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Zwischen Wunsch und Wut

Libra82
Zitat von Balu85:
Mag sein das ich mich irre....aber es wird niemals nur sein Weg sein. Allein schon weil Eltern nicht zu 100% neutral sein können. Uns verbindet eine ...

Das stimmt, neutral bin ich kaum. Mein Freund auch nicht. Aber daher mag ich ihm den Gedanken nicht anbietrn, bevor er nicht selbst, solche Ideen äußert.

Und die Motivation vom Ex oder jegliche Beziehungsqualität durch ihn, kann ich sowieso nicht beeinflussen. Ich kann immer nur hoffen, dass wenn es wieder zum Kontakt kommt, Diego gut behandelt wird oder seine Grenzen setzt.

Da ich über 1 Jahr den Kontakt herbeigeführt habe und seitdem ich um Klarheit bitte, nix mehr kommt, bin ich eher der Überzeugung, dass da auch nix mehr kommen wird. Aber die Unwissenheit, da hast du absulut recht, die lässt mich lieber warten. Diego wäre seinen Dingen ausgesetzt, falls er ihn nur zur Manipulation benötigt und ich müsste zusehen.

#1951


Balu85
Zitat von Libra82:
Das stimmt, neutral bin ich kaum. Mein Freund auch nicht. Aber daher mag ich ihm den Gedanken nicht anbietrn, bevor er nicht selbst, solche Ideen äußert.

Den Gedanken verstehe ich, weil es sich auch einfach wie Manipulation anfühlt. Auf der anderen Seite....der Gedanke "Der Herzpapa kann auch mein richtiger Papa werden, mit allen Rechten und Pflichten" wird einem Kind nicht kommen. Ich denke das es dafür zu emotionsbeladen ist. Oder anders, dein Partner fühlt sich für Diego ja an wie ein richtiger Papa. Das es da rechtliche Unterschiede gibt, dieser Gedanke kommt ihm doch gar nicht.
Der Unterschied ist das du von dir weißt das du da auch im Falle einer Trennung keinen Keil zwischen die beiden treiben wirst. Und du den Herzpapa halt auch so einschätzt/von ihm weißt das er auch dann noch für Diego da wäre.
Für Jugendliche, keine Ahnung....auch da könnte ich mir vorstellen das sie die rechtliche Tragweite nicht abschätzen können.

x 3 #1952


A


Zwischen Wunsch und Wut

x 3


Libra82
Zitat von Balu85:
Für Jugendliche, keine Ahnung....auch da könnte ich mir vorstellen das sie die rechtliche Tragweite nicht abschätzen können.

Doch, wenn Jugendliche selbst betroffen sind, dann informieren sie sich. Und wir haben immer mal den Grund uns beim Erzeuger zu melden, da er seinen Otto drunter setzen muss. Da wird es also öfter auch in Zukunft das Thema geben, warum er und nicht der Herzpapa Entscheidungen beeinflussen kann.
Diego kommt durch Klassenfahrt, Reisevorhaben, einem Mini Job egal bei was, immer wieder mit dem Thema in Berührung.

#1953


Balu85
Zitat von Libra82:
Doch, wenn Jugendliche selbst betroffen sind, dann informieren sie sich. Und wir haben immer mal den Grund uns beim Erzeuger zu melden, da er seinen Otto drunter setzen muss. Da wird es also öfter auch in Zukunft das Thema geben, warum er und nicht der Herzpapa Entscheidungen beeinflussen kann.

Hm...ja,nein, ja ...nein. Also ja, es würde für ihn dann offensichtlicher. Aber solange der Papierpapa immer alles unterschreibt...weiß nicht. Also ich könnte mir durchaus vorstellen, das es erst dann richtig ergründet wird wenn für ihn dadurch spürbare Nachteile entstehen.
Also....konnte nicht mit zu Klassenfahrt weil der Papierpapa nicht rechtzeitig unterschrieben hat. So als blödes Beispiel.
Aber ich denke das ist auch sehr individuell.

x 2 #1954


T
Zitat von Balu85:
Auf der anderen Seite....der Gedanke "Der Herzpapa kann auch mein richtiger Papa werden, mit allen Rechten und Pflichten" wird einem Kind nicht kommen. Ich denke das es dafür zu emotionsbeladen ist. Oder anders, dein Partner fühlt sich für Diego ja an wie ein richtiger Papa. Das es da rechtliche Unterschiede gibt, dieser Gedanke kommt ihm doch gar nicht.

