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16 Jahre einfach weggeworfen wegen einer anderen

überland
Da ich wirklich nur einer der letzten Beziehungsexperten bin kann ich wie immer nur mit allgemein Ratschlägen um mich schmeissen. Ich z.b. schleife seit Jahren mit mir rum mich innerlich zu entscheiden ob ich mich innerlich trennen will.

Von der Symptomatik dabei brauchen wir nicht reden man kann sich allen möglichen sch. a priori dazu denken.
Dass das dann künstlich sensibel macht ist klar. Ich bin aber auch kein dummer Mensch, deswegen neige ich auch wahrhaftig zu hochsensibilität, wobei ich aber mein Gehirn eher unterdurchschnittlich trainiert habe, d.h. mit dem zugehörigen IQ wenn es messbar wäre eher hinterherhinke.

Ich denke es sieht allgemein so aus. Dieses Leben ist kurz und die Zeit verrinnt eh. Die Perspektive die man einnimmt diktiert oft die Kraft die man für etwas bekommt. Viele Frauen auf diesem Planeten machen sich im Alter unnötige Vorwürfe, weil Altern diesen Zeiten, erst recht wenn man alleine ist oder sich allein fühlt, einfach keine einfache Sache ist.

Aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung bin ich mit meinen etwa 40 Jahren zu sehr kindskopf geblieben. D.h. ich spüre Altersstufen nicht mehr so gut. Früher konnte man gut einschätzen wer ist im ähnlichen Alter. Jetzt habe ich nur noch schiss von 18 jährigen angegraben zu werden weil mein Kopf in dieser Abiturzeit steckt. Ich merke garnicht dass ich zwar echt cool und jung wirkend aussehe man mir aber deutlich anmerkt aus der Schule bin ich längst raus. Lachendes Gesicht. Das echt komische Sache erwachsen werden mit Verspätung weil man vorher nur halb am Leben teilnehmen konnte. Das übrigens bitte nicht als jammern misszuverstehen, weil die die sich ordentlich in meinem Fall um ihre Gesundheit gekümmert hätten, im Gegensatz zu mir, sogar noch weniger am Arbeitsleben präventiv teilgenommen hätten. Aber das Schicksal kann einem dann leider andere Fallstricke stellen. Deswegen sehe ich das so, wenn ich es überhaupt noch schaffe, ich werde nur mit Verspätung erwachsen.

Also sind meine Worte mit Vorsicht zu genießen. Also zurück zum Thema. Das Leben ist kurz und die Zeit verrint eh. Read that again. 2. Im Alter allein sein ist *beep* auch aus finanziellen Gründen und es könnten noch schwierige Zeiten auf uns zukommen. 3. Bei Frauen zerfallen Freundeskreise sehr schnell wenn ein Mann am Horizont erscheint. Nicht dass ich was gegen eine Frauen WG hätte Zwinkerndes Gesicht. Aber sowas ist Glückssache. 3. Was ich eigentlich sagen wollte: Ahaja ist mir gerade entfallen, allgemeinratschläge. Fühlt euch nicht wegen falschen Dingen schuldig, denn wenn man im Alter wüßte was man in der Jugend nicht weiß würde man weder im Alter noch in der Jugend sich die schuld geben für Dinge die man nicht unter Kontrolle hat. 4. Kommt noch ist mir gerade entfallen.

#496


überland
Falls jemand Nähe zum broken heart Syndrom bekommt weil Beziehungen die Gesundheit seelisch wie körperlich stark beeinträchtigen und Suchtcharakter erzeugen sobald man sich wieder einlassen will, schaut auf youtube, oft hilft Tavor das Herz abzuschirmen. In solchen Fällen würde ich tatsächlich einen Arzt aufsuchen.

#497


A


16 Jahre einfach weggeworfen wegen einer anderen

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alleswirdbesser
Zitat von überland:
oft hilft Tavor das Herz abzuschirmen.

Ich würde niemals zu solch „schweren“ Medikamenten raten als Leihe. Ich kenne jemanden mit dem Syndrom, sie geht ohne aus. Hat leider kein gutes Händchen bei der Männerwahl, aktuell wieder. Aber wenn sie verliebt ist, dann so, dass mit Vernunft niemand an sie ran kommt. Ich fand es immer faszinierend wie sie da drin aufgeht, was ich niemals mitmachen würde. Tatsächlich endete ein Drama mit dem Beginn des nächsten.

x 2 #498


M
Zitat von Ich84:
Und nun? Ist ihm das alles egal. Was ist denn, wenn der erste Rausch vorbei ist?

Dann kommt der Alltag und der wird zeigen, wie kompatibel die beiden überhaupt sind. Er ist nicht mehr der Jüngste und er hat wohl nicht mehr allzu viele Chancen und ich schätze, er denkt sich, wenn ich jetzt die Chance auf ein neues Leben nicht ergreife, werde ich bitter enttäuscht sein, wenn ich es nicht mal ausprobiert habe.
Da kann man ihm eigentlich keinen Vorwurf machen. Er ergreift eine Chance und spielt riskant, aber das ist es ihm offenbar wert.

