Zitat von Waris07: Ganz ehrlich, für mich liest sich das erstmal wie der übliche 0815-Satzbaukasten nach dem Auffliegen einer Affäre.
👍 Zitat von Waris07: Aber genau dann müsste doch bei ihm selbst die Frage aufkommen: Was folgt daraus?
Wenn es wirklich um etwas geht, das in ihm selbst liegt, wäre doch genau da der Punkt, genauer hinzuschauen, woher dieses Bedürfnis nach Bestätigung kommt und was konkret verändert werden muss.
Und da kam offenbar nichts wirklich Gehaltvolles von ihm. Kein "Ich habe verstanden, dass …" , kein "Ich muss an … arbeiten", kein konkreter Gedanke dazu, wie er sicherstellen will, dass sich dieses Muster nicht ein 3.(!) Mal wiederholt. Stattdessen vor allem Gerede, wie sehr die Ehe erhalten bleiben soll.
Sprich: Das Wunschziel (seines) wird klar benannt - den Weg dorthin lässt er aber völlig im Dunkeln.
Hier würde ich gerne einlenken, denn so ganz stimmt das nicht.
Zum einen ist es ein wenig viel bzw. unrealistisch zu erwarten das der Betrüger direkt nach dem Auffliegen seiner Affäre seine eigene Selbstreflektion und Aufarbeitung seines Verhaltens abgeschlossen hat.
Denn auch wenn der untreue Partner kein Mitgefühl von mir hat, so kann ich durchaus zugestehen das die gefallene Bombe ( unabstreitbar erwischt worden zu sein) hart eingeschlagen ist. Nur ums nochmal zu sagen ich trommel hier nicht für Mitgefühl oder Mitleid für Betrüger, aber in den aller meisten Fällen befindet sich auch der untreue Part in einer Art Schockzustand. Nur eben aus anderen Gründen, deswegen aber nicht weniger lähmend. Panikzustände können auch ein Thema sein....
Worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass du durchaus recht damit hast das hier wesentliche Erkenntnisse bei dem Mann fehlen.
Aber dieses notwendige Verständnis und die damit einhergehenden Erkenntnisse entwickelt man nicht in einem akuten emotionalen Notstand. Dafür müsste er erstmal ein wenig zur Ruhe kommen und Abstand gewinnen um sich selbst überhaupt den Raum zur Selbstreflektion zu geben ...und auch dann ist so eine Affäre nicht in wenigen Tagen oder Wochen aufgearbeitet.
Zum anderen das hier
⬇ Zitat von Lise2090: Er möchte das mit uns auf keinen Fall aufgeben, jedoch gibt es viele Baustellen bei ihm. Er möchte in eine Therapie, um alles aufzuarbeiten und hat bereits einen Termin gemacht.
Wie glaubwürdig seine Aussage hier ist sei mal dahin gestellt, falls es stimmt das er bereits einen Termin hat, wäre das gut und zwar unabhängig davon wie es mit der TE und deren Ehe weitergeht.
Mir persönlich würden keine Phrasen und Beteuerungen des Mannes ausreichen, selbst der Beginn einer Therapie nicht.
Mein Rat an die TE wäre folgender:
Gehe auf Abstand und plane dein Leben erstmal ohne deinen Mann.
Ich rate dir damit nicht ihn zu verlassen und die Scheidung einzureichen, das steht mir gar nicht zu.
Was ich mit dem Rat meine ist: Lass deinen Mann in Therapie gehen und lass ihn die Therapie durchziehen unabhängig von eurer Ehe. Schau dir an, ob er es ernst meint mit der Aussage Hilfe in Anspruch zu nehmen. Schau dir an wie ernst seine Absichten sind seine Probleme in den Griff zu bekommen. Achte darauf ob es eine posotive Veränderung bei ihm gibt. Was verändert sich und wie äußert sich diese Veränderung.
Beobachte aus der Ferne, ob er sich zu dem Mann entwickeln kann mit dem du dein Leben verbringen könntest ohne weiterem Betrug ausgesetzt zu sein.
ABER(!) und das ist ganz wichtig verharre nicht in einer Warteposition.
Leb dein Leben und kümmer dich gut und dich und das Baby.
Ich würde ihn -also eigentlich würde ich ihn ja gar nicht mehr- erst wieder Teil meines Lebens sein lassen, wenn er sich wirklich bewiesen hat.
- Zieht er die Therapie durch und arbeitet sein Verhalten auf?
- Entwickelt er mit Hilfe der Therapie neue gesündere Verhaltensmuster?
- Wie geht er mit seinem Selbstwert Defizit um und welche neuen Strategien hat er entwickelt um sich die Aufmerksamkeit nicht mehr im Außen zu suchen?
- Kümmert er sich um mich auch wenn ich vorrübergehend nicht mit ihm zusammenwohnen möchte?
- Interessiert er sich für das Baby und hilft aktiv im Rahmen des möglichen mit?
....wären jetzt nur Beispielfragen die ich mir stellen würde...
Wobei also wie gesagt, ich weiß es steht mir nicht zu, aber eigentlich ist mein ehrlichster Rat:
Schieß den Typ in den Wind!
Auf Elternebene bleibt ihr verbunden und auch das lässt sich organisieren. Kein Grund dich wegen eines gemeinsamen Kindes weiter zum Narren halten zu lassen.
Und mal ganz ehrlich:
Mit einer Frau bei der es mir nur um Sex geht suche ich keine gemeinsamen Babynamen aus, schenke ihr auch keinen Ring und vermisse sie nicht emotional das ich Liebeskummer habe.