@VictoriaSiempre Danke für deinen Input.
Bezüglich Erziehung sagte ich ja, es sind Kleinigkeiten und unterschiedliche Haltungen mit den gleichen Zielen, nicht unmöglich auf einen Nenner zu kommen.
Ich persönlich finde es nicht schlimm meinen Sohn neben mir atmen zu hören. Und ja, das ist genau der richtige Satz. Real habe ich keine Angst mehr um sein Leben, aber die vielen Wochen im Krankenhaus, wo ich nicht nachts bleiben durfte... ich glaube, ohne Impuls von Außen hätte Diego das Bett nur als Deko, denn meine Versuche waren nie ernsthaft.
Aktuell braucht Diego viel Nähe, die Unruhen in meiner Familie wegen Hausverkauf und das Vermissen von Geschwister und Papierpapa, da darf er ruhig mal wieder häufiger zu uns. Das sieht mein Partner ein. Aber genau, vor dem eigenen Kind stellt man sich Vieles schön einfach vor
Bezogen auf den Papierpapa: das wird leider immer eine Wunde in Diego bleiben und somit Thema. Kein Kind kann verstehen, wenn ein Vater oder eine Mutter sich abwendet. Ich sehe aber, dass die Schwere des Verlustes nachlässt.
Früher habe ich mir immer die Schuld gegeben, mich gefragt was ich noch alles hätte tun sollen, wie ich dies oder jenes hätte sagen müssen, damit er Lust hat seinen Sohn zu sehen. Es war dieses Forum hier und die Psychotherapeutin von Diego, die mir halfen zu erkennen, dass mein Weg zur Suche nach Klarheit und Trennung der Verantwortung der Richtige Weg ist. Ich hätte nie Gedacht, dass Diego dadurch seinen Vater nicht mehr sehen wird. Es hat Ruhe rein gebracht, ja, aber auch viel Schmerz und ein langer Weg für Diego. Aber besser als die Doppelbotschaften, denen Diego durch ihn vorher ausgesetzt war. Ich hatte nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera und Diego zu klein um selbst wählen zu können. Daher möchte ich das Thema Adoption von Diego selbst entscheiden lassen, daher erst in weiter Zukunft.
Das Sorgerecht ist davon unberührt. Natürlich ärgerlich, bisher hat er immer unterschrieben, sogar schnell und unbürokratisch, nichteinmal eine Frage zum Befinden seines Sohnes. Auch das ein Prozess in mir, den ich durch dieses Forum sehen konnte. Es geht mir gar nicht darum, dass ich ihm Dinge vorenthalten möchte. Er darf wissen, wo wir wohnen, das ist sein Recht. Früher habe ich ihm immer lange Texte zur Entwicklung von Diego geschrieben. Ich bin froh, dass ich irgendwann verstand: solch Infos muss ich ihm nur geben bei berechtigtem Interesse. Er hat aber kein Interesse.
Falls ich sterbe ist das alles natürlich eine denkbar schlechte Ausgangssituation, daher war ich beim Notar und weiß leider, dass er zu egal was zustimmen muss. Ich hoffe, dass es nicht zu plötzlich eintrifft und das Jugendamt seinen Job gut macht.
Ob die Notarin gut ist, keine Ahnung, aber sie wirkte kompetent und wissend.
Liebe Grüße
Libra