111

Wir treffen uns - so wie immer

Ilex

Ilex


3163
2
6453
DEIN E-Bike

DEINE neuen Erlebnisse damit

DU anders als noch mit ihm unterwegs - nachdenklich,gewachsen, Dir Deiner St├Ąrke und Kraft bewusst,
weil erlebt/├╝berlebt

DEIN neues Freiheitsgef├╝hl

Juhu - toller Urlaub, neues Bike - jetzt sollen bitte wirklich noch superviele sch├Âne Radfahrtage f├╝r Dich kommen

Und nochmal zur Wertsch├Ątzung/Achtsamkeit: Du selbst hast erkannt, was Du geschafft hast - Deine eigene Freude dar├╝ber, die Erkenntnis, Dein Gef├╝hl dazu - Du brauchst seine nicht...

Ich freu mich f├╝r Dich - radel ins pralle Leben, Nachtgedanke...

05.08.2016 06:25 • #46


Nachtgedanke


Liebe Luchadora, liebe Ilex, liebe alle,

Zeit f├╝r ein Update. Die letzten Wochen sind vergangen wie im Fluge.
Das Bike macht mir noch immer sehr viel Spass, auch wenn ich es nicht schaffe, mich jeden Tag drauf zu setzen.
Letztes Wochenende habe ich eine neue Freundin besucht und sie ebenfalls mit dem E-Bike-Fieber infiziert

Trotzdem grummelt es seit gestern wieder. Wie so oft kommt die Trauer gerade dann, wenn ich etwas Tolles erlebt habe.
Gerade dann, wenn ich mal wieder was geschafft habe, was ich mir fr├╝her selber nicht zugetraut h├Ątte Diesmal - 600 km je Strecke alleine mit dem Auto durch die Lande reisen, um dieses Wochenende m├Âglich zu machen. Hatte immer einen totalen Horror vor so langen Fahrten. Diesmal hat es teilweise sogar richtig Spass gemacht. Waren ein paar kurvenreiche Strecken und auf der Bahn ein paar sch├Âne, freie Abschnitte, wo es Freude gemacht hat, guten Gewissens Gas zu geben.

Statt jetzt aber Stolz auf mich zu empfinden, dass ich die Tour so gut gewuppt habe, ├╝berf├Ąllt mich Trauer. Es ist zum Kotzen. Ich bin das so unendlich leid.
Aber bitte - auch wenn es nervt ohne Ende ....
ich horche mal wieder in mich hinein und finde - mal wieder- jede Menge krause, selbst-geh├Ąssige Gedanken.

Allein voran - "Wenn Du wirklich so toll w├Ąrst, dann h├Ątte Dein Mann Dich nicht verlassen oder Du h├Ąttest Du ja wohl wenigstens einen neuen Partner". Und je mehr ich da hinh├Âre, desto mehr Belege finde ich daf├╝r, dass ich nicht gen├╝ge, nie gen├╝gen werde. Verdammt nochmal !

Ich sehne mich nach jemandem, der mich in den Arm nimmt, mir liebevoll die Haare aus der Stirn streicht und mir sagt, dass ich so s├╝ss bin.
Schon alleine, das hinzuschreiben, bringt mich in Verlegenheit. Es vertr├Ągt sich ja auch so ganz und gar nicht der Selbstwahrnehmung, dass ich immer unabh├Ąngiger werde. Je st├Ąrker und freier ich werde, desto gr├Âsser scheint die Schere auseinander zu klaffen. Wer soll mich mit diesem tiefen Wunsch nach liebevoller Annahme denn sehen k├Ânnen - wenn ich doch alles so toll alleine stemme ? Ach jeh. Ich klapp' das Buch f├╝r jetzt mal zu. Hab' zwar immer noch keine L├Âsung, aber jetzt zumindest Worte.

Soviel von mir. Im Grunde ist ja alles im gr├╝nen Bereich, auch wenn da immer noch Baustellen sind.

Wie geht es Euch ?

Liebe Gr├╝sse und einen sch├Ânen Abend allen, die hier vorbei kommen

06.09.2016 16:31 • x 1 #47



Wir treffen uns - so wie immer

x 3


Nachtgedanke


Der Sommer ist vorbei. Die Tage werden merklich k├╝rzer. Viele Radtouren wird es dieses Jahr nicht mehr geben.

