KBR
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Ich habe hier im Forum schon x-Mal bekannt, dass ich früher Affären hatte, weil ich damals die Auffassung vertrat, dass jeder seines Glückes Schmied ist und ich nicht Verantwortung trage für die Entscheidungen eines gebundenen Mannes. Ich wollte einfach ausgehen, Spaß, 6 und nicht deren Socken waschen. Sicherlich wurde das mit mir auch schon kontrovers diskutiert, aber ich habe mich deshalb niemals angegriffen gefühlt (und nicht so manch Kommentar eingefangen, wie sie hier z.T. vom Stapel gelassen werden und die ich persönlich auch unterirdisch finde. Das ist immer dann der Fall, wenn sich Affärenbeteiligte um das OdB streiten, als würde es ihnen irgendwie gehören und wenn die Lager sich gegenseitig zu beweisen versuchen, dass das jeweils andere Fehlverhalten an den Tag legt - gern verbunden mit herabwürdigenden Schimpfwörten - und wer mehr Rechte hat, weil ... was weiß ich).
Ich habe solche Anfeindungen nicht erfahren, obwohl ich sehr deutlich geschrieben habe, was für dankbare Liebhaber meine Affären waren und dass ich sie gar nicht haben wollte. Ich habe keine Anfeindungen erfahren, obwohl ich geschrieben habe, dass ich nicht mal verliebt war, sondern nur die Leichtigkeit des Seins für mich in Anspruch nehmen wollte, ohne eine Beziehung zu haben. Und ja, natürlich ging das für mich auch mal schief und ich habe mich verliebt. Aber kopfgesteuert kam ich aus der Sache heraus und habe nur Federn gelassen.
Das mag daran liegen, dass ich einen gewissen zeitlichen Abstand zu den damaligen Geschehnissen habe und ja inzwischen auch zu der Tatsache, dass ich selber zuletzt ausgetauscht wurde. Trotzdem habe ich dieser Frau gegenüber nie Verbitterung gefühlt und das ist etwas, was ich beim besten Willen nicht verstehe und wo ich auch ungemütlich werden kann. Die andere Frau wollte meinen Kerl, weil sie ihn toll fand. Ich fand ihn auch toll. Ich habe sie in diesem Punkt verstanden. Dass die Sache schlecht gelaufen ist, ist dagegen sein Fehler und nicht der der anderen Frau.
Also verstehe ich diese gegenseitigen Zerfleischungsaktionen nicht und finde sie ausgesprochen unwürdig. Aber ansonsten sind andere Perspektiven legitim. Es wird doch immer dann ungemütlich, wenn man auf die persönliche Ebene kommt und Konkurrenten (eher Konkurrentinnen, wenn wir ehrlich sind) sich gegenseitig herabwürdigen etc. Dann nämlich werden diese Affärensthreads ungemütlich.
Zu erwarten, dass ein gerade Betrogener einen Betrüger tröstet oder ein Betrüger einen Betrogenen trösten könnte, ist wohl dann doch etwas viel verlangt. Möglich ist es, aber i.d.R. gehört dazu Größe und Abstand.