Libra82
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Es hat geholfen! Wieder.... Allein renn ich immer wieder in den selben Kreis
Ich denke, ich selbst bin schon ganz gut weg von ihm. Deshalb konnte ich die letzten Wochen und Monate immer mehr sein Schauspiel gegen mich betrachten ohne zu agieren. Aber alles was Richtung Diego geht lässt mich hüpfen wie ein Flummi... Unkontrolliert
und voller Schmerz. Wie ich das besser in den Griff bekomme...
... Ich denke es wird ein paar Stufen härter und ich werde noch viel Wut und Schmerz rausblasen müssen, bevor ich auch hier gelassener werde. Ich habe heute über eine Stunde mit meinem Bruder gesprochen. Da unser Verhältnis seit Jahren eher distanziert ist, war es tatsächlich zusätzlich eine Wiederannäherung. Es tat gut die wichtigsten Eckpunkte zu wiederholen. Dann war es wieder schön präsent. Danach hab ich alle meine Möglichkeiten vor mich hingewütet, denn keine ist wirklich schmerzfrei.
Ich kann Diego nicht bewahren und er darf die Zeit brauchen die er braucht. Ich bin erwachsen und bin auf den Mann reingefallen. Auch mein Sohn darf seinen Weg finden und prüfen, ob das der beste Papa der Welt ist.... Er bleibt sein Papa,egal was ist und wie sehr ich mir wünschte, dass er seinen Sohn sieht und liebt, statt zu verwenden.
Also was kann ich tun? Ich sehe seit Mai, dass alle Kontakte die stattgefunden haben zu 99 Prozent durch mich oder Auf Bitten von Diego stattgefunden haben. Die 2 mal, die er von sich aus gefragt hatte waren mit dem Hintergrund gewählt, dass er mit mir ein Gespräch will bzw ein Date....
Eigentlich nix anderes wie in der Beziehung auch, nur das durch die räumliche Trennung dieser Mann für Diego absolut unsichtbar und unerreichbar wurde.
Also gehe ich davon aus, dass der Herr weiter von sich aus keinen Finger krümmt, um seinen Sohn zu sehen.
Wäre wenig dramatisch für mich, wenn der kleine nicht permanent fragen würde, wann er Papa wieder sieht und ich nicht sehen würde, dass es ihm schwer fällt . Auch das ist zu Händeln. Vorgestern fragte er zum ersten Mal nach telefonieren...
Und hier beginnt mein Dilemma. Der feine Herr braucht und will den Kontakt nicht. Aber er braucht einen Grund, warum er sich so unterirdisch verhält. Also wird er sowieso alles nutzen um mir die Schuld zu geben.
Zusätzlich wird er sich die Mühe machen Kontakte so zu gestalten, dass es für mich und meine Familie nahezu nicht möglich ist, uns auf etwas einzustellen. So wie gestern... Er kommt frühstens um 16.30... Eher später, keine Ahnung was er macht und möglichst schnell wieder weg mit dem Kind.
Wenn ich da einfach nur ok gesagt hätte, hätte ich nicht gewusst, ob ich Diego mit in die neue Wohnung nehme bzw wann ich zurück kommen muss, damit der beste Papa der Welt sich kurz erbarmt... Es machte mich wütend und er hat es mich gestern unmissverständlich spüren lassen. Es wird genau so bleiben. Den Gefallen einer festen Regelung wird er mir nicht machen. Denn er will nicht! Und er weiß, daß er damit den ganzen Tag blockt.
Was kann ich tun? Ich kann nein sagen und feste Dinge verlangen. Dann bin ich schuld denn ER hätte ihn IMMER genommen. Ich hab nein gesagt.
Wenn ich ja sage habe ich beschriebene Umstände inklusive der Tatsache das ich meinen Sohn in Zeiten und Situationen bringe, die kaum eine Mutter gut heißt, die ihrem kleinkind einen geregelten und gesunden Ablauf gibt. Denn Diego wird ab 19 Uhr sehr müde und ich bringe ihn Richtung Bett, Abendessen, umziehen, spielen und kuscheln... Lesen schlafen. Wenn er ihn kurz vorher aufdreht und ich ihn spät bekomme und dann erstmal auffangen und dann zu Ruhe bringen muss.... Da gibt es mehr als nur einen Teil in mir der Aufschreit und das Kind beschützen will... Aber ja, wahrscheinlich ist es eh eher selten und die paar mal muss er und ich dann durch... Falls es so bleibt.
Gestern zumindest war es so. Ich bekam ein Häufchen Elend zurück, völlig ausgelaugt und schlapp. Er wirkte wie frisch aus der Narkose... Zum Glück hielt es nicht lange an und seine Energie kam schnell zurück ... Aber ja, davor würde ich ihn gern bewahren.
Also was kann ich tun? Ich hab überlegt nun erstmal alles nur zu beobachten, ruhig zu bleiben. Von mir aus geht nix mehr. Wenn er sich meldet und interesse hat, frage ich Diego und mache es entsprechend möglich oder nicht. Wenn es absolut unpassend ist, sage ich nein. Wenn es (nur) schwammig ist, plane ich meinen Tag und er muss ihn dann da holen, wo ich zum moment seines Erscheinens mit ihm bin. Egal wo das dann ist. Denn ich werde nicht den ganzen Tag warten oder Stunden frei halten.
