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30 Ehejahre, 33 Jahre ein Paar vorbei ?

Bayside

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Hallo zusammen,

ich komme gerade von einem langen Spaziergang und habe dabei beschlossen hier, so kurz wie möglich, meine Geschichte zu erzählen und um Rat zu fragen.

Kurz zu mir, ich bin weiblich, 54 Jahre alt, wir wollten beide keine Kinder. Ich bin halbtags berufstätig, es ist meine erste und einzige Stelle, ich bin dort seit 38 Jahren. Ich kümmere mich seit vielen Jahren um meine pflegebedürftigen Eltern.
Mein Mann, auch 54 Jahre alt ist seit 10 Jahren erfolgreich selbständig, vorher Angestellter.

Wir hatten eine sehr harmonische, lustige, sorglose, leidenschaftliche und erlebnisreiche Ehe bis etwa April 2019.
Etwa im April 2019 merkte ich deutliche Veränderungen im Verhalten meines Mannes. Nach der Arbeit war er war nur noch mit seinem Handy oder PC beschäftigt. Kam nicht ins Bett, oder erst wenn ich schon schlief. Auf Nachfrage wurde er teilweise patzig, er hätte beruflich Stress. Ich habe es geglaubt weil ich es glauben wollte.

Im Mai 2019 fuhren wir in den Urlaub, er war unaufhörlich mit seinem Handy beschäftigt und lies dieses auch nicht eine Sekunde aus den Augen. Er erzählte mir von den Mitarbeiterinnen, die wohl Ärger mit seinem Geschäftspartner haben. Er war aber nach wie vor fürsorglich mir gegenüber, vielleicht auch weil ich Angst vor einem geplanten Krankenhausaufenthalt hatte.

Nach dem Urlaub musste ich für 10 Tage ins Krankenhaus. Er hat mich zwar täglich besucht, wenn wir aber später dann nochmal telefonierten erschienen mir die Hintergrundgeräusche fremd.

Nach Entlassung aus dem Krankenhaus war er nett, aber trotzdem, im Vergleich zu den vielen vergangenen Jahren, verändert.
Ich habe in Gesprächen mehrmals nachgefragt was los sei, immer nur die Antwort er hat halt viel zu arbeiten.

Im Sommer hatte er für mehrere Wochen eine Baustelle in Berlin, blieb auch 1 Mal übers WE dort und war danach auch sehr reserviert.

Im Oktober fuhren wir dann wieder in den Urlaub. Es wurde immer schlimmer. Er blieb z.B. 45 Minuten auf dem WC verschollen, während ich im Restaurant saß. Auf mein Nachfragen sagte er, er hat Diarrhoe. In dem Urlaub habe ich auch wieder versucht, ihm die Gelegenheit für ein klärendes Gespräch zu bieten, da auch noch ohne Vorwürfe.

Nach dem Urlaub wurden seine Geschäftsreisen häufiger, die Umstände immer merkwürdiger. Er ging nichts ans Telefon, angeblich nicht gehört oder zur Toilette oder tanken. Da dachte ich schon, wenn man irgendwo hin fährt, sollte man auch mal im Auto mit Freisprecheinrichtung, erreichbar sein, sonst kann man nämlich auch nirgends ankommen. Er kam auch da schon immer später nach Hause, meistens erst wenn ich nachgefragt habe wann er kommt, da war es aber schon meistens ca. 21 Uhr.

Im November wurden meine Eltern beide fast gleichzeitig sehr krank. Ich nahm Urlaub und fuhr im November und Dezember 3x täglich zur Versorgung zu ihnen. Mein Mann war einverstanden, hat mich sogar bekräftigt es so zu machen. Ich kam oft erst um 22 Uhr nach Hause, da war er meistens noch nicht da. Auf Nachfragen war er gerade auf dem Weg oder sonst irgendwas.

Anfang Dezember 2019 zahlte er sich eine größere Summe aus und wir bestellten auf seinen ausdrücklichen Wunsch Möbel. Auch sollte ich einen hohen Betrag auf sein 2. Konto überweisen, wollte angeblich der Steuerberater so.