Hast du eine Ahnung worüber Jugendliche so nachdenken 😉
Doch, natürlich gibt es Fälle, in denen Kindern solche Gedanken kommen. Man lebt doch nicht im luftleeren Raum, es gibt Filme, Bücher, Geschichten.
Ich habe mir als Kind des öfteren gewünscht, von irgendjemand nettem adoptiert zu werden, da ich überhaupt keinen Draht zu meiner narzisstischen Mutter hatte und Silent Treatment mein tägliches Brot war.
Glaube mir: wenn ein leiblicher Elternteil dauerhaft abwesend oder emotional nicht verfügbar ist - klar kommen Kinder und Jugendliche dann auf solche Gedanken...
Wer so etwas selbst nicht erlebt hat, kann sich das oftmals aber nur schwer oder kaum vorstellen.

x 5 #1955


Balu85
Zitat von MissNextDoor:
Hast du eine Ahnung worüber Jugendliche so nachdenken

in dem von dir zitierten Teil ging es nicht um den "jugendlichen Diego" sondern um die Gegenwart. Ist auch noch einmal ein Unterschied.

Zitat von MissNextDoor:
Ich habe mir als Kind des öfteren gewünscht, von irgendjemand nettem adoptiert zu werden, da ich überhaupt keinen Draht zu meiner narzisstischen Mutter hatte und Silent Treatment mein tägliches Brot war.

Das ist es ja was ich meinte...du hattest durch die Situation einen entscheidenden Nachteil.

x 1 #1956


T
Zitat von Balu85:
Das ist es ja was ich meinte...du hattest durch die Situation einen entscheidenden Nachteil.

Den hat Diego auch, weil er seinen Vater schrecklich und schmerzlich vermisst. Seit Jahren. (Hattest du die Geschichte verfolgt..?)
Und ich habe mir diese Gedanken tatsächlich als Kind unter 10 Jahren gemacht...

x 2 #1957


Balu85
Zitat von MissNextDoor:
Den hat Diego auch, weil er seinen Vater schrecklich und schmerzlich vermisst. Seit Jahren. (Hattest du die Geschichte verfolgt..?)

Glaub mir bitte, ich kenne die Geschichte.
Das Vermissen ist aber unabhängig vom rechtlichen Zustand. Also selbst wenn den Erzeuger morgen der Blitz beim Sch***en trifft und er auf Libra zukommt und sagt "hier öhm...willst du das alleinige Sorgerecht?" würde das für den Diego nichts ändern. Abgesehen davon das er dies vermutlich auch wieder als Ablehnung empfinden würde....zusätzlich zu den bereits spürbaren. Alles hat sein Für und Wider.

x 5 #1958


Libra82
Zitat von Balu85:
. Alles hat sein Für und Wider.


@Balu85 und @MissNextDoor
Vielen Dank für euer Abwägen. Im Grunde, kann keiner in die Zukunft sehen und der Umstand ist und bleibt schmerzhaft für Diego und für mich ein Eiertanz.

Für Diego wünsche ich mir Klarheit und das er irgendwann aus Überzeugung sagen kann, was er für sich möchte. Ob er jemals adoptiert werden mag, weiß ich nicht.

Ob er für immer auf den Papierpapa wartet und hofft, sich irgendwann die Abfuhr oder Ignoranz persönlich abholt, oder sich tatsächlich ein Kontakt aufbaut, der ihm gut tut.... alles unklar.

Ich weiß nur, dass ich, so lang Diego noch nicht eigenmächtig meine Unterstützung einfordern kann, ich ihn nicht mit gutem Gefühl beim Papierpapa abgeben könnte. Da dieser ganz offensichtlich auch kein Interesse daran hat, möchte ich ein solches Szenario gern verhindern. Wer würde sein Kind jemanden überlassen, der kein einziges Mal sich nach ihm erkundigt?
Diego wünscht sich den Kontakt weiterhin, hofft dadurch auch seine Geschwister zu sehen. Denke das bleibt auch weiter bestehen, wenn er Jugendlich ist.

Falls der Papierpapa mir Unterschriften verwehrt oder mich lange warten lässt, werde ich zum Jugendamt gehen müssen und dann wird sich wieder eine neue Ausgangslage entwickeln. Aber das wäre unabhängig von einer Adoption.

