Zitat:Ich denke, da sind die Egozentrik und das gefühlte Kleinbürgertum, und die Verachtung der "einfachen" Leute immer im Vordergrund. Das ist auch eine Art von Doppelmoral: Sich aufführen als ob man die Weisheit gefressen hat,
Also dann lieber Heino, Katja Ebstein, Roy Black und die Tausend anderer, welche die Menschen wirklich verarscht haben und über Jahrzehnte die Musikszene beherrscht haben?
Also da ist mir Sarkasmus, Ironie und Kabarett lieber als so eine heile Welt.
Und umsonst haben die es damals auch nicht gemacht.
Und was haben die verändert?
Musik kann wohl kaum etwas verändern aber Texte können zum nachdenken anregen.
Zudem kann man wohl nicht jeden erreichen.
Ich bin für meinen Teil bin rückblickend froh darüber, daß ich damals auf den Rheinwiesen gegen Pershing protestiert habe und auch heute noch mein Maul aufreiße.
Ich kann doch nix dafür, daß Joschka Fischer mittlerweile Atomreaktoren für China mit einer Hermesbürgschaft absichert. ;D
Und was ist mit dem Nockherberg?
Wenn dort die Politiker jedes Jahr derbleckt werden. ;D
Ich lache mich jedes Jahr darüber kaputt und finde es einfach gut.
Und denke mal darüber nach wie es wäre, wenn du in dem Geschäft wärst, würdest du es nicht machen?
Oder würdest du alles spenden?
He Klaus, soll ich schon mal einen Heiligenschein für dich basteln? ;D
[glow=red,2,300]warum kann man nicht versuchen, beides zu leben?
[/glow]
Warum fängst du nicht im Kleinen damit an?
Wie wäre es, wenn du mal bei dir anfangen würdest? ;D
Oder ich bei mir? ;D
Nee, die Menschen sind so und für ein wenig Nähe, Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit, sind viele zu fast allem bereit.
Tja, dann müssen sie auch lernen mit Enttäuschungen zu leben.
Hast du dich schon mal gefragt, was ist mit dieser Hoffnung, Liebe, Demut, Toleranz und den vielen anderen Scheinheiligen auf sich hat?
Wenn du mal auf dem Rücken liegst und vorher nicht dein Leben gelebt hast, dann ist der Rest auch nicht mehr wichtig. ;)
I lieg am Ruckn
[glow=red,2,300]Ich Lieg Am Ruckn
I lieg am Ruckn und stier mit zugmachte Augen in die Finsternis.
Es is so eng und so wässrig um mi herum, i denk an dich.
I kann's noch gar net kapieren: Du liegst heut nacht net neben mir -
und i frier -
Wie lacht der Wind, wie weint der Regen, i möchtet's so gerne hören!
Du kannst dir's net vorstellen des beinharte Schweigen, da vier Meter unter der Erden.
Die Schuh auf Hochglanz poliert, ein'n Scheitel haben's mir frisert.
I frag mich wofür?
Aber vielleicht stehst grad da oben mit ein paar Tränen,
und vielleicht sickert eine, a kleine zu mir durch?
A ganz heisse, bitte, bitte, lass eine fallen,
weil mir is so kalt, mir is so kalt.
Und wann s' dir erzählen, dass ein Toter um Mitternacht aus'm Grab
ausse kommt -
ja des wär schön, is aber ein Schmäh - es gibt ka Geisterstund!
I schwör dir's, i hab's probiert: Kein Millimeter hab i mi grührt -
I will zu dir ...
Was is'n des, des komische Krabbeln bei die Zehen da vorn?
Jessas Maria, der erste Wurm!
Du liegst da und kannst di net rühren, die Würmer krallen dir ins
Hirn,
und sie dinieren.
Aber vielleicht stehst grad da oben mit ein paar Tränen,
und vielleicht sickert eine, a kleine zu mir durch?
A ganz salzige, bitte, lass eine fallen auf mein Grab!
Vielleicht könn' ma d' Würmer damit verjagen.
I lieg am Ruckn und stier mit zugmachte Augen in die Finsternis.
Es is so eng und so wässrig um mi herum, i denk an dich.
A Hoffnung is noch in mir: Vielleicht tun s' mi exhumieren?
Dann geh i in d' Bliah und komm zu dir und hol dich zu mir,
damit i net gfrier.[/glow]
Ludwig Hirsch