Noch immer habe ich oft so ein Gef├╝hl, als h├Ątte ich Dir etwas Wichtiges zu sagen. Wie das morgendliche Aufwachen nach einem Traum. Dieser Geschmack von etwas Wichtigem auf den Lippen. Ich versuche mich zu erinnern, was ich Dir sagen will. Doch es kommt NICHTS, nichts au├čer diesem vagen Gef├╝hl tiefer Traurigkeit ├╝ber etwas Verlorenes, tief im Nebel Versunkenes. Etwas, was kostbar war.

Heute wehre mich gegen das Vergessen. Erinnerungsfetzen wehen durch meinen Kopf. An Momente in den letzten Jahren, in denen ich Wichtiges erlebte. Dinge, die ich gerne mit Dir geteilt h├Ątte. An Deine Worte - "Das kannst Du doch, schreib mir doch."

Manchmal schrieb ich Dir tats├Ąchlich. Und Du gabst Dir M├╝he, teilnehmend zu sein. Doch Du warst nicht an meiner Seite.
Nicht in den Momenten, in denen meine Augen strahlten, nicht in den Momenten, in denen ich der tr├Âstlichen W├Ąrme einer Umarmung bedurfte.

Ich habe mich gew├Âhnt. An diese Abwesenheit eines st├Ąndigen Begleiters. Es ist soviel Sch├Ânes geschehen. Und doch schmerzt es noch immer zu wissen, da├č Du bei ihr bist. Ich g├Ânne ihr diese Jahre mit Dir nicht. Ich g├Ânne ihr nicht, dass ausgerechnet sie einen Partner an ihrer Seite hat. Manchmal, wenn der Schuh arg kneift und die Gelegenheit sich bietet, f├╝hle ich vor bei Dir, wie die Dinge stehen. Frage nach, ob Du denn jetzt angekommen bist. Dann sagst Du regelm├Ą├čig, es sei nicht so. Da├č Du weiterhin Hin- und Her ├╝berlegst, Dich zu trennen.

Das erleichert mich etwas ("Die bekommt auch noch ihr Fett") und wirft doch gleichzeitig meine Selbstentwertung an ("Wie mies muss denn dann ich erst als Partnerin gewesen sein, wenn Du bei ihr die Trennung nicht schaffst"). Nat├╝rlich sage ich Dir nicht, warum ich frage. Aber ich sch├Ątze, Du sp├╝rst es. Das Ungesagte.

All diese unsinnigen Gef├╝hle. Nichts, was Du mir ihr tust oder l├Ąsst, ist objektiv relevant f├╝r mich.

Ich stelle mir probehalber vor, Du trennst Dich tats├Ąchlich. Und es geht mir dann nicht besser. Wom├Âglich findest Du eine andere ....Eine, der ich nichts vorzuwerfen habe.

Ohje. Was w├╝rde das erst in mir ausl├Âsen ? Meine beste Schuldige - einfach aus dem Rennen ? Ach lass mal. Wem sollte ich denn dann die Schuld geben ? Daran, da├č ich immer noch nicht wieder gesund bin. Dir etwa ? Ach geh. Du kleiner Junge. Ja klar, Du bietest Dich als Schuldiger an. Aber hey, gleichzeitig f├╝hlst Du Dich m├Ąchtig gebauchpinselt, weil Deine Ex noch immer trauert. Beides gibt Dir das Gef├╝hl, wichtig zu sein. Stimmt nicht ? Pfft. Denkst Du ernsthaft, Du k├Ânntest mir etwas vormachen ?

W├Ąhrend ich Dich vermeintlich unauff├Ąllig zum Stand der Dinge zwischen Euch befrage, befragst Du mich nicht weniger pfiffig nach dem Stand in mir. Deine bevorzugte Technik ist das "wei├čt Du noch ?" Bemerkenswert, in wieviel Varianten man diese Frage stellen kann. Neulich hast Du mir eine SMS geschrieben. Mitten in der Nacht. Du standest unter sternenklarem Himmel und fragtest mich, wann ich das letzte Mal einen solchen Himmel gesehen habe.

