Seit13jahren
Gast
es ist erstaunlich, dass hier noch mehr Leute sind, die so lange nicht abschließen können.
Bei mir läuft es schon so seit 13 Jahren.
2 Jahre zusammen gewesen. Auseinander, nur was lockeres, obwohl ich ihn zurück haben wollte. Es dann beendet. Habe ihn damals 2 Jahre hinterher getrauert.
Dann meinen jetzigen Partner kennengelernt. Mein Ex war mir weiterhin wichtig.
Zusammen gezogen und mein erstes Kind bekommen.
Er lernte seine jetzige Frau kennen.
Dann hatten wir lange keinen Kontakt mehr.
Er wurde dann irgendwann krank und seine Therapeutin schickte ihn zu mir um ein Gespräch mit mir zu führen.
Dann kamen wir uns näher, es war alles noch so vetraut etc. Er wollte seine Frau nicht verlassen. Ob ich damals meinen Partner verlassen hätte, keine Ahnung.
Mit meinen Partner hatte ich damals so zu sagen eine Beziehungspause.
Danach hatten wir wieder Funkstille.
Mein Partner und ich versuchten es neu.
Es vergingen wieder ein paar Jahre. Er bekam ein zweites Kind, ich bekam ein zweites Kind. In der Zeit habe ich zwar noch oft an ihn gedacht, aber es war okay.
Dann meldete er sich irgendwann wieder. Und der Kontakt wurde wieder intensiver.
Danach kam wieder ein Kontaktabbruch.
So geht es seit Jahren. Ein Hin und Her.
Seit dem Sommer hatten wir nun täglich Kontakt. Wirklich jeden Tag. Mal von morgens bis abends, mal auch nur ein paar Nachrichten, an manchen Tagen eine Gute Morgen Nachricht oder eine Gute Nacht Nachricht.
Im Prinzip glaube ich, dass wir nie aufgehört haben uns zu lieben.
Was hat sich geändert.
Er liebt seine Frau nicht mehr, hat aber nicht den Mut sie zu verlassen, wegen den Kindern, Haus etc.
Er schreibt mir, dass er mich liebt und das ich ihm fehlen würde.
Das sein Herz quasi was anderes sagt als sein Kopf und es nicht im Einklang wäre.
Mein Partner und ich führen seit Jahren nur noch eine WG. Haben seit Jahren keinen S mehr.
Jetzt liest man hier immer, wenn es schlecht in der Beziehung läuft, dann lösen halt andere Männer einfach nur die Gefühle aus, die einen in der Partnerschaft fehlen. Habe darüber auch nachgedacht, aber im Prinzip war es bei ihn immer so, auch als meine Beziehung in Ordnung war.
Die Trennung von meinen Partner ist nur eine Frage der Zeit. Haben da auch offen drüber gesprochen.
Und was den Ex angeht, ich glaube nicht, dass es einfach nur eine Vorstellung von früher ist,da wir immer wieder Kontakt hatten. Wir haben das Leben des anderen immer mitbekommen. Im Sommer haben wir uns auch für ca. 15 Minuten gesehen. Und es hat nichts an unseren Gefühlen geändert.
Momentan nimmt mich das alles wieder ein bisschen mit und ich habe ihn gestern eine Nachricht geschrieben, dass ich mich für die letzten Wochen und Monate bei ihn bedanke und das wir uns lesen, wenn die Zeit gekommen ist. Daraufhin kam von ihm nichts mehr.
Kennen tun wir uns dieses Jahr 30 Jahre lang. (ich war 8 oder 9 als ich auf ihn traf,22 als wir zusammen waren ).
Tja,keine Ahnung wie die Geschichte weiter geht. Vielleicht komme ich irgendwann mal von ihm los. Ist aber gar nicht so einfach.
Kontakt komplett abbrechen bringt übrigens auch nichts. Das fand ich noch schlimmer. Hatten wir ja immer wieder mal für 1 oder 2 Jahre.
Hoffe ich finde bald eine Lösung.
Und nein, ich habe meinen jetzigen Partner nicht verarscht. Ich hab ihn geliebt, aber halt anders. Das ich noch Gefühle für meinen Ex habe, hatte ich wohl Jahre verdrängt.
Und das ich in der Beziehungspause etwas mit meinem Ex hatte, weiß er ebenfalls.
Ich wollte nur damit sagen, ihr seid damit nicht alleine.
Und es gibt sicher noch mehr Menschen die so fühlen, aber nicht darüber reden.
Wenn er nicht laufend schreiben würde was er fühlt, wäre es wahrscheinlich einfacher.
Versuche das so hin zu nehmen wie es ist, aber es ist schwer.
Im Prinzip weiß ich ja, dass er noch nicht einmal über eine Zukunft mit mir nachdenkt, aber irgendwie hofft man ja trotzdem weiter. Irgendwie total dämlich.
Heute ist der erste Tag seit Monaten an den wir keinen Kontakt haben. Seit der Nachricht von gestern Mittag kam nichts mehr.
Momentan wechselt meine Gefuhlswelt. Mal bin ich wütend, weil ich es ja zu lasse, dann wiederum bin ich traurig, weil es so ist, wie es ist.