Zitat von E-Claire: Meine Perspektive ist keine Kritik, sondern die einer Außenstehenden, wenn Du in meinen Worten Dinge findest, die Dir nützlich erscheinen, dann super, wenn Du das Gefühl hast, ich würde Dich unzulässig kritisieren, dann überlies bitte, was ich schreibe.
Liebe @E-Claire vielen Dank für Deine feinfühligen Worte. Du hast sehr Recht damit und ich komme immer wieder auch innerlich in den Drang mich erklären zu wollen ... Beruhigung zu finden durch Andere, wenn ich selbst mal wieder unsicher bin...
Ich konnte aus Zeitmangel nicht direkt antworten, jetzt bin ich wieder sortierter und kann sogar noch deutlicher zustimmen. Hätte ich direkt geantwortet, hätte ich mich wieder mehr erklärt ... ich werde sicher auch heute noch recht umstrukturiert alle Gedanken tippen, es hilft mir, mich später mit Abstand besser zu verstehen.
Zitat von E-Claire: So ganz aus der Schusslinie gehst Du nicht.
Ich fühle mich auch noch nicht 'sicher'.
Zitat von E-Claire: Neben der Wut auf ihn als unzulänglicher Vater, welche berechtigt ist, aber vermutlich nicht so wahnsinnig sinnvoll, um vielleicht doch auf die Elternebene irgendwann zu kommen
Um mit ihm auf der Ebene reden zu können, bräuchte ich ein Minimum an signalisierten Interesse am Wohlergehen von Diego.
Zitat von E-Claire: klingt zwischen Deinen Zeilen immer noch so eine Form von Rechtfertigung bzw Selbstbehauptung durch.
Zitat von E-Claire: Diego den Vater bzw die Familie genommen? Dem Vater sein Kind genommen? Du hast alles kaputt gemacht? etc.
Ich bin leider noch nicht weit genug geheilt.das weiß ich, dass spüre ich. Ich wusste auch schon vorher,dass mich der Arztbesuch viel Kraft kosten wird...die Nähe zum alten Leben und das Treffen mit den Kita Freunden. Und obwohl ich versucht hatte, mich dafür zu stärken, hatte ich die plötzliche Frage von Diego, an dem Haus vorbei zu fahren, nicht erwartet.... und zack war ich gefangen in Unklarheiten.... nehme ich ihm eine Möglichkeit zu erkennen, was wirklich passiert? Ist es vielleicht wirklich eine Antwort, die er braucht? Eine Enttäuschung, die nicht nur durch mein Nein und meine Grenze existiert, sondern weil sein Vater sich bewusst dagegen entscheidet.
Ich konnte tatsächlich keinen klaren Gedanken fassen.
Zitat von E-Claire: Du lässt Dich da in Kämpfe reinziehen und zwar mE nicht nur aus Wut, sondern weil Du Dich verteidigst.
Ja... ich muss es ja auch immer wieder vertreten können vor mir selbst und vor Diego und manchmal bin ich mir nicht sicher
Zitat von E-Claire: Manchmal brauchen wir Erlaubnis von außen: Hiermit erteile ich Dir die Erlaubnis dafür, daß Du alles richtig gemacht hast. Die Situation war eine no-win-Situation und Du hast Dich und Diego da rausziehen müssen. Das war ein guter Weg. Es ist an der Zeit, aufzuhören darauf zu hoffen, daß jemand vorbei kommt und Dir dazu Rückversicherung gibt.
Danke

... es wird wohl noch brauchen, bis ich das emotional wirklich annehmen kann
Zitat von E-Claire: Das ist aber schon exakt das, was er auch gemacht hat zu Diego's Geburtstag. Ohne Ankündigung, ohne Verständnis. Ich denke nicht, daß Du das mit Absicht machst, ich denke aber schon, daß da unbewusste Muster ablaufen, die Euch beide so handeln lassen.