Oh, ich wusste, von welchem Himmel Du sprichst. Doch wie jedes Mal, wenn Du Erinnerungen herauf beschw├Ârst, bin ich zur├╝ck gezuckt.
Schon vergessen ? Meine Illusionen sind tot. Weisst Du, woran ICH denken muss, wenn mir dieser Himmel einf├Ąllt ?

Nein ? Ok, dann erinnere jetzt mal ich Dich. Ich denke daran, was Du mir so alles vor die F├╝sse gekotzt hast.
Damals, als ICH versuchte, DICH an vermeintlich sch├Âne Momente zu erinnern. Da n├Ąmlich sagtest Du, dass dieser Urlaub f├╝r Dich furchtbar war. Dass Du es nachts, wenn ich schlief, neben nicht mir ertragen hast. Dass Du nach drau├čen gefl├╝chtet bist,
zum Strand, unter diesen sternenklaren Himmel.

Also bitte - verbindet es uns etwa in vers├Âhnlicher Weise, dass es nun ihr Bett ist, aus dem Du in den N├Ąchten fl├╝chtest ?

Ja, ja. Ich weiss. Du hast gesagt, dass Du doch einfach nur w├╝tend auf mich warst. Dass Du das alles nicht so gemeint hast.
Aber so einfach ist es nicht. du hast geschwiegen als es wichtig gewesen w├Ąre zu reden. Und als ich am Boden lag,
gabst Du mir b├Âse Worte und zerbrachst meine Erinnerungen. Ahhh! Nicht mal entschuldigt hast Du Dich.
Denkst Du, ich merke nicht, wenn jemand sich rausredet ? Denkst Du, das Eingest├Ąndnis von Feigheit und Wut ersetzt eine Entschuldigung ?
Du irrst.

Und doch. Ich habe mich zur├╝ck gehalten. Ich antwortete freundlich auf Deine Frage nach dem Himmel. Ich tat, als w├Ąre ich bereits die, die ich sein will. Die, die ich sein werde: Die Frau, die mit dem Thema Trennung durch ist. Die Frau, die wieder in sich selber ruht. Neidlos ist. Keinem Menschen auf dieser Welt etwas B├Âses w├╝nscht. Ihren Wert nicht daran bemi├čt, wie Du eine v├Âllig Fremde behandelst. Ihren Wert ├╝berhaupt nicht daran bemisst, was Du tust oder l├Ąsst.

Nicht die Frau von fr├╝her, aber doch eine, die innerlich ungebunden ist. Meine Trauer, die immer mal wieder vorbei kommt, ist der Weg zu dieser Frau. Denn Trauer ist das Gef├╝hl des Loslassens. Und da, wo man losl├Ąsst, bleibt NICHTS.

Was ist der n├Ąchste Schritt ? Hilft es, wenn ich mir sage, dass Du schlicht ein Irrtum warst ? Ich meine - Hallo. Was musst Du denn noch tun, um mir zu beweisen, dass Du mit ihr haargenau das gleiche Spiel spielst wie mit mir.

Ich lasse die Worte auf mich wirken.
Nicht zum erstenmal, dass ich hier vorbei komme. Aber ich sp├╝re, dass ich nicht mehr ganz so w├╝tend bin. Der Gedanke nicht mehr so aufgeladen ist, mit dem Wunsch, Dich damit zu entwerten.
Na, wer sagt es denn. Mal wieder ein St├╝ckchen des Weges genommen

03.10.2016 18:21 • #48


Ilex

Ilex


3163
2
6453
Hallo Nachtgedanke,

lass Dich mal dr├╝cken - offensichtlich k├Ąmpfst auch Du immer mal wieder - in den letzten Wochen - mit dem "Blues"

Hey, mach Dir den Sternenhimmel zu Deinem Himmel, zu Deinem eigenen sch├Ânen Erlebnis, lass Dir so etwas gro├čes blo├č nicht von "ihm" vermiesen bitte...

