wombel
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ich habe hier schon meine Geschichte geschrieben und dachte ich wäre über das schlimmste hinweg.
Aber in den letzten Tagen erlebe ich ein wahres Gefühlschaos und muß mir das jetzt von der Seele schreiben.
Wen die Geschichte interessiert kann sie hier nachlesen:
https://www.trennungsschmerzen.de/sie-is ... 22655.html
Die dynamik die sich ergeben hat in den letzten Wochen ist schier unbeschreiblich. seid letzten Donnerstag bin ich nun alleiniger Hausbesitzer, dazu alleinerziehender Vater und arbeite 100%. Unsere Gemeinsame Tochter wird im Mai 14 und gerade sehr pupertär, plus natürlich die Trennungssituation der Eltern. Meine Ex wohnt jetzt schon seit 21.12.2014 bei ihrer Mutter auf der Couch, 500m weiter die Straße hoch. Nachdem wir am Rosenmontag ein halbwegs normales Gespräch führen konnten, ist mittlerweile wieder funkstille und sie schreibt bezüglich Unterhaltszahlung und Schlüsselübergabe, und wann sie ihre restlichen Sachen abholen kann nur ein paar Zeilen und wirft sie bei mir in den Briefkasten. Auf den schriftlichen Kontakt besteht sie, also keine Anrufe oder persönlichen Kontakt.Die neue Handynummer haben weder meine Tochter noch ich. Ihre Affäre was der Auslöser der Trennung war hat sie noch immer, bzw. schreiben sie sich noch laut Aussage meiner Tochter. Dies bekommt sie mit wenn sie bei ihrer Mutter ist, was aber auch nicht so oft ist.
Jetzt aber zu meiner Gefühlslage. Ich vermisse sie unendlich, sie fehlt als Mensch in meinem Leben, mit dem ich über die Arbeit,über unsere Tochter und überhaupt alles reden und streiten kann. mein ganzes Erwachsenenleben habe ich mit ihr verbracht! Immer hatten wir unsere höhen und Tiefen. Aber wenn es hart auf hart kam hielten wir gemeinsam durch. Umso schwerer ist es für mich wie sie sich jetzt verhält. Kein Anzeichen von Reue, Sehnsucht nach mir, ihrer Familie, wenn man sich mal sieht oder spricht betont sie wie gut es ihr jetzt geht! Und das nach 19 Jahren? Ich wäre schuld an dem ganzen und sie hätte ihre besten Jahre an mich verschenkt. Dazu muß ich sagen sie wird in diesem Jahr 45. Aber seit ihrer Affäre ist sie völlig abgedreht, hat sich Tunnel stechen lassen, hackt wie ein Teenie im Handy rum, zieht Klamotten an die unsere Tochter anzieht. Mehrmals hat mich ihre Familie im letzten Jahr nach dem Sommer darauf hingewiesen, das sie in der Midlife Krise ist. Aber was hilft es mir? Soll ich warten bis sie sich ausgetobt hat und dann auf dem Boden der TAtsachen gelandet ist? Natürlich schaue ich jetzt nach mir und unserer Tochter. Lenke mich ab, renoviere ein wenig im Haus. Versuche regelmäßig ins Fitness zu gehen. Aber der Verlust, der Schmerz ist da. Wenn ich nach Hause komme ist das Haus leer. Jegliches Leben fehlt darin. Manchmal kommen mir die Tränen weil ich das Gefühl habe ich werde dem ganzen nicht gerecht. Unserer Tochter, unseren beiden Hunden ! Das ist alles sehr viel und ich mache mir wohl einfach zu viele Gedanken.
Meine Ex sucht jetzt eine neue Wohnung. Anscheinend läuft es mit der Affäre nicht auf eine Beziehung hinaus. Aber wieviele Affären laufen nur über den S. und halten da JAhre oder so. Ich dachte immer, wenn sie erkennt, das neue Besen zwar gut kehren, aber der Alltag eintritt, dann hätte sie vielleicht wieder Sehnsucht nach ihrer Familie, nach uns. Aber irgendwie scheint das wohl doch nicht so zu sein!
Hat jemand ähnliches erlebt? Ist die Zeitspanne evtl. einfach noch zu kurz? Offizielle Trennung war 4.Januar 2015. am 31. wären wir 19 Jahre zusammen gewesen.
Es macht mich zeitweise ziemlich fertig!
Grüße Wombel