Ich werde alles dokumentieren und immer wieder betonen, dass es für Diego und mich besser wäre eine Regelmäßigkeit zu finden. Kommt da nix und ich erlebe, dass mein Kind leidet oder er mich weiter gängelt, gehe ich mit den Aufzeichnungen zum Amt und bitte um Unterstützung für eine Umgangsregelung.
Wenn Diego ihn anrufen will, werde ich es direkt umsetzen. Zumeist wird der beste Papa der Welt sein scheinbild zu wahren versuchen, indem er zeitnah etwas umsetzt... Mal sehen wann Papa die puste ausgeht oder die Ausreden...
Zitat von Doppelherzchen:Nachtlicht hat es, glaub ich, auch schon geschrieben, dass du in alte Muster verfällst, weil Neues ansteht. Eigene Wohnung, eigenes Leben... So sehe ich das auch. Das Alte lässt sich ohne heftige Gegenwehr nicht einfach abschütteln. Von allen Beteiligten nicht. Besonders von dir nicht und von deinem Ex auch nicht. Ihr steigt immer wieder aufeinander ein.
Ja... Der Umzug wird nun konkret und leider bedeutet es, dass er wieder Dinge tun kann. Ich weiß mittlerweile wie er ist und ja, es macht mir Bauchschmerzen und ich versuche mich zu schützen... Wie damals im Katastrophenmodus... Denn meine Sachen, Dinge die mir wichtig sind, sind noch immer dort
Zitat von Doppelherzchen:Es war ein Wunsch von dir, du hast Jahre geschafft, ihn teilweise so zu sehen, wie du ihn gern gehabt hättest. So war er aber nie. Deshalb kannst du ihn auch nicht vermissen, du hängst aber deinen Traum nach. Wenn du schaffst, diese geplatzten Träume loszulassen, ist Platz für Neues.
Nein, vermisst habe ich ihn tatsächlich keinen einzigen Tag ... Was auch?
Den letzten Traum... Mein Kind hat trotzdem einen guten Vater, der ist tatsächlich noch schwerer los zu lassen.
Ich hab ja leider schon über ein Jahr gebraucht um zu erkennen, was Er mit Mir macht.... Was Er mit Ihm macht, dass dämmert mir leider genauso langsam und Schmerzvoll zwischen Wunsch und Wut....
Zitat von Heffalump:Vor Freude wird er hüpfen - und dich weiter gängeln.
Drei Tage Regel?
Ach man... Ja, das wird er!
Zitat von Heffalump:Du führst immer noch eine Beziehung mit ihm, abseits von eurer Elternebene.
Ja... Es war mir wirklich wichtig, ihm das alles noch mal etwas deutlicher zu sagen. Am liebsten wäre ich noch deutlicher gewesen.
Zitat von Heffalump:Du kannst deinen Sohn nicht vor diesen Enttäuschungen und Erfahrungen schützen.
Aber ich muss auch nicht alles bedingungslos zulassen
Zitat von Heffalump:Wie soll dein Sohn je lernen, das er bei Paps keinen Stellenwert hat, wenn du immer gluckst.
Das merkt er bereits, er bekommt nur noch nicht die zwei Bilder übereinander gelegt.... Wie auch
Zitat von Heffalump:Hör auf "Ihn" verstehen zu wollen, "ihn" dazu zu bringen, das dies oder jenes...
Leider Verfall ich immer wieder in das Muster, dass ich will, dass er was versteht. ... Ja, ich weiß, sinnlos... Aber ich hab auch schon immer mit lernresistenten Menschen zu tun gehabt. Die Hoffnung stirbt bei mir spät
Zitat von Heffalump:Du spielst sein Spiel - und er braucht nichts dafür zu tun. Warum sollte er es ändern.
Gute Frage...
Hast du konkrete Lösungen für mich?
Zitat von Heffalump:
Das glaubst du, doch selber nicht. Wenn es so wäre, wärest du nicht explodiert.
Du steckst mittendrin, statt nur dabei.
Ja
Zitat von Heffalump:Tut mir leid, aber du bist keineswegs frei von ihm. Du nimmst alles was er tut / nicht tut PERSÖNLICH!
Dabei hat es per se nur mit eurem Kind zu tun.
Ja
Zitat von Heffalump:Ja es ist hart, das er den einen Sohn vorzieht und den anderen absichtlich übersieht. Aber er macht das mit Kalkül und du rennst immer wieder freiwillig in seinen Geisterbahnrummel.
Hör auf!
Hör auf!
Hör auf!
Was würde ich nur ohne dich tun?... Ach Mensch... Aufhören ist schwer besonders wenn ich gefühlt nicht für mich Kämpfe sondern für den Kleinen der einfach nicht verdient hat was sein Vater tut.
Mein Bruder sagte etwas, was mich vielleicht etwas besser darin begleitet nix zu tun... Er sagte : "Wenn du dich gestern nicht eingemischt hättest, hätte er Diego höchstens für 3 Stunden geholt. Du hast jetzt einiges beschrieben, was kein guter Einfluß für Diego ist, aber du hast ihn dazu gebracht viel mehr Zeit bei ihm zu verbringen...."
Das stimmt. Und ja, es wäre wahrscheinlich viel kürzer und möglicherweise dann schöner zwischen den beiden gewesen, wenn ich nix gesagt hätte....
Der Umzug ist nah. Am liebsten würde ich strahlend aussehen. Stattdessen bin ich übermüdet und schlapp. Na ja, Hauptsache es ist dann vorbei und ich muss dieses Haus nie wieder betreten