Muss jetzt schlafen gehen...
Umarmung f├╝r Dich

05.10.2016 22:33 • x 1 #49


Nachtgedanke


Liebe Ilex

Blues, das hast Du sch├Ân gesagt
Mehr ist das wohl nicht.
Doch macht er mich darauf aufmerksam, was es da eben immer noch an Nicht-Abgeschlossenem gibt.
Reste, die auch noch verarbeitet werden wollen.

Diesmal - nach eingehender Erkundung meines Herzens stellte ich fest, dass die Ursache Entt├Ąuschung war. Nicht ├╝ber ihn, sondern ├╝ber mich. Ich muss etwas ausholen, um es zu erkl├Ąren.

Wir streifen die ├Ąlteren Versionen unseres Ichs niemals so ganz ab. Wir entwickeln und leben jedoch neue, die dann st├Ąrker im Vordergrund stehen. Unter der Haube w├Ąchst dabei ein Zoo von ├Ąlteren Egos, die alle irgendwie immer auch noch ein W├Ârtchen mitreden wollen.

Als ich aufbrach, ein neues Ich zu erfinden, musste ich die Trauernde hinter mir lassen. Die aber wehrte sich gegen jeden neuen Schritt. So habe ich einen Kompromi├č mit ihr geschlossen. Ich sagte ihr, dass es doch auch f├╝r sie gut ist, wenn wir uns weiter entwickeln. Denn wom├Âglich w├╝rde ER die neue Version so attraktiv finden, dass ER zur├╝ck k├Ąme. Dieser innere Kompromiss hat mich f├╝r eine lange Zeit sehr stark gemacht. Denn ich konnte alle inneren Aspekte auf eine gemeinsame Linie einschw├Âren - Auf den Weg nach vorne.

Inzwischen ist es aber ├╝berklar, dass es kein Revival geben wird. Und die Trauernde ist mega-entt├Ąuscht und wirft meiner neuen Version vor, nicht gut genug zu sein. Ich habe diese Entt├Ąuschung lange weg gedr├Ąngt. Weil sie mir echt nicht gelegen kommt und ich sie irgendwo sogar peinlich fand.

Ach Ilex - es ist nie gut, einen Aspekt der eigenen Pers├Ânlichkeit peinlich zu finden. Man verliert dar├╝ber den Kontakt mit sich selbst. Gestern Nacht irgendwann ist der Knoten geplatzt. Da endlich konnte ich die Trauernde innerlich in den Arm nehmen. Ich sah das eifrige kleine M├Ądchen in mir, was sich den Schuh "versagt zu haben" angezogen hat und ach, ich empfand auf einmal so gro├če Z├Ąrtlichkeit zu ihr, dass es kaum zu beschreiben ist. Sie ist so wunderbar,

Seitdem ist es friedlich in mir.
In mir ist ein Gef├╝hl von weihnachtlicher Geborgenheit. Ich sitze hier und empfinde Vorfreude auf das Fest. Das erste Mal nach langen Jahren, dass ich das empfinde. Und mal wieder best├Ątigt sich f├╝r mich - Jede dieser "Blues-Phasen" hat was Gutes. Aus jeder bringe ich eine Perle mit. Und hey, so what. Ist doch gar nicht schlimm, dass es in einem kleinen Winkel meines Herzens noch immer irgendwelche R├╝ckeroberungsphantasien gibt. Wenn ich mich so geborgen f├╝hlen darf, ist alles gut.

Ob ich mit dem Sternenhimmel schon in Frieden bin, wei├č ich noch nicht genau.
Aber danke, vielen lieben Dank f├╝r Deine Erinnerung, dass ich mir etwas so wunderbares und grosses nicht auf Dauer verderben lassen darf. Wie ist der Sternenhimmel in Nicaragua ? Ist er klar und funkelnd ?

Ich stelle mir gerade vor, dass es sch├Ân w├Ąre, den Himmel mit Dir zu verbinden. Mit einer unbekannten Vertrauten. Die so fern ist und manchmal meinem Herzen so nah. Hast Du da vielleicht etwas f├╝r mich ? Ein paar Worte, ein Gedicht, ein Bild ? Es w├Ąre ein sch├Âner Anfang f├╝r die R├╝ckeroberung.

