l0RD
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Zur Geschichte:
Meine Frau hat sich Anfang des Jahres nach kurzem (zweitägigem) Zusammenraufen endgültig von mir getrennt. Wir waren 8 Jahre zusammen, davon 1,5 verheiratet und wohnten seit 6 Jahren zusammen. Tränen gab es schon länger und sie hat gesagt, es gäbe nur noch freundschaftliche Gefühle für mich, sie habe sich verändert und ihr seien nun andere Dinge wichtig. Wir führten eine harmonische und schöne Beziehung, unternahmen viel, unsere Familien verstanden sich gut, der Alltag war teilweise grau aber doch mit bunten Tupfern (gemeinsame Kurzurlaube, Freunde etc.). Sex kam in den letzten Monaten tatsächlich etwas kurz und ich habe sie da vernachlässigt. Allerdings ging diese platonische Seite auch von ihr aus, bevor sie die Pille absetzte. Ich hatte mich damit relativ gut arrangiert.
Sie war im Dezember schon irgendwie komisch und distanziert aber ich hab nicht recht wahrhaben wollen, was da vor sich ging. Es stellte sich raus, dass sie jemanden kennengelernt hat, in den sie sich auch verliebte. Der Typ ist auf den ersten Eindruck ein ganz anderer als ich, überhaupt nicht zu ihr passend. Sofort nach ihrem Auszug ist sie zu ihm gezogen, inkl. sofortiger Ummeldung, akribischer Forcierung aus unserem Mietvertrag zu wollen etc. pp., insgesamt ein sehr befremdliches und eigenartiges Verhalten, was ich vorher von ihr so nicht kannte.
Mir hat die Sache den Boden unter den Füßen weggerissen und ich habe natürlich anfangs sehr geklammert und gefleht (SMS). Der Kontakt wurde weniger und beschränkte sich auf die organisatorischen Dinge wobei ich da rauslesen konnte dass sie gerne ab und an gefragt hätte wie es mir geht aber sich nicht traut weil sie denkt ich will eher den Abstand und würde blocken. Mittlerweile ist alles aus der Wohnung geholt und sie hat keinen Schlüssel mehr. Ich bin mittlerweile in einer gesunden Wutphase aber vermisse sie nachwievor schrecklich. So sehr dass ich sie nicht sofort abweisen würde, wenn es denn um eine Rückkehr gehen sollte. Ich kann sie nicht hassen für ihr wochen- bzw. monatelanges Betrügen und Hintergehen, stattdessen fressen mich die Sehnsucht und Liebe zu ihr förmlich auf.
Wie sollte ich weiter vorgehen? Es fällt mir schwer, mich nicht ab und an mal zu melden, auch nur mit dem Vorwand der organisatorischen Dinge. Wie wahrscheinlich ist es, dass so ein Warmwechsel mit dem Hintergrund auch wirklich gut geht? Wird es Phasen geben, in denen sie auch mich wieder vermissen wird? Momentan hab ich das Gefühl, es kühlt alles eher ab von ihrer Seite aus und dann erlischt alles erlebte und evtl. sehnsüchtige immer mehr.
Wir hatten uns vor der endgültigen Trennung noch mit Dingen beschäftigt für die Zukunft (neue Wohnung, mehr gemeinsame Unternehmungen, Urlaub usw.) und uns sogar kinderwunschfördernde Mittel besorgt. Zwei Tage später war dann Schluss, was mich wirklich sehr hart traf.
Ich glaube wirklich, ich wäre bereit es nochmal zu probieren. Nicht anknüpfen aber quasi von vorne anfangen ohne alles versäumte und mit den schönen Punkten als Basis. Kann das klappen? Wie sollte ich mich weiter verhalten? Sport für die Ablenkung mach ich schon. Neue Klamotten für ein neues Feeeling sind besorgt. Ich gehe ab und an mit Kollegen und Freunden aus und spreche viel über die Geschichte. Insgesamt leide ich aber noch sehr und sie ist im Grunde permanent in meinem Kopf.
Ich hab auch das Gefühl, in dieser Wutphase (laute Selbstgespräche, innerliches Augenrollen über ihr widerliches langes Fremdgehverhalten, obwohl sie tatsächlich immer "Reden" und "Ehrlichkeit" als oberstes Credo anbrachte) steckenzubleiben. Es gibt diese kurzen Aufs und die Ablenkungen in denen ich tatsächlich schon etwas loskomme aber danach folgt immer ein um so heftigerer Sehnsuchtsschmerz, der so langsam echt an die Substanz geht. Ich bekomme sie nicht aus dem Kopf und dieses schwankende Gefühl zwischen Sehnsucht / Hoffnung / Klammern und Wut / Groll macht mich so langsam echt kaputt.
Vielleicht gibt es ja hier ein paar Leute, die meine Situation etwas nachvollziehen oder einschätzen können und ein paar Worte übrig haben.