Und falls Diego in Zukunft davon sprechen sollte, dass er meinen Partner als eigentlichen Vater sieht und nicht den Papierpapa, dann werde ich ihm die Information geben, wie er diesem Gefühl auch rechtlich Gewicht verleihen kann aber dafür braucht es das Einverständnis vom Papierpapa.

Liebe Grüße
Eure Libra

x 3 #1959


VictoriaSiempre
Der Wunsch nach einer Adoption müsste doch in erster Linie zunächst von Deinem Partner kommen, denn er ist derjenige, der dann Vater von Diego wird, mit allen Rechten und Pflichten. Möchte Dein Freund das denn, habt Ihr darüber bereits mit allem Für und Wider gesprochen (entschuldige bitte, wenn ich etwas überlesen habe, ist mir ggfs. durchgerutscht), hat er eine klare Position dazu?

Was mich an Deiner Stelle umtreiben würde - das ist bei Dir ja auch so -, ist vor allem die Frage, was mit meinem Kind passiert, wenn mir etwas zustößt. Das wünscht sich niemand, kann aber fix mal geschehen. Dass Du nicht möchtest, dass der „Papiervater“ dann für das Kind zuständig ist, kann ich gut nachvollziehen, so wie er sich bisher verhalten hat. Nichtsdestotrotz wird er Rechte haben und die vielleicht dann auch wahrnehmen wollen.

Das zu regeln würde mich viel mehr beschäftigen als Überlegungen dazu, ob Diego in noch ferner(er, die Zeit rast irgendwie so) Zukunft vielleicht adoptiert werden möchte oder auch nicht. Wenn es denn weiterhilft und es die Position meines Kindes stärkt, würde ich wohl auch den Herzenspapa heiraten. Es haben schon Menschen aus viel profaneren Gründen geheiratet, ein guter Ehevertrag kann vorab vieles regeln.

Hattest Du bereits eine rechtliche Beratung dazu? Welche Chancen hätte der Mann, der für Diego jetzt seit einiger Zeit der (gefühlte) Vater ist?

Ich kann total verstehen, dass Du Null Bock auf Kommunikation mit Deinem Ex hast. Aber auf Dauer wirst Du wohl nicht drumherum kommen, mit ihm zu kommunizieren. So blöd das in Deiner Situation ist, aber er hat ein Recht darauf, zu erfahren, wo sein Kind lebt. Du wirst ihm - nachdem Dein Elternhaus als Scheinadresse wegfällt - mitteilen müssen, wo er jetzt wohnt. „Zum Glück“ ist Dein Ex ja sehr lethargisch und desinteressiert, aber Du weißt nie, was ihm vielleicht irgendwann in den Kopf kommt.

Deshalb würde ich z. B. ganz eng mit dem Jugendamt zusammenarbeiten und mich überall beraten lassen, wo es Hilfe geben könnte. Der Vorschlag eines „Abkauf“ seines Sorgerechts gegen Einstellung des Kindesunterhalts könnte Dir auch flott auf die Füße fallen. Das würde ich auf gar keinen Fall ohne rechtliche Beratung machen.

Diego tut mir leid, denn offensichtlich kämpft er ja doch noch sehr mit seinen Erinnerungen an seinen Papa/Erzeuger und den Geschwistern. Ohne Schuldzuweisung: Das haben die ihn umgebenen Erwachsenen verkackt! Selber hatte er keine Wahl.

Was sind es denn für Meinungsverschiedenheiten in Erziehungsfragen zwischen Deinem Partner und Dir und wie regelt Ihr die?

x 4 #1960


Libra82
Zitat von VictoriaSiempre:
Hattest Du bereits eine rechtliche Beratung dazu? Welche Chancen hätte der Mann, der für Diego jetzt seit einiger Zeit der (gefühlte) Vater ist?

Ich setze einen letzten Willen auf, der zumindest Orientierung schafft. Mehr Möglichkeit gibt es gerade nicht.

Zitat von VictoriaSiempre:
Deshalb würde ich z. B. ganz eng mit dem Jugendamt zusammenarbeiten und mich überall beraten lassen, wo es Hilfe geben könnte. Der Vorschlag eines „Abkauf“ seines Sorgerechts gegen Einstellung des Kindesunterhalts könnte Dir auch flott auf die Füße fallen. Das würde ich auf gar keinen Fall ohne rechtliche Beratung machen.