Alle liebe Dir

06.10.2016 18:31 • x 3 #50


Nachtgedanke


Upps. Ilex. Verzeih. Ich sprach von Nicaragua. Aber das ist ja luchadora.
Wo Dein Himmel ist, weiss ich ja gar nicht. Wahrscheinlich dem meinen nicht ganz so fern.

06.10.2016 18:35 • x 1 #51


Ex-Mitglied


Nachtgedanke. .
Danke f├╝r deine Worte.
Sie tr├Âsten mich gerade sehr..

06.10.2016 20:08 • #52


Ilex

Ilex


3163
2
6453
Liebe Nachtgedanke,

wie sch├Ân, dass Du Dich geborgen f├╝hlen konntest - mit Dir und in Dir...

Meinen Sternenhimmel sehe ich in der N├Ąhe Bremens... Oft ist er "verhangen".
Und wenn die Sterne dann doch mal strahlen und funkeln, verliere ich mich manchmal in der "Unendlichkeit", empfinde alles als so klein und belanglos - und f├╝hle mich auf eine merkw├╝rdige Art geborgen...

Im Sommer habe ich so wundersch├Âne klare Sternenn├Ąchte in der Bretagne erlebt - ich sa├č mit einer Freundin drau├čen und wir waren "verzaubert" - so nah, sch├Ân und so funkelnd, da bekam das bekannte "dem Himmel so nah" eine neue Dimension...

Sternenhimmel in klaren frostigen N├Ąchten sind auch noch mal sehr besonders... dabei an einem prasselnden Lagerfeuer sitzen - hach, mein Herz geht auf...

Ich habe ein Gedicht gefunden, dass Dir gefallen k├Ânnte:

Wenn man den Sternenhimmel betrachtet,
steht eine Sch├Ânheit vor uns auf, die uns
entz├╝ckt und beseligt. Und es wird ein Gef├╝hl
in unsere Seele kommen, das alle unsere
Leiden und Bek├╝mmernisse majest├Ątisch
├╝berh├╝llt und verstummen macht und uns eine
Gr├Â├če und Ruhe gibt, der man sich
and├Ąchtig und dankbar beugt.

(Adalbert Stifter)

Bewahre Dir Dein gutes Gef├╝hl zu Dir! Genie├če diese sch├Ânen Momente.
Alles Liebe f├╝r Dich

06.10.2016 20:45 • x 1 #53


luchadora


5398
1
5881
liebe nachtgedanke,

wieder ein text von dir, der mich sehr beruehrt hat...

der sternenhimmel ueber nicaragua ist einfach ueberwaeltigend...liegt aber auch daran, dass es nicht so viele stoerende lichtquellen gibt...

oft sitze ich im dunkeln auf meinem balkon und schaue in den himmel...macht mich immer sehr ruhig...

ein kleines gedicht fuer dich

Kluge Sterne

Die Blumen erreicht der Fu├č so leicht,
Auch werden zertreten die meisten;
Man geht vorbei und tritt entzwei
Die bl├Âden wie die dreisten.

Die Perlen ruhn in Meerestruhn,
Doch wei├č man sie aufzusp├╝ren;
Man bohrt ein Loch und spannt sie ins Joch,
Ins Joch von seidenen Schn├╝ren.

Die Sterne sind klug,
Sie halten mit Fug
Von unserer Erde sich ferne;
Am Himmelszelt, als Lichter der Welt,
Stehn ewig sicher die Sterne.

Heinrich Heine

danke, dass du deine gedanken mit uns teilst

liebe gruesse

10.10.2016 23:36 • x 1 #54


Nachtgedanke


Liebe Ilex, liebe luchadora, liebe frischgef├Âhnt,

in den letzten Tagen habe ich nochmal allerlei Ehrenrunden gedreht.
Doch es geht bergauf. Schritt f├╝r Schritt.

Ich habe mich gefreut, von frischgef├Âhnt zu h├Âren, dass meine Worte tr├Âsten konnten.
Und ich habe die Schilderungen von Euren Sternenhimmeln gelesen und die Gedichte und Eure lieben, st├Ąrkenden Worte ... Hach !
Vielen Dank Euch.