Ab da war mit ihm auch nichts mehr richtig anzufangen: er war patzig, wollte am WE nichts unternehmen (wir haben sonst am WE immer schöne Ausflüge gemacht, teilweise in der Gegend und sind dann abends schön essen gegangen, oder wir sind zur Ostsee gefahren und haben es uns schön gemacht) und wollte am liebsten überhaupt nicht mehr aufstehen. Oder er fuhr in die Firma.

Ich versuchte immer wieder mit ihm zu reden, seine Taktik: Schuldumkehr.
Alles meine Schuld wenn ich nichts sagen oder schlafen würde oder Stress hätte wegen meiner Eltern. Mit ihm sei alles okay.

Im Januar dann, erzählte er mir von einer bevorstehenden Geschäftsreise. Das war so abenteuerlich, da konnte ich es vor mir selbst nicht mehr leugnen. Er liess sich von mir beraten was er anziehen will, ich liess mich sogar noch zum Bäcker schicken und schmierte ihm Brötchen für die Fahrt. Er brezelte sich auf und fuhr los.

Ich hatte ja schon eine Ahnung wo er hin fuhr. Ich wartete 10 Minuten und fuhr dann auch dort hin. Er stand bei der Mitarbeiterin vor der Haustür am Kofferraum und machte gerade Platz für ihr Gepäck. Sie war aber nicht zu sehen. Als er mich sah war er geschockt, ich stieg aus sprach kurz ruhig, unter Schock stehend, mit ihm und fuhr wieder nach Hause. Er gab alles zu, war aber hochnäsig und patzig.

Ich meldete mich tagelang nicht bei ihm, irgendwann schrieb er mir.
Als er zurück kam, fragte er ob er ausziehen soll, ich verneinte, wollte ihm eine Chance geben es sich zu überlegen.
Ich habe ihm ab da auch schwere Vorwürfe gemacht, ich war so verletzt. Er blieb noch bis 16.03.2020, nach einem schlimmen Streit ist er zu ihr gezogen. die Zeit dazwischen war für mich so demütigend, er kam immer erst um 22 Uhr nach Hause, hat dann im Stehen gegessen mit dem Handy in der Hand. Ich habe schwer mit ihm gestritten und ihm gesagt, er könne unsere 30 Ehejahre doch nicht zwischen 22 und 22.30 Uhr (dann geht er ins Bett) abhandeln.

Auch hat er mir schwere Vorwürfe gemacht, ich würde nur sein Geld ausgeben und einmal pro Woche den Saugroboter durch Haus schicken und ausserdem würde ich sonntags ja auch oft nähen (ist mein Hobby seit Kindertagen). Er wolle noch einmal richtig leben.

Ich war sehr gekränkt, ich habe hier im Haus (150 qm) sehr viel zu tun. Ich mache alles, er nichts. Putzen, kochen, waschen, bügeln, Garten, kümmere mich um Versicherungen, im speziellen seine Privatkasse, Strom- und Gasverträge, einfach alles. Ich habe das immer gerne gemacht, und vor allem versucht es zu machen wenn er arbeitet. Ich wollte gerne, dass er Feierabend und am WE frei hat und sich nicht beim Bäcker, Metzger oder sonst wo anstellen muss.

Hätte ich gewusst, dass er denkt, was er nicht sieht, findet nicht statt, hätte ich es anderes gemacht.

Jetzt sitze ich hier, bin todunglücklich, kann seit Wochen nicht mehr schlafen und bin sehr einsam.

Er möchte vorerst stillschweigen gegenüber Eltern, Geschwistern, Nachbarn und vor allem Geschäftspartner. Unsere Freunde kann ich auch nicht einweihen, die sind alle irgendwie mit seiner Firma verbunden. Mit meinen Kolleginnen habe ich auch noch nicht gesprochen. Mit meinen Eltern kann ich das überhaupt nicht besprechen die sind alt und krank und inzwischen im Pflegeheim. Ich kann sie zur Zeit nicht einmal besuchen. Sie sind deswegen schon sehr verzweifelt.

Das Schlimme ist, es geht ihm zur Zeit nur um sich. Wenn sein Geschäftspartner (50/50 Firmenbeteiligung) erst davon erfährt wird es für ihn unangenehm. Sein Partner hat das Selbe mit seiner Frau erlebt, der weiss wieviel Leid so etwas jahrelang verursacht.