Nur, dass Du damit auf der Strecke bleibst und in eine völlig neue Lebenssituation geworfen wirst, die du nicht willst und die du dir nicht vorstellen kannst.
Aber in Beziehungen ist es so. Steigt der eine aus, muss man sich dem fügen.

So schwer es jetzt ist, so kann es für dich noch ein großer Vorteil werden. Natürlich ist das Alleinsein erst Mal schwer zu ertragen und du wirst noch große Trauer spüren und dir denken, mein Leben ist Sch... und damit vorbei.
Du gehörst zu der Art Frauen, die sich voll und ganz auf die Beziehung fixiert haben, eigene Interessen hintenan gestellt haben und es sich auch bequem in ihrem vom Mann dominierrten Leben gemacht haben.. Das gibt es tausendfach und engspricht noch dem Rollenmodell der 60iger und 70iger Jahre. Alles dreht sich um den Mann und wenn der bleibt, ist alles in Butter.

Wir haben seit Jahrzehnten eine andere Zeit, die auch Frauen mehr Selbststädigkeit und Eigenverantwortung abverlangt, denn ein Mann ist längst keine Altersvorsorge und Versicherung mehr. Und das ist gut so, denn jeder Mensch ist doch auch für sich selbst verantwortlich und muss auch eigenständig Entscheidungen treffen um sich nicht von einem Mann abhängig zu machen, der schon wissen wird, was richtig ist und wie man z.B. mit den Finanzen umgeht.
Ich kenne selbst etliche Frauen, die nach dem Abitur sogar noch studiert haben, um dann in das Rollenbild Ehefrau und Mutter zurückzukehren, wie sie es von ihrer Mutter kannten. Und darüber war und bin ich immer entsetzt, aber mir ist klar, dass viele Frauen anders denken und es sich in ihrer Bullerbü-Welt gemütlich machen.

Und dann kommt auf einmal der Sprung ins kalte Wasser und dieses Wasser ist verdammt kalt. Man muss rudern und Luft holen um nicht unterzugehen. Denn dann heißt es, ich bin selbst für mein Leben verantwortlich und ich muss es selbst gestalten und in die Hand nehmen. Das macht Angst, man spürt den Unwillen, denn man ahnt wie verdammt unbequem das alles werden wird. Es ist ein Tollschock, der aber viele Chancen beinhaltet und endlich und in einem höheren Alter doch noch selbstständig zu werden und für sich selbst verantwortlich zu sein. 'Du glaubst, ein Leben ohne ihn sei nicht lebenswert. Vielleicht lässt du dich eines Besseren belehren und spürst iwann auch die Vorteile und begreifst diese Lebensänderung als Chance für dich.

Es ist, als ob das Leben dir noch was beibringen möchte. Vielleicht blickst du in wenigen Jahren erstaunt zurück und sagst dir, es ist gut, dass diese Zeit des Stillstands ein Ende nahm. Es war bequem, aber ist bequem immer das, was uns vorwärts bringt?
Mein Phyisiotherapeut sagte mir letzthin einen Satz, den ich noch nicht kannte: Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede.
Wir lachten beide darüber, denn jeder von uns hatte Federn gelassen und die ein oder andere falsche Entscheidung getroffen. Das Leben fordert einen und das ist auch gut so. Stillstand über Jahre? Da kann man davon ausgehen, dass einem das Leben eines Tages eine Breitseite serviert. Eine, die man hinnehmen muss und die einem viel abverlangt, aber sich nachträglich doch oft als lehrreich herausstellt.

Ich habe vor Jahren auch eine Schlappe erlebt und mich voll und ganz auf einen Mann fixiert, der dann ging. Obwohl die Beziehung gar nicht so lange war, beschäftigte mich das Loslassen sehr, sehr lange. Ich haderte, ich zweifelte an mir, mein Selbstwertgefühl war im Keller und Enttäuschung und Wut dominierten mein Leben über Monate, ehe sich so was wie Akzeptanz einstellte, die aber noch keine völlige Loslösung brachte.

Und erst viel, viel später merkte ich, dass mir das Leben eine Lektion erteilt hatte. Ich hatte mich blind und dumm auf etwas eingelassen, was nicht gut gehen konnte und damit fast alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Doch gerade aus diesem Scheitern in höherem Alter lernte ich sehr viel, vor allem über mich. Meine Fallstricke, meine übernommenen Muster. Ich wurde viel selbstständiger, traute mir mehr zu und ergriff eine Möglichkeit die sich mir beruflich bot und die Risiken barg. Aber ich lebte dadurch auf und merkte, ich kann es auch und nicht nur all die anderen da draußen, die viel weniger Ängste in sich trugen und ihr Leben mit Selbstvertrauen lebten.
Hätte ich diese Zeit nicht erlebt, würde ich noch heute auf der Stelle treten und ich bin dankbar für das, was ich durch das Scheitern lernen durfte.
Ich lebe seither anders mit mir, versöhnlicher und auch gelassener. Das Getriebensein von früher ist weg. Ich musste Mitte 40 werden, ehe ich richtg erwachsen wurde.

Du siehst das jetzt nicht, du siehst nur das Leid, die Schmach, die Ungerechtigkeit, aber ich wünsche dir, dass du eines Tages sagst: Es ist gut, dass er kam und es ist besser dass er ging.

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