In den n├Ąchsten Tagen muss ich wohl noch ein wenig frickeln, weil mein Drucker gerade nicht mag.
(Bl├Âder HP, der seinen Dienst verweigert, weil HP nur drucken will, wenn ich ├╝berteuerte Original-Patronen verwende). Aber das werde ich schon hinbiegen. Selbst ist die Frau !

Und dann, dann drucke ich Eure Sternenhimmel-Erlebnisse aus und werde sie mir einrahmen und an die Wand h├Ąngen. Damit ich Eure Geschenke immer sehen kann. Erw├Ąhnte ich schon, dass ich Geschenke liebe ?

Letzten Sonntag hat mir der Oktober h├Âchstpers├Ânlich ein Geschenk gemacht. Ich sass am Wasser in einem Cafe. Und war so entspannt und so frei und so durchl├Ąssig und selbstbewusst. Alles war gut in dieser wunderbaren Herbstsonne.

Mein Exi hat mir 2 Tage sp├Ąter erz├Ąhlt, dass er mit Next am gleichen Tag am gleichen Fluss gesessen hat. Ein paar Kilometer weiter .... Ja, und ? Leider hat er mir noch ein paar andere Sachen erz├Ąhlt, die mich wieder runter gerissen haben. F├╝r zwei Stunden habe ich mal wieder am Rad gedreht. Alles in Zweifel gezogen. Mich gefragt, ob ich bescheuert bin. Mir vorgeworfen, dass ich den Kontakt unterbinden muss ... blah, blah, blah ....

Nee, diese Exi-bedingten Abst├╝rze sind zwar nicht klasse. Aber letztlich, was ist das schon ? Kleine Nagelproben, die mir helfen zu verstehen, wo es innerlich noch hakelt. Wo ich noch aufzur├Ąumen habe.
*grinst*. Ja, ja. Ich bin ehrgeizig. Ich will alles. Meinen Frieden, ohne dass ich es n├Âtig habe, ihn aus meinem Leben rauszuwerfen. Wenn er rausfliegt, dann nicht wegen Verletzung, sondern weil er mich schlicht nicht mehr interessiert. Da kann ich ihm gegen├╝ber allerdings f├╝r nix garantieren.

Echt, keine Ahnung, was das wird, wenn ich meine Abarbeitung fertig habe

Ich habe gelesen, dass uns nur die Dinge treffen k├Ânnen, die in uns ein Pendant haben. Und es ist wahr. Jeder seiner (v├Âllig ungewollten) Treffer bringt mich weiter auf meinem Weg zu mir. Vielleicht h├Ątte es mir geholfen, den Draht zwischen uns zu kappen. Vielleicht aber ist es mit Trennungen so ├Ąhnlich wie mit Bandscheiben-Vorf├Ąllen.

Da sagen die ├ärzte - mit OP dauert es ein Jahr. Ohne OP zw├Âlf Monate
Mein Verdacht ist - Zumindest in meinem Falle h├Ątte auch eine OP nichts beschleunigt. Zuviel eigene Baustellen. Sicher wissen werde ich es nie. Macht aber letztlich auch nix. Jetzt nicht mehr. Bin den Weg schon zu weit gegangen, meinem Frieden schon zu nah.

F├╝hlt Euch bitte herzlichst umarmt, ihr lieben Wegbegleiterinnen

19.10.2016 03:46 • x 1 #55


Ex-Mitglied


Eine dicke Umarmung zur├╝ck.

Ich w├╝rde sagen, l├Ąuft bei dir.

19.10.2016 06:32 • #56


luchadora


5398
1
5881
Zitat von Nachtgedanke:
Kleine Nagelproben, die mir helfen zu verstehen, wo es innerlich noch hakelt. Wo ich noch aufzur├Ąumen habe.


diesen satz werde ich an meinen spiegel haengen...vielen dank dafuer...

20.10.2016 00:38 • x 1 #57


Nachtgedanke


Und wieder eine Ehrenrunde ....

Ist einige Monate her, dass wir uns zuletzt gesehen haben
Wir haben ├Âfter telefoniert
Auf Dauer mit schalem Beigeschmack f├╝r mich
Du stets im Auto, auf dem Weg von der Arbeit nach Haus
Halb bei der Sache, halb beim Strassenverkehr

Nix gegen diese Telefonate an sich,
aber wie es aussah, sollte das wohl alles sein und
das ist mir dann doch zu wenig.

