppe" falsch anfühlt.

Am Ende entscheidet man vlt. auch nur anhand dessen wie man selbst gerne behandelt werden möchte.

Ich verstehe den Ansatz, dass man nicht in der Position sein möchte einen anderen Menschen zu traumatisieren.

Persönlich habe ich hier ein anderes empfinden: Die Fakten die für den Betroffenen traumatisierend sein können sind die Handlungen innerhalb der Affäre (Untreue, Liebesbekundungen, etc.) und wegen der Affäre (Lügen,evtl. Vernachlässigung, etc.), natürlich spielen die Affärendauer/wer die Affäre ist und in welcher Lebenslage das Paar derzeit ist auch eine Rolle. ABER die Entscheidung zu all diesen Dinge, also eine Affäre einzugehen, habe ich nicht getroffen.

Die Erkenntnis oder anders die Wahrheit über die eignen Lebensumstände, ja die tut weh...sehr sogar.

Aber ist dir mal aufgefallen, das die Dauer der Affäre für nahezu alle betrogenen Personen eine essenzielle Rolle spielt?

Also klar, es geht in erster Linie natürlich schon darum das es überhaupt eine Affäre gibt/gab.
Aber viele und damit meine ich nicht nur die Betrogenen, auch hier im Forum, ziehen die Dauer der Affäre und somit eben auch den Aufbau/die Planung der Lügenkonstrukte und des Betrugs immer wieder in den Vordergrund.
Für die Betroffenen ist es verdammt schwer und hart ihre "Lebenswahrheit" die so nie existierte rückwirkend wie Puzzleteile neu zusammenzusetzen und was sie da neu zusammensetzen müssen gefällt ihnen verständlicherweise überhaupt nicht.
Schon allein deswegen, wäre es mir ganz persönlich wichtig, so schnell wie möglich von Irgendjemandem über die Untreue meines Mannes in Kenntnis gesetzt zu werden, sollte er sich jemals im Außen vergnügen.
Den der Schock über den Betrug ist schon schlimm genug, das Ausmaß d.h. die Dauer, die Menge an Lügen,die Intensität, etc. sind zusätzliche Belastungen für die Seele die sich kleiner halten könnten, wenn jemand genügend Mitgefühl hätte mich aufzuklären. Es gäbe weniger Lebenszeit die ich zu betrauern hätte.

Das Vertrauen in die wichtigste Bezugsperson ist durch den Betrug des Partners ohnehin im Eimer. Dennoch würde ich mich gerne darauf verlassen können, dass es andere Menschen in meinem (nahen) Umfeld gibt die es gut mit mir meinen. Wenn ich jetzt also zusätzlich noch erfahren würde, dass sehr viele Menschen in meinem Umfeld von der Affäre meines Mannes wussten und mich ebenfalls im Unwissen ließen, wäre das zum Thema Vertrauen mein persönlicher Entgegner.
Für mich fühlt sich das an wie unterlassene Hilfeleistung. Um ehrlich zu sein, es würde sich so anfühlen als wäre es für alle in Ordnung gewesen das mein Mann mir das in meinem Unwissen antut, irgendwie mal ganz spitz gesagt wie Mittäter. Und dann hätte ich nicht nur das Vertrauensproblem innerhalb der Beziehung, dann hätte ich das Vertrauensproblem in allen Lebensbereichen und zwar sehr viel stärker als wenn keiner davon wusste oder irgendjemand auf mich zugekommen wäre.
Aus meinem Verständnis heraus hätte ich kein Problem wegen der Person die mir die Information zur Affäre gibt, das Trauma entsteht durch die Untreue des Mannes und nur dort sehe ich die Verantwortung für den Schaden.
Das wären jetzt mal so meine Gedanken dazu, aber eben durch den eigenen Wunsch im Fall der Fälle darüber in Kenntnis gesetzt zu werden.

x 3 #722


A


Wieder Affäre

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Cocolores
Zitat von DiesDasAnanas:
Wenn ich jetzt also zusätzlich noch erfahren würde, dass sehr viele Menschen in meinem Umfeld von der Affäre meines Mannes wussten und mich ebenfalls im Unwissen ließen, wäre das zum Thema Vertrauen mein persönlicher Entgegner.
Für mich fühlt sich das an wie unterlassene Hilfeleistung. Um ehrlich zu sein, es würde sich so anfühlen als wäre es für alle in Ordnung gewesen das mein Mann mir das in meinem Unwissen antut, irgendwie mal ganz spitz gesagt wie Mittäter.

Für mich sind alle die Schweigen wie Mittäter. Das ist aber ähnlich wie bei Alk.. Wird irgendwie akzeptiert und weggucken ist so schön einfach.
Zitat von DiesDasAnanas:
Aus meinem Verständnis heraus hätte ich kein Problem wegen der Person die mir die Information zur Affäre gibt

Töte nicht den Boten!
Zitat von DiesDasAnanas:
das Trauma entsteht durch die Untreue des Mannes und nur dort sehe ich die Verantwortung für den Schaden.

🎯

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Mariaa89
@DiesDasAnanas
Zitat von DiesDasAnanas:
Wenn ich jetzt also zusätzlich noch erfahren würde, dass sehr viele Menschen in meinem Umfeld von der Affäre meines Mannes wussten und mich ebenfalls im Unwissen ließen, wäre das zum Thema Vertrauen mein persönlicher Entgegner.

🎯

#724


Stella31
@DiesDasAnanas
ich kann alldem nur zu 💯 Prozent zustimmen und halte jeden, der sich da raushält für feige, verantwortungslos und würde von denen Niemandem mehr vertrauen!

Und auch auf die Gefahr hin, dass ich bei Weitergabe meiner Informationen an die Betrogene zunächst abgelehnt werde, würde ich trotzdem auf diese zugehen.

#725