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Libra82 Mitglied
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Zitat von H-Moll:
Wenn Du ihm sagst, schreib mich nicht wieder an, dann musst DU Konsequenz zeigen: Selbst nicht mehr schreiben und auf kein Schreiben reagieren. Denn ...
Oh die Konsequenz halte ich ein! Kein Zweifel Er kommt Sonntag, ist mir eh schon zu knapp um wieder Ruhe zu finden Ich überlege ob ich Sonntag mit dem kleinen bei meinen Eltern schlafe. Aber das würde leider andere Wunden aufbrechen.... Aber das Angebot habe ich und vielleicht muss ich es einfach nutzen. Ich brauche Kraft und hier finde ich sie nicht
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x 2#256
H
H-Moll Mitglied
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@Libra82 es ist ohnehin schwer genug, daher mach nix, was dich zusätzlich Energie kostet.
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x 1#257
A
Zwischen Wunsch und Wut
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D
Doppelherzchen Mitglied
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Zitat von Nachtlicht:
Hallo Libra82, ich hab einiges in deinem Thema (mit-)gelesen. Deine Überlastung und die emotionale Not springt einen aus deinen Beiträgen förmlich ...
Perfekt zusammengefasst! 👍
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x 1#258
D
Doppelherzchen Mitglied
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Zitat von Libra82:
ch überlege ob ich Sonntag mit dem kleinen bei meinen Eltern schlafe. Aber das würde leider andere Wunden aufbrechen....
Eine Alternative gibt es nicht? Denn dort scheint ja die nächste große Baustelle zu lauern...
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#259
Libra82 Mitglied
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Zitat von Doppelherzchen:
Eine Alternative gibt es nicht? Denn dort scheint ja die nächste große Baustelle zu lauern...
Leider nein, meine engsten Freundinnen haben kaum Platz für ihre eigenen Dinge. Und ich bekomme so schnell keine Wohnung
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x 1#260
Nachtlicht Mitglied
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Zitat von Libra82:
Und "machen" wäre leichter ohne Kind. Denn dann wäre ich einfach los.
Nicht "machen" steht auf deiner To-Do-Liste, sondern "Nichtmachen".
Steig aus dieser Dauerschleife aus, in der er irgendwas tut oder lässt und du ihm daraufhin die "verletzte" Kehle hinhältst. Du provozierst damit nur, dass er nochmal nachlegt, oder seinerseits rumheulen kann wie gemein du wiederum mal zu ihm warst.
"Nichtmachen": keine Diskussion, keine Emotionen, kein Kommentar zu irgendwas von ihm außer rein sachlicher, organisatorisch notwendiger Dinge!
Das ist dein Anteil und deine aktuelle Lernaufgabe: selbst das erwachsene und situationsangemessene Verhalten zeigen, was du dir von deinem Partner wünschst.
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x 7#261
Libra82 Mitglied
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Zitat von Nachtlicht:
Nicht "machen" steht auf deiner To-Do-Liste, sondern "Nichtmachen". Steig aus dieser Dauerschleife aus, in der er irgendwas tut ...
Ich bin echt nicht mehr in der Lage erwachsen zu reagieren Du hast den richtigen Impuls gesetzt Danke für all Deine Worte und die enorme Mühe, die Du Dir gemacht hast damit
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#262
E
Ella Mitglied
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Liebe Libra,
Auch ich rate dir dringend, wieder den Weg zurück zu dir zu finden. Du hast den Zugang komplett verloren. In diesem Zustand ist ungünstig Entscheidungen zu treffen. Momentan bist du total identifiziert mit dem katastrophalen Zustand deiner Ehe. Und läufst auf dem Zahnfleisch.
STOPP.
Innehalten, versuche, dich erstmal selbst zu fühlen. Deinen Körper (Yoga, ein Bad nehmen, Körperscan, Jogging, was auch immer es hilft). Um dich ist dichter Nebel, da weiter zu laufen ist töricht. Du siehst ja nichts......
Es ist Notstand gerade, erkennst du das? Dann ist ein Notfallplan angesagt. Mehr denn je muss man mit der eigenen Energie haushalten. Was ist wirklich wichtig? Was warten kann, liegen lassen. Was ist heilsam vermehrt im Alltag einbauen, den Rest meiden.
Es wird weitergehen, du hast so viel in deinem Leben gemeistert, das kriegst du auch hin. Wenn du wieder bei dir bist. Daher hat das höchste Priorität neben den Grundbedürfnissen deines Sohnes. Ich habe bewusst Grundbedürfnisse geschrieben, nicht wünsche.... Es ist Notstand, für euch beide, da geht es nicht ums wohlfühlen, sondern um Kraft sammeln. Du schaffst das, daran habe ich keinen Zweifel. Du schaffst das. Und bitte, bitte sei endlich gütig zu dir selbst.
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x 2#263
Hola15 Mitglied
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Hallo Libra,
darf ich fragen wie der Stand ist und wie es dir geht?
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#264
Libra82 Mitglied
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Hallo Hola15,
Danke für dein Interesse. Ich musste mich die letzten Tage erstmal neu "aufstellen" und bin noch dabei.