Auch war meinem Mann bis vor ein paar Wochen nicht klar, dass ihn eine Scheidung sehr viel Geld kosten wird, da wir keinen Ehevertrag haben und ich aus gesundheitlichen Gründen, schon viele Jahre nur halbtags arbeite. Das war damals eine gemeinschaftliche Entscheidung, ihm war klar, dass ihm das zugute kommt, da ich mehr Zeit für den Haushalt habe. Bei seinem Einkommen kam es auf ein paar hundert Euro auch nicht an, dann besser mehr Lebensqualität und einen intakten Haushalt.

Ich liebe meinen Mann immer noch. Er ist, glaube ich, noch unentschlossen, sagte mir die Tage er sei noch nicht soweit alles endgültig zu klären. Auch wollte er vor ein paar Tagen unbedingt mit zum Pflegeheim meinen Eltern zuwinken, da meine Mutter Geburtstag hatte.

Auch hat er auf Nachfragen gesagt unsere Ehe war keine Qual für ihn und er hat auch nichts vermisst, weder emotional noch sonst was.

Ich könnte noch viele weitere Details schreiben, aber ich denke einen groben Überblick habt ihr jetzt.
Ich möchte noch sagen, ich bin kein Opfer, ich bin selbstbewusst und schlau. Mein Mann war mir bis vor kurzem der beste Ehemann den man sich vorstellen kann, das habe ich ihm auch oft gesagt. Er hat mir auch oft gesagt wie gut wir es haben, im allem.

Hat er eine Midlifecrisis? Gibt es noch Hoffnung?

Ich freue mich auf Antworten und wünsche einen schönen Abend.

Herzliche Grüße
Bayside

13.04.2020 21:35 • x 5 #1


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Hey Bayside, willkommen hier. Du wirst hier gute Hilfe finden.
Aus meiner Sicht macht er es sich sehr einfach - weil Du viel zu bedürftig bist. Er hat eine typische Affaire mit Doppelleben (incl. gemeinsamer Urlaube) hinter Deinem Rücken aufgebaut. Das Vertrauen sollte durch solche Nummern endgültig zerstört sein.
Sein geschäftliches Umfeld muss Dich nicht interessieren. Du solltest vielmehr jetzt rechtliche Beratung einholen - denn er hat jetzt erkannt das es teuer wird für ihn. Deshalb wird er sehr zügig Gegenmaßnahmen einleiten (irgendwelche Vereinbarungen zu Deinen Lasten, etc.). Teile die Trennung bitte guten Freunden mit und REDE darüber. Seine Strategie besteht darin, Dich zu isolieren und somit ruhig zu halten.
Was hat er denn mit seiner Affaire vereinbart? Kontaktabbruch? Rückzug zu Dir, der langweiligen und wahrscheinlich völlig frigiden EF (so werden Affairen regelmäßig gerechtfertigt? Lass mich raten: Nichts davon. Du solltest den Kontakt zu ihm vollkommen runter fahren. Mach Dir Kopien von allen seinen Einkünften, bevor er die Unterlagen auslagern wird. Termin beim guten Anwalt für FamRecht zur Erstberatung. Es geht nicht darum, Dich in eine Trennung zu reden, sondern einfach darum, dass Du das massive Machtungleichgewicht in Eurer Beziehung mal wieder drehst.

13.04.2020 21:56 • x 12 #2



30 Ehejahre, 33 Jahre ein Paar vorbei ?

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monchichi_82

monchichi_82


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Zitat von Bayside:
Er möchte vorerst stillschweigen gegenüber Eltern, Geschwistern, Nachbarn und vor allem Geschäftspartner.

Ich persönlich empfinde es schon als frech, eine Affäre zu haben, dich zu hintergehen, belügen und betrügen und dann Forderungen aufstellen wer davon aller nicht zu wissen hat. Mich überkam schon während dem Lesen so ein Gefühl von Midlifecrisis, was du schlussendlicht auch selbst angesprochen hast. Er hat Jahrzehnte mit dir verbracht und möchte auf die letzten guten Jahre nochmal was erleben und seinen Marktwert testen. So wirkt es auf mich.
Ob es noch Hoffnung gibt ist von seinem jetzigen Handeln abhängig. Er scheint derzeitig selbst nicht wissen wo er steht und was er will. Ich würde versuchen Ruhe einkehren zu lassen, vielleicht siehst du eine Möglichkeit dich ein paar Tage aus der Situation rauszunehmen und dir abseits des Hauses Gedanken zu machen wo du stehst und was du willst.

