Zitat von ThePort:Nein, alles gut! Wollte ich nicht unterstellen. Manchmal liest man nur, dass das, was man denkt behebt zu haben, nicht lange anhält und man wurde in alte Gewohnheit rutscht. Kann ich verstehen! Man muss sehr darauf achten.
Schreibe später... bin wieder unterwegs... Man hat ja auch ein Leben!
@MissLilly Also, bei mir ist es generell schwierig. Ich erkläre es mal SEHR grob: Ich "leide" am Asperger-Syndrom. Eine Sache vom Asperger-Sydrom ist, dass ich sehr für mich bin, alleine viel besser klarkomme, beziehungsweise es alleine mehr mag und eigentlich nichts mit anderen, im echten Leben, zutun haben will. Ich bin A-Sexuell* und halte eher nichts von Liebe. Ich hatte auch zu keinen weiblichen Menschen einen Draht, außer zu meiner Ex, die später einfach in mein Leben getaucht ist. Ich habe mich, komischerweise, bei ihr geöffnet und wir haben uns gegenseitig sehr viel vertraut. Sie hatte generell sehr wenig Freunde, war sehr unsicher und ein Scheidungskind. Sie hatte sich geritzt, Bücher geschrieben, wo stand, dass sie ja so "schei*e" sein soll und und und. Ich war aber nicht verliebt. Sie wusste natürlich von meiner Krankheit. Naja, wir haben uns immer mehr vertraut und man kann sagen, dass sie einen "Schlüssel" für mich hatte, der mich emotional "freischaltete". Ich habe mehr erzählt, als bei meinen Eltern. Ich war wohl auch der Erste, der sie je weinen gesehen hat?
Eines Tages sagte sie mir, dass sie sich in mich verliebt hat. Jetzt kommt das Paradoxe: Ich bin nach Hause gefahren, habe mir ein Kaffee gemacht, mich an den Tisch gesetzt und gedacht: "Mache dieses Mädchen glücklich... hole es aus diesem schwarzen Loch raus!". Ja, jetzt klingt es so, als wäre ich nur, wegen einem Grund, in die Beziehung gegangen.
Es war eine sehr schöne Zeit! In ihrer Gegenwart habe ich mich auch mal bei anderen geöffnet, wurde lockerer und sie wurde glücklich, hat diesen Quatsch (Ritzen, usw.) gelassen und ist von so einem Gothic-Style zu einem "weißen" Style gegangen. Ich weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll. Tja, jetzt kam das, was ich immer getan habe. Ich war eher für mich und habe mein Zeug gemacht. War am zum Beispiel am PC, obwohl sie bei mir war und habe Sachen ohne sie gemacht. Ich habe immer mal gefragt, ob alles gut sei... sie immer: "Ja, alles gut! Was soll sein?".
Nachdem sie eine neue Stelle und dazu einen neuen Freundeskreis bekommen hat, hat sie mich nach 3 Wochen verlassen. Beziehung reflektiert und Fehler entdeckt: Durch das Forum, Freunde und Familie, die natürlich "geschockt" waren, warum ich mich so verhalten habe. ICH fande es normal. Ich wurde nie, nach der Diagnose, therapiert, also wusste ich nicht, wie das Leben der "normalen" Menschen funktioniert. Ich bin also freiwillig zu einer Therapie gegangen, die speziell auf Asperger ausgelegt ist. Jetzt (erst) "weiß" ich, dass man eine Beziehung pflegen muss.
*Ich hatte nie das Bedürfnis auf S., aber wenn mich meine Ex getriggert hat, dann habe ich mitgemacht. Es war nicht aus Zwang heraus! Ich war sogar der, der immer etwas Neues ausprobiert hat. Also man kann sich das so vorstellen, als wenn man erst einen Schalter umlegen muss, damit ich ein "Bedürfnis" spüre. Kurz: Es kam immer von ihr aus.
Ob ich generell nochmal eine Beziehung eingehe ist fraglich. Ich habe halt kein Bedürnis dazu. So, das war jetzt wirklich alles SEHR grob erklärt. Es klingt auch so, als wäre es super schnell gegangen, was natürlich Quatsch ist. Es braucht Zeit. Wenn Du die ganze Beziehunggeschichte willst, dann melde Dich über eine private Nachricht! Es ist sehr schnell erklärt worden.

EDIT: Und heute? Heute "genieße" ich mein Single-Leben.