Zitat von Plentysweet:Ja wozu soll man sich dann auch verstellen, wenn alles fliesst und man auf die Welt Einfluss nehmen kann? Das geht mir nicht so auf.
Man muss nicht um jeden Preis an sich arbeiten. Man braucht nur das entsprechende Gegenüber.
Ich sagte, dass dann oft als Argument kommt, dass man sich ja verstellt, wenn ich eigentlich erreichen will, dass man an sich arbeitet.
Und das abnehmende Interesse der Frau ist offenkundig. Das ist ja das Problem, wenn man sich mit allgemeinen Formulierungen "für jeden gibt es den richtigen Partner" aufhält - es lässt in diesem Fall die abnehmende Dynamik aus dem Spiel. Dann kommt oft "hat halt nicht gepasst", als wenn es zwei Puzzlestücke wären. Aber, wie gesagt, es lässt die abnehmende Dynamik aus der Betrachtung.
Die Dame des TEs hat nach Begutachtung des TEs ihre Meinung revidiert und dieser Umstand wird von ihr sogar mit "Du erscheinst unsicher" klar benannt. Und Unsicherheit ist ein Indiz dafür, dass der Mann Baustellen hat. Da muss man auch nicht alles in Frage stellen, denn die abnehmende Dynamik zeigt es ja ganz deutlich.
Wenn ich also die Behauptung aufstelle, dass der TE auf Distanz gehalten wird, weil man seine Unsicherheit gegen den Wind riechen kann und Frauen darauf mit sinkendem Interesse reagieren (was sie tut), dann kann positive Verstärkung nicht die Lösung sein. Dann ist der erste Schritt, dass der TE sich dieser Ausstrahlung bewusst wird, der zweite die Erkenntnis, dass der Ursprung in ihm liegt und dann die Aufarbeitung der Ängste, was im Idealfall dazu führt, dass man seine Angst nicht gegen den Wind riecht und eine Frau nicht auf Distanz geht.
Einem Mann in der Situation zu sagen, dass er weitermachen soll wie bisher, nimmt sein Ego dankend an und die Auswahl an Männern, die ihre Angst zu einem Teil von sich gemacht haben und durch diese Entwicklung in sich ruhen, und für Frauen wertvoller sind, hat um einen Mann abgenommen.
Ich sag es ganz offen, diese Trostpreis Mentalität ist Gift für Kinder und sie stellt die Weichen für viele zutiefst erschütterte Männer, die wie kleine Mädchen erzogen wurden, von einer pädagogischen Umerziehungsanstalt, die Jungs immer mehr das Gefühl gibt, die schlechteren Mädchen zu sein. Und wenn dann später klar wird, dass die Liebe der Mutter bedingungslos ist, aber nicht die Liebe der Partnerin, stehen sie da im Chor der "sei wie Du bist, zeige offen Deine Schwäche"-Pudel und verstehen die Welt nicht mehr. Dann wird sich dran geklammert an "die böse Leistungsgesellschaft", irgendwer muss ja Schuld sein, und wenn es das System ist.
Aber der ganze Katzenjammer ändert nichts dran, dass die Auswahl der Frau sehr wohl auf Leistung schaut. Hardwired. Aber das hat ihnen niemand gesagt, früher gab es ja auch immer einen Pokal, auch wenn ich nix gerissen habe.
Klar brauchen Kinder Rückhalt und Stabilität. Aber Männer müssen liefern, Frauen kommen alleine durch das Aussehen mitunter sehr weit.
Dem TE zu sagen, dass er irgendwann den richtigen Pokal findet, ihn zu ermutigen, nicht an sich zu arbeiten, erscheint mir der absolut falsche Weg.