13.04.2020 21:58 • x 6 #3


Bayside


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Vielen Dank euch für die schnellen Rückmeldungen.

Ich war bereits bei einem Anwalt, dieser hat mir jegliche Existenzangst, sofern ich die überhaupt hatte, genommen.
Ich soll, bis irgendetwas anders passiert finanziell einfach so weiter machen wie bisher.

Ich habe dem RA auch schon die Einkommensverhältnisse mitgeteilt, da ich aber zur Zeit noch uneingeschränkten Zugriff auf alles habe, möchte ich nicht die treibende Kraft sein. Mein Mann soll den ersten Schritt einleiten, auch damit er mal merkt, dass macht alles Arbeit. Sonst habe ich ja immer alles gemacht. Habe ich ihm auch mitgeteilt, worauf der sagte, der sei noch nicht soweit.

Tatsächlich hatte er mir irgendwann, während eines schlimmen Streites, mal gedroht mir das Auto abzunehmen. Da wusste ich aber schon, dass das so einfach nicht möglich ist, habe ich ihm auch mitgeteilt. Er ist zwar der Leasingnehmer, ich bin aber der Halter. Der Anwalt hat mich dahingehend auch beraten, für meinen Mann wird es finanziell schwierig. Er glaubt aber, er kann genau so weiter leben wie bisher, er sucht schon ein neues Haus.

Leider kann man zur Zeit ja nirgends hin, Coronaallarm!

Mit dem Stillschweigen war ich vorerst einverstanden, ich wollte Ruhe einkehren lassen und ihm auch einen eventuellen Rückweg nicht verbauen.

13.04.2020 22:13 • x 4 #4


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Dann bist Du erstmal gut vorbereitet, Bayside. Lies Dich mal hier im Forum ein. Gerade die Stränge mit ähnlichen Zeithorizonten / Lebensalter können für Dich interessant sein.
P.S. Schau mal in den Strang von Babs54. Ihr seid im gleichen Alter und sie ist im Trennungsprozess schon gut weiter gekommen.

13.04.2020 22:35 • x 2 #5


Ayaka

Ayaka


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Hallo Bayside

deine Geschichte berührt mich sehr -- vor allem deine so schlaue, ruhige und angenehme Art die in den Zeilen durchscheint. Er ist ein Depp.

Ich kann dir leider nicht viel raten, wäre selbst wohl viel unvernünftiger als du und hätte den feinsten Rosenkrieg vom Zaun gebrochen.

Ich glaube persönlich, dass du ihn am ehesten wieder zurückgewinnst indem du die starke unabhängige Bayside zeigst die den Lappen einfach nicht braucht. Lass ihn spüren, dass du ihm entschwindest, ein kleiner Vorgeschmack wie das Leben ohne dich sein wird.

Das geht auch trotz Corona - am Handy schreiben, telefonieren, mit einem Headset fernsehen, in ein eigenes Zimmer zurückziehen, eine Runde in der Natur spazieren. Und wenn es bei ihm keine Wirkung zeigt so sind es zumindest die ersten Schritte was dir so in einem Leben ohne ihn gefallen könnte.

Edit: wollte dich auch gerade zu Babs schicken;-)

ich schick dir viel Kraft für die nächsten Tage

und pass bitte mit den Geldangelegenheiten auf

14.04.2020 00:07 • x 3 #6


Mayla

Mayla


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Zitat von Bayside:
Ich habe dem RA auch schon die Einkommensverhältnisse mitgeteilt, da ich aber zur Zeit noch uneingeschränkten Zugriff auf alles habe, möchte ich nicht die treibende Kraft sein. Mein Mann soll den ersten Schritt einleiten, auch damit er mal merkt, dass macht alles Arbeit. Sonst habe ich ja immer alles gemacht. Habe ich ihm auch mitgeteilt, worauf der sagte, der sei noch nicht soweit.