Leider war ich unfähig nicht auf weitere seiner seltsamen Einblicke aus seinem Urlaub am Ballermann einzugehen. Und es schaukelte sich wie gewohnt auf. Ich stelle ihm die Diskrepanz seiner Aussagen im Gegensatz zu seinem Verhalten dar und sage, was das mit mir macht (ich werde sauer und fühle mich verarscht) und er stellt dar wie unfassbar "gut" seine Absichten dahinter waren und wie unfair nun meine Reaktion darauf. Und dann, dann war mir klar, das! Wird sich nie ändern, wird so bleiben, er wird mir immer meine Gefühle absprechen, diese nicht ernst nehmen, umkehren und mich als böse hinstellen. Ich betonte nochmals den Entschluss, dass es für mich das Ende unserer Beziehung ist und er bestätigte es. Und dann... Dann war er da, der Gedanke der mich traf... Mir war mein Leben nix mehr wert. Noch nie war ich so tief und so erschrocken.
Zumal mein Kleiner im Haus war und mich auch dieser Gedanke nur noch mehr erschrecken ließ, aber kein anderes Ergebnis brachte.
Ich hab mir nichts angetan und bin auch noch weit davon entfernt, aber eine Einweisung hätte seine Berechtigung gehabt und ich bin weiter etwas im Schockzustand.
Er hat meinen emotionalen Zusammenbruch am Telefon mitbekommen. Blieb dran, was zumindest etwas beruhigend wirkte. 2 Tage später war er zurück aus dem Urlaub. Er entschuldigte sich für seine Blindheit, habe das so nie gesehen. Er erkenne sich zwar nicht wieder in meinen Aussagen, will aber lernen da genauer hinzusehen und es ändern... Ich höre seine Worte, glaube aber nicht an Wunder.
In meinem Kopf dreht sich noch alles. Ein Gedanke war "ist er nun mein Retter oder mein Henker?" und beide Rollen will ich weder ihm noch sonst wem geben.
Was hat mich so auf den Boden gebracht? Es war nicht die Tatsache, dass mir das Ende der Beziehung nie so ernst war, es war die Tatsache das ich noch nie so abhängig war und nicht einfach los gehen konnte und mein Leben in die Hand nehmen und neu aufbauen konnte. Plötzlich war der Boden weg und ich zusätzlich verantwortlich für dieses kleine Wesen. Eine Verantwortung, welche ich in dem Moment zumindest, mir null zugetraut habe.
Ich bin noch immer wie gefroren. Aber ich habe schon einiges aktiviert, damit ich wieder über Wasser komme. Am Montag habe ich meine erste Sitzung bei einer ambulanten Therapeutin. Ihn bremse ich aus, wir versuchen es, aber es gibt kein von 0 auf 100 und ich bat ihn darum mir aufzuzeigen was er bereit ist zu unterstützen, wenn ich gehen will.
Mir sind einige Dinge schon jetzt etwas klarer. Ich habe bisher alles was seit der Geburt gewesen ist wie gewohnt mit viel Verantwortung für meine Arbeit kompensieren können. Eine dunkle Ahnung in mir wusste immer, dass das keine gute Rechnung ist. Ich hatte mir daher bewusst nach der letzten großen Etappe der klinischen Tätigkeit, "frei genommen". Mein Ziel war, wieder atmen zu können und besonders gut die nächsten medizinischen Schritte für den Kleinen zu schaffen. Tja, das ganze ist jetzt schon 6 Monate her und ich bin tiefer denn jeh.... Ich muss da wieder raus. Und ich weiß, dass ich es schaffe, aber ich brauche erstmal wieder Kraft.
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x 2#265
Hola15 Mitglied
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Liebe Libra,
ich danke dir für deine Antwort! Schreiben möchte ich dazu gerade nicht viel, weil ich eine ähnliche Situation mit meinem Ex hatte, wie du sie in deinem Beitrag beschreibst und ich meine Erfahrung nicht eurer Situation überstülpen will.
Kann ich tröstliche und stärkende Worte sprechen?! Ich meine schon. Ich glaube das du auf der Talsohle angekommen bist. Auch wenn du da noch etwas wandern solltest geht es danach wieder bergauf. Da bin ich mir sicher! Ich habe auch überhaupt keine Zweifel, dass du und dein Sohn es gut hinbekommen werdet. Und ich glaube irgendwann wirst du zurückblicken und feststellen, dass das Leben nun leichter und schöner ist als mit ihm.
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#266
Libra82 Mitglied
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Ja, möglich. Aber noch bin ich bei ihm. Ich hab den Schritt nicht geschafft.
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#267
Hola15 Mitglied
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Zitat von Libra82:
Ich betonte nochmals den Entschluss, dass es für mich das Ende unserer Beziehung ist und er bestätigte es
Mir fehlte die Kraft Ich hab zugelassen, dass er da war als ich buchstäblich am Boden lag und an meinem Leben zweifelte und dann konnte ich nicht gehen. Bin noch immer wie eingefroren, aber es wird langsam wieder. Und was ihn angeht, ich werde sehr genau hinsehen und fühlen, was das alles mit mir macht.
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#269
Hola15 Mitglied
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Zitat von Libra82:
Mir fehlte die Kraft Ich hab zugelassen, dass er da war als ich buchstäblich am Boden lag und an meinem Leben zweifelte und dann konnte ich nicht ...
Ja diese Situation meinte ich. Mir ging es ähnlich - paradoxerweise war er in gewisser Weise mein Halt. Ich hatte einen ähnlichen Zusammenbruch vor Ostern. Er dabei. Er wusste, dass es seine Verantwortung war. Trotzdem hielt es ihn nicht ab alles ein paar Tage später zu wiederholen wie ich kürzlich erfahren habe.
Ich habe an diesem "Halt-Thema" die letzten Monate intensiv gearbeitet und es trägt Früchte.
Ja schau weiter hin und ich wünsche dir, dass du deine Kraft wiederfindest!