Nun... ja, das dachte ich, als ich ins Wanken kam bzgl Diegos Frage einfach am Haus vorbei zu fahren auch. Nur hatte ich im Traum nicht daran gedacht, mir diese Frage zu stellen und entsprechend vorzubereiten. In meinem Wanken entschloss ich mich aber dazu,nicht wieder Nein zu sagen ,sondern ihm eine gewisse Vorbereitung zu geben. Um ehrlich zu sein stieg in mir auch die Angst, ihm einfach zufällig zu begegnen. Es ist ein eher übersichtlicher Ort ... Ich hatte die Hoffnung, dass wir alle 3 damit dann zumindest ein wenig vorbereitet sind
Zitat von E-Claire: Letzter Gedanke, ich finde es wunderbar, wie viel Raum Du versuchst Diego und Diegos Gefühlen einzuräumen, aber die Grenzen zu Parentifizierung sind fließend. Kinder brauchen Raum für ihre Gefühle, sie brauchen aber auch Grenzen. Und damit meine ich keine Erklärungen sondern Grenzen, denn Grenzen im Gegensatz zu Erklärungen geben Halt.
Danke Dir. Ja, wirklich gehalten habe ich ihn am Freitag nicht. Ich selbst war am Wanken und hatte keinen Halt. Auch wenn ich ansonsten schon deutlich klarer Handel.
Einziger Wermutstropfen ist,dass Diego Raum hatte zu zeigen,dass er ganz andere Gefühle und Wünsche haben darf,ich auch dabei einen Umgang suche und erst nach einer Weile eine Antwort finde...
Zitat von E-Claire: Wie kann das eigentlich sein, daß dieser Mann eine so starke Frau wie Dich, so klein machen konnte?
Da mischen sich sehr sehr alte und tiefe Wunden rein.Ich brauche körperlichen Abstand,damit ich es gut trennen kann. Den hatte ich Freitag nicht, durch die örtliche Nähe. Danke, dass du mir die Zusammenhänge wieder klarer vor Augen geführt hast, das hilft!
Zitat von E-Claire: Du schaukelst ganz alleine die Mutterschaft eines zunächst sehr kranken Kinds. Du gehst arbeiten, Du versorgst Euch, Du hältst Beziehungen aufrecht. Du gibst Dein BESTES.
Diego ist zum Glück überhaupt nicht das, was man schwer krank nennen kann. Er ist wirklich fit und zuletzt gab es 2020 eine gesundheitlich kritische Situation. Wie sagte die Ärztin am Freitag so schön, auf seine Sorge, dass er nicht normal sei, wegen dem Schlauch im Kopf: "der Schlauch hilft dir ein ganz normales Leben zu führen " und ja, so ist es... er hat ein ganz normales Leben mit einer ganz normalen Entwicklung, wird als intelligenter und feinfühliger sowie glücklicher Junge wahrgenommen...
Und ich bin unfassbar froh, ihn so erleben zukönnen. Das alles natürlich nur, so lange alles gut funktioniert und das tut es nun seit 2021 sehr zuverlässig
Und er macht es mir unendlich leicht voller Freude sagen zu können, dass ich seine Mama bin. Das sehe ich gar nicht als große Leistung
Zitat von Heffalump: Frag doch genau, was er davon möchte - und ob ihr das nicht neu oder gebraucht anderswo beschaffen könnt. Dem Erzeuger würde ich keinen Zucker mehr in den Hintern pusten
Leider ist weder mir noch ihm klar,was es alles ist
Dinge, die wir erinnern, haben wir teilweise bereits nachgekauft .
Es ist sicher mehr eine Art 'abschließen' können, dahinter.
Ich erinnere mich an Sätze von Diego wie:
- Es sind meine Sachen ,warum behält er sie? Er soll sie mir geben
- Ich stelle mir manchmal vor, ich kann den Roboter beim Papa steuern und ihn nerven
...
Ich sagte Diego, dass wir einfach kaufen können, was er erinnert. Aber es beruhigt ihn nicht in seinem Wunsch, das alte Spielzeug zurück zu wollen.