juliet
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Das denke ich auch.
Er wird noch einen Aufschlag in der Realität erleben.
Dennoch kann es halten. Das ist völlig ungewiss, wichtig ist jetzt, dass du alles in deiner Macht stehende tust, um dir das loslassen zu erleichtern..
Du kannst ja nicht einfach einen Schalter umlegen und deine Gefühle sind weg.
Du kannst aber aktiv darauf hinarbeiten, um das loslassen zu beschleunigen.
Ich denke da z.B. an einen schnellstmöglichen Wohnortwechsel. Kannst du die Situation bei deiner Mutter evtl beschleunigen, sodass du dort schneller einziehen kannst? Ich weiß aus Erfahrung, wie belastend es ist, im alten „gemeinsamen“ Zuhause zu sein, und jede Sekunde diesen Albtraum vor Augen zu haben. Ein räumlicher Wechsel hilft dir, nach vorn zu schauen.
Du warst ja schon zwei Tage dort. Kannst du dort wenigstens schlafen, bis du vollständig umziehen kannst? Das wäre mein Rat an dich.
Mir haben zudem folgende Maßnahmen geholfen:
Hörbücher und Bücher mit spannenden Geschichten (ohne Liebesgeschichten), die mich wenigstens streckenweise total gepackt und dann auch mental abgelenkt haben, sodass meine Gedanken nicht ständig um ihn kreisten.
Ich habe ein Schmerztagebuvh geführt und jeden Tag festgehalten, wie extrem der Schmerz war. Das hat mir geholfen zu erkennen, dass ich tatsächlich Fortschritte gemacht habe.
Ich habe auch mentale Übungen gemacht. Also mir Bilder vorgestellt, die mich persönlich vorangebracht haben. Zum Beispiel habe ich mir vorgestellt, wie ich auf einem Boot stehe und auf einen See hinausfahre, dann zurückblicke und er an Land stand. Ich habe ihm zum Abschied zugewinkt. Das hat mir geholfen, mich nicht so ohnmächtig zu fühlen, denn ICH war es ja, die in die Welt hinausfuhr, er blieb zurück.
Oder: ich war in einem fesselballon, über nebliger Erde. Ich hatte große Angst und wollte um keinen Preis rausspringen. Dann habe ich mir ein Herz gefasst und bin gesprungen.
Das hat mir geholfen loszulassen und mich auf das Abenteuer einzulassen, was in dem neuen Leben auf mich wartete.
Diese und andere Visualisierungen, die ich ganz individuell auf mich zugeschnitten habe, waren sehr wichtig für mich und haben mir meine Resilienz gefördert und zugleich vor Augen geführt, dass ich durchaus schon Resilienz hatte.
Auch Affirmationen halfen mir, etwa wie:
Ich bin gut so, wie ich bin, ich bin genau da, wo ich sein soll, ich lerne und wachse. Den Mann, der zu mir passt, gibt es schon, und wir werden uns zur rechten Zeit finden….
Horch vielleicht mal in dich hinein, was DIR gut tut.
Mit all diesen Schritten wendest du dich ab von dem Mann, der dich - sagen wir es mal ganz klar - nicht mehr will, und wendest dich dem wichtigsten Menschen in deinem Leben zu: dir selbst!
