Zitat von EineMitleserin:Wenn es in dir Nein schreit, dann tue es nicht! Ich denke, dass du einen guten inneren Kompass hast und ich finde deine Bedenken realistisch. Ich ...
Die meisten meiner Bedenken habe ich geäußert. Er weiß, dass dieser Mann sich von mir dauernd angegriffen fühlt und egal was ich wie sage oder tue, er es so umdreht, dass am Ende dabei heraus kommt, dass ich schuld daran bin, dass er keinen Kontakt zum Sohn pfelgt
Ich habe den ganzen Tag immer wieder gegrübelt. Ich weiß nicht, was richtig ist.
Ich weiß nur, dass ich Sorge darum habe, dass er es unserem Sohn noch 'schlechter' macht...
Oder er es mir heimzahlen will. Da er mich gut kennt, weiß er, dass ich sehr leide, wenn ich nicht weiß wie es Diego geht. Also würde es bereits reichen, wenn er ihn zur Abwechslung über ein Wochenende nimmt und sich null meldet. Ist ja legitim, aber wäre schlimm für mich!
Ist schon unglaublich wieviel Angst er in mir auslöst und ich frage mich, ob es richtig ist, dass ich mich von dieser Angst lenken lasse?
Ich habe dem Berater sehr klar gesagt, dass ich mich an ihn wende und nicht an das Jugendamt, da ich weiß, dass mein Ex das Jugendamt als Kriegserklärung ansehen wird und ich dem dann kommenden Feuer emotional nicht gewachsen bin...
Niemand in einer solchen Außenstelle kann das wirklich einsehen. Denke das viele Frauen so denken oder reden, er das für überemotional wertet?
Dann denke ich wieder, dass Diego seinen Vater oft vermisst und ich immer wieder vor der Aufgabe stehe diesen Kontakt herzustellen... Mit entsprechenden Gefühlen dazu, da er ja weiter jede Möglichkeit nutzt mir alles zuzuschreiben.
Wie soll ich Diego da gut unterstützen? Diese Frage treibt mich um.
Für mich ist es so wie es gerade ist, gut. Auch Diego genießt die Zeit. Seit über einer Woche, also seit dem letzten Treffen mit seiner Schwester, sprach er nur gelegentlich über unser altes Leben, aber nicht das er gerade was vermisst oder braucht...
Ich habe aber auch Urlaub und entsprechend viel Zeit mit ihm. Waren im Prähistorikum und erkundeten das Saarland... Morgen lass ich ihn über Nacht bei meiner Mutter und fahre mit meinem Vater ins Krankenhaus nach Hamburg. Er braucht eine Fachklinik. Er redet darüber, wie sehr er mich vermissen wird... Und ja, ich vermisse ihn auch. Aber ihm wird es bei meiner Mutter und im Kindergarten besser gehen, als wenn ich ihn 500km durch Deutschland zerre.
Kann ich also gut vertreten, kann ich genauso gut die Übergabe an meinen Ex vertreten, so wie es die letzten Monate lief?
Also mein Nein schreit aus mehreren Richtungen gleichzeitig.
Aber was ist, wenn es durch die neutrale Stelle doch eine Wandlung gäbe? Oder kann ich dann vielleicht besser innerlich Frieden schließen, indem ich sage "ok, auch dieser Weg führte nicht dazu, dass er unserem Sohn begegnen will /kann..."
Muss ich es nicht wenigstens versuchen, egal wie groß meine Angst vor dem Feuer ist?
Und wieder die Angst.... Wie wirkt sich das alles auf Diego aus?