Eine rechtliche Beratung hatte ich bereits. Was könnte mir da auf die Füße fallen?

Zitat von VictoriaSiempre:
Diego tut mir leid, denn offensichtlich kämpft er ja doch noch sehr mit seinen Erinnerungen an seinen Papa/Erzeuger und den Geschwistern. Ohne Schuldzuweisung: Das haben die ihn umgebenen Erwachsenen verkackt! Selber hatte er keine Wahl.

Das ist wohl die traurige Wahrheit.

Zitat von VictoriaSiempre:
Was sind es denn für Meinungsverschiedenheiten in Erziehungsfragen zwischen Deinem Partner und Dir und wie regelt Ihr die?

Er hat keine Erfahrung mit Kindern, also geht er davon aus, dass Kinder in seinem Alter z.B. bereits ohne Drama akzeptieren, dass man kein TV mehr schauen kann oder schon allein einschlafen sollte, oder nachts nicht mehr zu uns ins Bett kommen.
Wir lösen es, indem wir darüber sprechen. Meistens wünschen wir uns für Diego das Gleiche. Ich bin etwas verständnisvoller. Was nicht heißt, dass ich ihn TV schauen lasse, sondern das ich seinen Wunsch verstehe und ihn ins Bett begleite. Wenn er mich braucht, dann darf er zu mir kommen.
Ich muss aber auch gestehen, ohne meinen Partner würde Diego noch die komplette Nacht bei uns schlafen. Durch die gemeinsame Suche nach Möglichkeiten, wie alle sich wohl fühlen, hat Diego sein Zimmer und sein Bett lieb gewonnen.
Wenn es meinen Partner nicht gäbe, wäre ich wohl denkbar schlecht um sich abzunabeln. Würde es mich nicht geben, wäre alles sehr konsequent.

Zu der Frage nach Adoption, ja mein Partner würde sich dies wünschen.

x 2 #1961


VictoriaSiempre
Zitat von Libra82:
Ich setze einen letzten Willen auf, der zumindest Orientierung schafft. Mehr Möglichkeit gibt es gerade nicht.

Hab ich befürchtet und ja - ist Mist!

Zitat von Libra82:
Eine rechtliche Beratung hatte ich bereits.

Das ist gut. Bei solchen Dingen braucht es einen guten Fach(!)Anwalt für Familienrecht, der sich engagiert und einsetzt, aber Dir auch deutlich macht, was geht und was nicht.

Zitat von Libra82:
Was könnte mir da auf die Füße fallen?

Der „Abkauf“ bzw. „Tauschhandel“ an sich, da auf Kindesunterhalt zunächst mal nicht verzichtet werden darf. Das Geld steht ja nicht Dir zu, sondern Diego. Wo kein Kläger, da kein Richter, das ist klar. Aber das funktioniert nur, wenn Eltern sich einig sind. Davon seid Ihr weit entfernt.

Freundlich anklopfen und nachfragen ist nicht verboten. Das würde ich dann schon sehr sachte machen (so, dass er nur Vorteile für sich darin sieht Cool ), sonst legst Du ihm den Ball auf den Elfmeterpunkt.

Zitat von Libra82:
Er hat keine Erfahrung mit Kindern, also geht er davon aus, dass Kinder in seinem Alter z.B. bereits ohne Drama akzeptieren, dass man kein TV mehr schauen kann

Aber er war schon auch selber mal ein Kind? Mr. Green Allerdings hatte ich mir das auch so vorgestellt, bis ich selber Mutter wurde.

Zitat von Libra82:
oder schon allein einschlafen sollte,

Irgendwann schlafen sie alleine ein. Die einen früher, die anderen später. Bis dahin brauchen die Knirpse Rituale - wo Mutter oder Vater schon erkennen sollten, ob es Zeitschinderei oder Suche nach Sicherheit und Muckeligkeit ist. Die Zeit geht so schnell vorbei - der Tag wird kommen, an dem Du das Kinder-/ dann Teeniezimmer am besten gar nicht mehr betreten sollst. Außer für gewünschte Dienstleistungen grinsen

Zitat von Libra82:
oder nachts nicht mehr zu uns ins Bett kommen.