Liebe Bayside, dein Mann führt seit einem Jahr ein Doppelleben. Er hat dich über einen sehr langen Zeitraum zig Mal angelogen und dafür gesorgt, dass du an deiner Wahrnehmung zweifelst.
Und auch ein Jahr später bestimmt ER die Marschroute. Er lässt dich weiterhin völlig in der Schwebe. Er will keine Trennung, er will auch nicht, dass du jemandem etwas sagst, damit er sein Gesicht nicht verliert und du beugst dich dem und bist passiv, harrst der Dinge, die da kommen.
Ich wünsche dir: komm in deine Kraft! Nimm dein Leben in die Hand und gestalte es nach deinem Willen, Grenze dich ab. Ich würde mir z.B. meinen Mund nicht verbieten lassen wollen. Tu das, was aus deiner Sicht, gut für dich ist und DIR guttut. Frage dich, was DU dir wünschst und setze das um. Ich wünsche dir wirklich von Herzen Mut und Stärke.

14.04.2020 08:05 • x 7 #7


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Zitat von Bayside:
Mit dem Stillschweigen war ich vorerst einverstanden, ich wollte Ruhe einkehren lassen und ihm auch einen eventuellen Rückweg nicht verbauen.


Welchen Rückweg?

Und warum nimmst Du Dein Leben nicht selbst in die Hand?

14.04.2020 08:19 • x 3 #8


Bayside


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Danke allen, die sich die Mühe machen und ihre Gedanken zu meinem "Fall" schreiben.

Ich plane selbstverständlich mein weiteres Leben.

Die Eigentumswohnung meiner Eltern steht leer, diese sind seit Januar in einem Pflegeheim.
Ich habe mich mit meinen Eltern dahingehend besprochen, dass wir sie nicht verkaufen, sondern nach Renovierung vermieten.
Dass ich sie dann nehme, habe ich natürlich nicht gesagt. Ich muss meine Eltern schonen, sie sind beide sehr krank. Zur Zeit ist aber an ausräumen und renovieren nicht zu denken, man kann noch nicht einmal zur Müllverbrennungsanlage. Ich muss einfach diese Zeit noch abwarten.

Auch habe ich für den Notfall finanzielle Vorkehrungen getroffen.
Und ich habe mich, falls er mir tatsächlich das Auto abnehmen will, schon über Bedingungen für die Langzeitmiete eines Kleinwagens erkundigt.

Habe meinem Mann aber auch zu verstehen gegeben, dass sollte er finanziell irgendetwas ohne Absprache planen, ich sofort dagegen steuer, z.B. in der Form, dass ich seine Abbuchungen zurückhole. Er hat ja schriftlich noch nichts geregelt. Ist für ihn schlecht, da er in Kürze wohl einen Kredit aufnehmen will, für das neue Haus plus Designeinrichtung.

Und mein Einkommen, auch wenn es nicht so üppig ist, habe ich ja auch noch.

Freue mich auf weiteres Feedback, das hilft mir sehr.

LG
Bayside

14.04.2020 11:10 • x 3 #9


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Liebst Du ihn noch? Oder ist es Gewohnheit, was Dich träge macht?

14.04.2020 11:19 • x 1 #10


Bayside


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Zitat von Kummerkasten007:
Liebst Du ihn noch? Oder ist es Gewohnheit, was Dich träge macht?


Ich liebe ihn noch!
Frage mich auch schon seit Wochen, wann dieser entsetzliche Kummer, das Herzrasen und die Schlaflosigkeit endlich aufhören.

Träge finde ich mich nicht wirklich, ich sehe nur keinen Sinn, z.B. jetzt bei meinen Eltern die Schränke auszuräumen, die Sachen in Säcke zu packen um diese dann in der Wohnung stehen zu haben. Die Folge wäre, ich kann mich in der Wohnung dann nicht mehr bewegen. Erscheint mir sinnlos.

Ich gehe viel spazieren und kümmere mich um meinen! Haushalt und um meine! Sachen hier im Haus. Ich grille mir abends was, und liege bei dem wunderbaren Wetter welches wir hatten, auch einfach mal in der Sonne und hänge meinen Gedanken nach.

14.04.2020 11:28 • x 6 #11


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Also, Du willst raus aus dem Haus, sprich es ist seines?

Und Du siehst keinen Sinn darin, Deine Sachen schon mal zu packen oder auszumisten, also Dir quasi einen Start zu gestalten, damit Du dann möglichst schnell Dein eigenes Reich hast?