Hab' mich zunehmend gef├╝hlt wie ein Pflichtprogramm,
das heimlich absolviert wird
eingequetscht in ein Fensterchen
ohnehin verlorener Zeit
auf der Autobahn

Hab' Dich letztens ├╝berrumpelt, quasi gen├Âtigt, den Terminkalender zur Hand zu nehmen
Denn eigentlich, eigentlich wolltest Du das doch,
Dich gelegentlich mit mir treffen

Also - Butter bei die Fische
Gestern w├Ąre es soweit gewesen
Am Abend zuvor dann Deine SMS.
Dass Du leider erkrankt bist

Kann sein, dass es wirklich so ist
Aber mein Vertrauen in Deine Worte ist schwer besch├Ądigt
Mein Bauchgef├╝hl sagt, dass Du einfach nur Panik gekriegt hast
Ein Treffen k├Ânntest Du zuhause nicht so leicht verheimlichen
Zu l├╝ckenlos das Netz Eurer gegenseitigen, eifers├╝chtigen Kontrolle
├╝ber jeden Eurer Schritte

Ich binde mir die H├Ąnde fest, schreibe nicht Dir sondern hier
Dir hab' ich lediglich eine gute Genesung gew├╝nscht
und lasse Dich jetzt mal laufen

F├╝r mich heisst es jetzt, abwenden und Tee trinken
Aufh├Âren, mir dar├╝ber den Kopf zu zerbrechen, was wohl wahr ist
Hab' getan, was ich konnte und musste
Jetzt liegt der Ball erstmal wieder in Deinem Feld

Bin traurig, wie das gelaufen ist
nehme die Traurigkeit an
Sie wird vergehen
so wie immer

Freundschaft unter Ex-en ? Ohjeh, was f├╝r ein furchtbar schwieriges Feld das sein kann
Aber ich finde, ich schlage mich ganz wacker inzwischen
Irgendwann wird es eben laufen oder auslaufen ...

Ich bin an einem Punkt, wo ich f├╝r mich nicht weiter zur├╝ck weichen kann oder werde
Du musst f├╝r Dich noch kl├Ąren, was Du willst
Wieviel Jahre kann so ein K├Ąrungsprozess eigentlich dauern ?
Und ich dachte, mein Herz sei langsam

Aber ok. Vielleicht tue ich Dir ja auch Unrecht und Du liegst tats├Ąchlich
einfach krank darnieder. Dann werde ich mich still bei Dir entschuldigen und beschliessen, doch wieder mehr ein St├╝ckchen ins Vertrauen zu gehen. Die Zeit wird es zeigen.

16.11.2016 12:05 • x 1 #58


Ex-Mitglied


Schneckenliebe .. das hatte ich auch.
Sie schmerzt..
Am Ende des Tunnels kommt der Zug..
Viel Kraft f├╝r dich und eine feste Umarmung.

16.11.2016 13:04 • #59


Nachtgedanke


Danke Dir, liebe @frischgef├Âhnt

Kraft kann ich brauchen. Im Moment ist es halbwegs ok.

Nicht so gut ist es, dass ich jetzt seit ungef├Ąhr zwei Stunden hier am Lappi sitze. Was mit einen einzelnen Satz anfing, mutiert unter meinen Fingern zu einer Orgie an Text.

Ich schreibe und schreibe und merke wie sich die Gef├╝hle und Haltungen ├Ąndern und drehen und wenden. Doch wenn ich aufblicke, sehe ich die Uhr und denke - Was f├╝r einen Murks mache ich da gerade ? Wieso halte ich mich nicht an das, was ich gestern geschrieben habe ?

Ich will doch weniger Drama. Gut, dann kann ich mich abwenden. Was h├Ąlt mich davon ab ? Mein Alltag ist viel langweiliger als dieses Gef├╝hlskino und da warten unangenehme Aufgaben auf mich ? Wohl wahr. Kann es dann sein, dass ich mich gerade vor dem Leben dr├╝cke ?

17.11.2016 15:36 • x 1 #60



x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag