EineMitleserin
Mentorin
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Es ist ein schwieriger Weg gewesen, denn es tat mir weh mein Kind immer wieder mit den gleichen Fragen im Kopf zu erleben. Aber ich muss auch sagen, dass es besser war, als die permanenten Enttäuschungen, die davor an der Tagesordnung waren.
Ich habe viel kindlichen Frust abbekommen. Verbal, emotional und manchmal auch körperlich, wenn die Verzweiflung zu groß wurde. Aber ich hatte immer Geduld, Verständnis aber auch meine Grenzen. Wie oft bin ich raus auf den Balkon, zählte bis zehn und stürzte mich wieder in den Sturm. Aber es war für uns beide besser so. Denn ich war nicht mehr verantwortlich für den Frust, den mein Ex erzeugt hatte, es war ein großer Stressfaktor aber auch Zerreißprobe gewesen. Denn ich war für unser Kind irgendwie ja immer mit Schuld warum er sich nicht bei den Verabredungen hatte blicken lassen.
Mein Teenie hat heute keine Erinnerungen mehr an die Zeit. Sie beginnen eigtl erst ab der Zeit mit meinen Mann. Und wenn doch mal was von der Vor-Stiefvaterzeit hoch kommt, dann sind es Mama-Kind-Momente.
Wir sind wirklich viel enger zusammengewachsen damals. Und es war eine echt schöne Zeit, in der es nur uns als Duo gegeben hat. Ich glaube, ich habe mich nie freier gefühlt und auch mein Kind wurde glücklicher nachdem der Sturm vorbei war. Es war auch so viel einfacher zu erziehen, den Alltag, die Urlaube zusammen zu gestalten, weil man nicht immer dieses Phantom im Nacken hatte. Ich war damals nicht verheiratet gewesen, hatte daher von Beginn an das alleinige Sorgerecht. Mein Ex spielte also tatsächlich in keinem Teil unseres Lebens eine Rolle mehr.
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Ikea wurde auch mein Lieblingsplatz