14.04.2020 11:32 • x 1 #12


Evolution

Evolution


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Zitat von Kummerkasten007:
Und Du siehst keinen Sinn darin, Deine Sachen schon mal zu packen oder auszumisten, also Dir quasi einen Start zu gestalten, damit Du dann möglichst schnell Dein eigenes Reich hast?


Jeder geht einfach anders damit um.
Ich z. B. packe bereits wie eine Blöde um am Tag x nur noch die reinen Möbel transportieren zu müssen... alle Kartons wurden schon auf Familie und Freunde verteilt.
hat eben den Nachteil dass ich nix was ich gerade benötige zur Hand habe...
ich wünschte mir manchmal die Gelassenheit der TE Und schwanke zwischen Aktionismus und chillen hin und her .
Ich finde TE du macht das ganz ordentlich für die kurze Zeit die es her ist!
Bis auf das Schweigen im Freundes und Bekanntenkreis .
Auch wenn du ihn zurück willst , was ich emotional absolut nachvollziehen kann, ist das keine gute Basis. Kein Gutes Fundament sollte es zu einer Réunion kommen.
Da gehört einfach Ehrlichkeit dazu und das hebelst du meiner Meinung nach mit dem Schweigen schön mit aus.
Aber es ist dein Weg und ich finde du gehst ihn ansonsten echt sehr gerade!

14.04.2020 11:50 • x 3 #13


Woelkeline


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Hallo Bayside,

Du sollst Dich natürlich verhalten, wie es für Dich am besten ist und Du Dich (den Umständen entsprechend) wohlfühlst.

Mir persönlich wäre diese ruhige Art fremd, ich hätte es längst eskalieren lassen, auch im privaten Umfeld. Fehlt es Dir nicht mit Freundinnen zu sprechen?

Du schreibst, er hat in all den Jahren offenbar gar nicht gesehen, was Du alles machst und worum Du Dich kümmerst. Das bedeutet ja auch: er hat Dich nicht gesehen. Und ich finde, das hat sich nicht geändert.

Er lebt eine Affäre über Monate hinter Deinem Rücken, leugnet auf Nachfrage und zieht dann zu der Affäre, die es nie gab.

Er gibt den Ton vor, keine Info an Niemanden, er kann noch nicht sagen, ob das jetzt endgültig ist? Und Du? Du wartest darauf, dass er vielleicht zurück kommt und ihr einen Chance habt? Dann wirst Du weiter unsichtbar und gefällig bleiben müssen, denn anders wird es nicht funktionieren, Rückfragen im Rahmen der Aufarbeitung gestattet er Dir sicher nicht.

Bayside, verlier Dich nicht aus den Augen.

14.04.2020 11:56 • x 4 #14


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Zitat von Evolution:
ich finde du gehst ihn ansonsten echt sehr gerade!


Indem sie wartet, dass er zurückkommt?

Sie wartet seit einem Jahr nun darauf, so verstehe ich es.


Zitat von Bayside:
ich bin selbstbewusst und schlau


Du bist in die Muttirolle gerutscht:
Zitat von Bayside:
Ich war sehr gekränkt, ich habe hier im Haus (150 qm) sehr viel zu tun. Ich mache alles, er nichts. Putzen, kochen, waschen, bügeln, Garten, kümmere mich um Versicherungen, im speziellen seine Privatkasse, Strom- und Gasverträge, einfach alles. Ich habe das immer gerne gemacht, und vor allem versucht es zu machen wenn er arbeitet. Ich wollte gerne, dass er Feierabend und am WE frei hat und sich nicht beim Bäcker, Metzger oder sonst wo anstellen muss.


Sorry, aber man pudert doch einem gestandenen Mann nicht so den Hintern. Dazu kamen Deine langjährig pflegebedürftigen Eltern, ich denke, auch da musste er das eine oder andere Mal zurückstecken.

Ich denke, er fühlte sich bei Dir nicht mehr als Mann, und dann kam jemand des Weges, der ihm wieder die Anerkennung gegeben hat. Ich sehe auch nicht, dass ihr noch großen Kontakt habt, ist das richtig? Und falls doch, vermute ich dass dieser in Streit, Anschuldigungen, Schuldzuweisungen etc. endet.

14.04.2020 12:01 • x 2 #15



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