Jede Nacht würde mich das wohl auch nerven. Erst recht als Außenstehende/r. Aber bei Gewitter, Krankheit und schlechten Träumen ist das völlig okay. Daran sollte sich jeder Erwachsene erinnern.

x 2 #1962


Libra82
@VictoriaSiempre Danke für deinen Input.
Bezüglich Erziehung sagte ich ja, es sind Kleinigkeiten und unterschiedliche Haltungen mit den gleichen Zielen, nicht unmöglich auf einen Nenner zu kommen.
Ich persönlich finde es nicht schlimm meinen Sohn neben mir atmen zu hören. Und ja, das ist genau der richtige Satz. Real habe ich keine Angst mehr um sein Leben, aber die vielen Wochen im Krankenhaus, wo ich nicht nachts bleiben durfte... ich glaube, ohne Impuls von Außen hätte Diego das Bett nur als Deko, denn meine Versuche waren nie ernsthaft. Glücklich

Aktuell braucht Diego viel Nähe, die Unruhen in meiner Familie wegen Hausverkauf und das Vermissen von Geschwister und Papierpapa, da darf er ruhig mal wieder häufiger zu uns. Das sieht mein Partner ein. Aber genau, vor dem eigenen Kind stellt man sich Vieles schön einfach vor Mr. Green

Bezogen auf den Papierpapa: das wird leider immer eine Wunde in Diego bleiben und somit Thema. Kein Kind kann verstehen, wenn ein Vater oder eine Mutter sich abwendet. Ich sehe aber, dass die Schwere des Verlustes nachlässt.
Früher habe ich mir immer die Schuld gegeben, mich gefragt was ich noch alles hätte tun sollen, wie ich dies oder jenes hätte sagen müssen, damit er Lust hat seinen Sohn zu sehen. Es war dieses Forum hier und die Psychotherapeutin von Diego, die mir halfen zu erkennen, dass mein Weg zur Suche nach Klarheit und Trennung der Verantwortung der Richtige Weg ist. Ich hätte nie Gedacht, dass Diego dadurch seinen Vater nicht mehr sehen wird. Es hat Ruhe rein gebracht, ja, aber auch viel Schmerz und ein langer Weg für Diego. Aber besser als die Doppelbotschaften, denen Diego durch ihn vorher ausgesetzt war. Ich hatte nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera und Diego zu klein um selbst wählen zu können. Daher möchte ich das Thema Adoption von Diego selbst entscheiden lassen, daher erst in weiter Zukunft.

Das Sorgerecht ist davon unberührt. Natürlich ärgerlich, bisher hat er immer unterschrieben, sogar schnell und unbürokratisch, nichteinmal eine Frage zum Befinden seines Sohnes. Auch das ein Prozess in mir, den ich durch dieses Forum sehen konnte. Es geht mir gar nicht darum, dass ich ihm Dinge vorenthalten möchte. Er darf wissen, wo wir wohnen, das ist sein Recht. Früher habe ich ihm immer lange Texte zur Entwicklung von Diego geschrieben. Ich bin froh, dass ich irgendwann verstand: solch Infos muss ich ihm nur geben bei berechtigtem Interesse. Er hat aber kein Interesse.

Falls ich sterbe ist das alles natürlich eine denkbar schlechte Ausgangssituation, daher war ich beim Notar und weiß leider, dass er zu egal was zustimmen muss. Ich hoffe, dass es nicht zu plötzlich eintrifft und das Jugendamt seinen Job gut macht.
Ob die Notarin gut ist, keine Ahnung, aber sie wirkte kompetent und wissend.

Liebe Grüße

Libra

#1963


Heffalump
Zitat von Libra82:
und unterschiedliche Haltungen mit


Ähm aufmerk

Der Partner darf ( soll) es anders machen. WICHTIG nur: am gleichen Strang ziehen

Diese Individualität hilft Diego bei Lösungsansätzen, wenn er darauf mal zurück greifen muss.

x 1 #1964


Libra82
Zitat von Heffalump:
Ähm aufmerk Der Partner darf ( soll) es anders machen. WICHTIG nur: am gleichen Strang ziehen Diese Individualität hilft Diego bei ...

Genau, deshalb sagte ich ja bereits, dass es ohnr ihn weniger Entwicklung für Diego gäbe, ich dämpfe die Geschwindigkeit kindverträglich ab.

Solch Unterschiedlichkeit ist förderlich. So wie es mit dem Ex war, war es was ganz Anderes.

Schwierig wird es für meinen Partner am Punkt fehlende Paarzeit.

#1965


A


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