Zitat von Sonnenschein85:Was gab es denn überhaupt positives ? Du schreibst sehr negativ über die Beziehung. Und es wirkt auf mich, als hättet ihr nicht richtig zusammen gepasst, da ihr sehr unterschiedlich wart. Warum möchtest du überhaupt noch mal auf sie zu gehen und kannst es dir vorstellen, es noch einmal zu probieren, wenn es so ...
Ja, ich beschreibe jetzt die letzten Wochen, Monate.
Die anfängliche Zeit gestaltete sich komplett anders, extrem liebevoll, sehr fürsorglich, es fühlte sich richtig nah und gut an mit ihr und sie war auch Teil von mir, also sie war interessiert an mir, meinem Leben, sie war für gute Gespräche zu haben, natürlich fand ich sie auch optisch attraktiv. Das beschreibt die ersten zwei Monate, dann ging es rapide bergab, nachdem ich irgendwann auch den "Alltag" wieder herstellen musste.
Das fing dann damit an, dass ich nach etwa einem Monat sagte, ich kann nicht Sa und So komplett bei ihr verbringen, mein Sportverein bleibt auf der Strecke, im Haus bleibt alles liegen, das war der Moment, wo es langsam und stetig bergab ging. Und sie "hoffte" dass sich das wieder legt, aber ein "Alltag" legt sich nicht, es sind eher Ausnahmesituationen, die sich "legen".
In meinen Augen waren wir ab da nur noch damit beschäftigt sinnlose Kompromissdiskussionen zu führen, statt einfach mal zu leben.
Mir waren zb 2-3 Tage die Woche lieber, eine schöne Zeit zu verbringen, als 6 Tage abends genervt u gestresst es irgendwie hinzubiegen, dass man aufeinander hockt und zusammen Fernsieht, was ich persönlich selten tue, weil im Haus einfach immer was anfällt und ich einfach ungern da sitze, mich berieseln lasse.
Ihr war es wichtiger, einfach zusammen zu sein, mir war es wichtiger, eine schöne Zeit zusammen zu verbringen, auch inhaltlich. Ihr war der Inhalt weniger wichtig als die Zeitmenge.
Ich halte es für gesund, wenn jeder seine Sachen machen darf, und man sieht sich einfach zu einer schönen Zeit. Ihr war es wichtiger, dass man sich einfach sieht, egal was drumherum liegen bleibt. Natürlich macht man das in der Anfangsphase, aber irgendwann gehts eben nicht mehr.
Beispielsweise musste ich daheim die Mülltonnen bei mir herausstellen, für Montags, das musste ich Sonntags machen und konnte natürlich an manchen Tagen nicht So auf Mo bei ihr schlafen, das gab enorme Diskussionen, ob ich nicht jemanden beauftragen könne oder schnell vorbei fahre und dann wieder zu ihr fahre.
Man muss ja bedenken, wir haben ja keine wunderschöne Zeit gehabt zum Ende, sondern diskutierten nur noch herum, wieso ich jetzt dies so mache und nicht so wie sie es sich vorstellt. Und dann hat man natürlich noch weniger Lust, beim anderen zu sein, und die eigenen Sachen zu vernachlässigen, logisch.
Wir hatten dann irgendwann einen für mich guten Kompromiss gefunden, der für sie aber kein guter Kompromiss, sondern ein fauler Kompromiss war. Sie war dann zwar ruhig, aber immer in Lauer-Stellung, dass ich doch einknicke und mein Leben aufgebe - mehr oder weniger - und das führte dann wieder zu Spannungen.
Für mich ist das klar, dass das nie eine gescheite Beziehung werden würde.