Zitat von Brennessl: in meinen augen gehört zur eigenverantwortung, dass man sein leben so lebt wie man es möchte und nicht wie andere sich das vorstellen.
Gut, machen wir das an einem konkreten Beispiel fest:
User „Brennessl“ hat für sich beschlossen, dass er/sie ein möglichst bequemes Leben führen möchte, mit möglichst viel Geld ohne zu arbeiten.
Ob andere sich vorstellen, dass User Brennessl nicht betrügt bzw kein Geld stiehlt, ist User Brennessl egal, denn er möchte das nunmal (sog. Selbstoptimierung ohne Rücksicht auf Verluste). Eines Tages trifft er auf der Strasse die ärmlich gekleidete Frau von nebenan mit ihrem fiebrigem Kind im Arm. Sie bittet ihn ihren Hund Gassi zu führen, weil sie mit dem Kind dringend ins Spital muss. Als er in ihre Wohnung geht (er hatte nie vor, mit dem Hund Gassi zu gehen), entdeckt er eine kleine Brieftruhe auf der Kommode mit 300.000 Eur. Die ärmlich aussehende Frau hatte Geld erspart und geerbt. Sie wollte damit eine teure Behandlung mit Biologika für ihre kleine Tochter zahlen, die an einer seltenen Leukämie erkrankt war. Aus den Aufzeichnungen und Unterlagen kann User Brennessel auch erkennen, wozu das Geld dient. Dennoch nimmt er es, weil er eine Luxuskreuzfahrt unternehmen will. Das Kind stirbt in Folge. Seine Mutter, die keinen Sinn mehr im Leben sieht, nimmt sich das Leben.
So, und nun die Frage an Dich, Brennessl: Der Dieb hat getan, was er möchte (auch unter Inkaufnahme Schäden anderer) und nicht, was sich andere (die Frau mit dem kranken Kind) vorstellten. Er hat nach Deiner Definition „eigenverantwortlich“ gehandelt, oder doch nicht ?