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Acht Monate, zwölf Männer und die Wahrheit in kleinen S

Sonnenschein85
Zitat von Stella31:
Hallo Thomas, bevor ich auf deine schlimme Situation eingehe, möchte ich dich darauf hinweisen, besser kein so klares Foto von dir einzustellen mit ...

Guter Hinweis. Auch wenn du die Vorfälle in deinem sozialen privaten Umfeld ( wie Job etc) diskret behandeln möchtest, würde ich dir auch raten es raus zu nehmen.

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@Sonnenschein85 Danke dir. Genau diese Punkte beschäftigen mich auch sehr.

Sie sagt, dass sie es bereut, dass sie mich verletzt hat und dass sie unsere Ehe nicht verlieren will. Sie ordnet es selbst als massiven Fehler und als Grenzüberschreitung ein. Gleichzeitig ist für mich schwer, dass es eben nicht aus eigener Einsicht kam, sondern erst durch meine Konfrontation und danach nur schrittweise.

Das macht es für mich so schwierig: Ich muss unterscheiden, ob da echte Reue ist – oder vor allem Angst vor den Konsequenzen. Und ich muss sehen, ob sie wirklich versteht, was sie damit zerstört hat, nicht nur, dass sie jetzt Angst hat, mich zu verlieren.

Auch der Punkt mit Bestätigung und Aufregung trifft es. Ich glaube, dass ihr das etwas gegeben hat, was sie gesucht oder gebraucht hat. Genau deshalb reicht es für mich nicht, wenn sie nur sagt: „Es hört auf.“ Ich brauche, dass sie versteht, warum sie überhaupt so weit gegangen ist und warum sie es über Monate weitergeführt hat.

Meine Sorge ist weniger ein einzelner Rückfallmoment, sondern das Muster dahinter: Heimlichkeit, Aufmerksamkeit von außen, Doppelleben, schrittweises Zugeben. Wenn wir eine Chance haben sollen, muss sie daran ehrlich arbeiten – nicht nur mir zuliebe, sondern weil sie selbst begreift, dass dieses Verhalten in einer Ehe keinen Platz hat.

Ich bin noch im Schock und gleichzeitig versuche ich, ruhig genug zu bleiben, um nicht nur aus Schmerz zu reagieren. Vertrauen kann ich im Moment nicht einfach geben. Das müsste über längere Zeit durch konsequentes Verhalten, Transparenz und Eigenverantwortung neu entstehen.

x 2 #17


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Acht Monate, zwölf Männer und die Wahrheit in kleinen S

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@unbel-leberwurst Im Moment ist es gemischt, aber nicht kalt oder gleichgültig.

Sie zeigt schon, dass sie mich nicht verlieren will. Sie ist traurig, sie sagt, dass sie bereut, was sie getan hat, und dass sie verstanden hat, wie sehr sie mich verletzt hat. Sie sucht Nähe, bemüht sich um uns und ist grundsätzlich bereit, darüber zu sprechen.

Gleichzeitig ist genau das für mich schwer einzuordnen. Ich frage mich natürlich, wie viel davon echte Einsicht ist und wie viel aus Angst entsteht, mich, die Ehe oder unser gemeinsames Leben zu verlieren. Das klingt hart, aber nach so einem Vertrauensbruch kann ich ihre Reaktionen im Moment nicht einfach ungefiltert glauben.

Was mir zusätzlich zu schaffen macht: Die ganze Wahrheit kam nicht auf einmal und nicht aus eigenem Antrieb. Es gab dieses schrittweise Zugeben. Dadurch bleibt in mir die Unsicherheit, ob sie jetzt wirklich offen ist oder ob ich wieder nur so viel weiß, wie gerade nicht mehr zu vermeiden war.

Ich sehe also Bemühung und auch Schmerz bei ihr. Aber ich brauche jetzt über Zeit Konsistenz, Transparenz und Eigenverantwortung. Nicht nur emotionale Reaktionen im Moment, sondern ein dauerhaft anderes Verhalten.

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Sonnenschein85
Zitat von Oddthomas:
@Sonnenschein85 Danke dir. Genau diese Punkte beschäftigen mich auch sehr. Sie sagt, dass sie es bereut, dass sie mich verletzt hat und dass sie ...

Absolut. Da steckt mehr hinter und das war nicht nur eine einmalige Lüge. Wenn du ihr die Chance gibt, müsst ihr offen und transparent kommunizieren warum sie es getan hat , was ihr fehlte und wie ihr das zusammen wieder hin bekommen könnt euch emotional anzunähern.
Wichtig ist für dich zu wissen ob sie aufrichtig damit aufhören will und an euch glaubt. Und ob sie wirklich auf diesen Reiz des Verbotenen verzichten kann, nachdem sie da so drin aufgegangen ist.

Wenn ihr Mühe und Arbeit in die Beziehung steckt, muss sie auch absolut dahinter stehen und dich und die Beziehung wollen mit aller Verbindlichkeit.

x 1 #19


O
@Waris07 Genau wie Du schreibst, es wird nun sich zeigen, was sie denkt. Sie sagt, sie bereut und hat alles gelöscht. Aber derzeit zählen nur Taten und Zeit.

x 3 #20


Sonnenschein85
Zitat von Oddthomas:
@Waris07 Genau wie Du schreibst, es wird nun sich zeigen, was sie denkt. Sie sagt, sie bereut und hat alles gelöscht. Aber derzeit zählen nur Taten ...

Ja, das stinmt. Die Zeit wird es zeigen. Hat sie ihr Instagram gelöscht? Weißt du das?

x 2 #21


Patrick1612
Sie muss aber auch lernen, in Zukunft über ihre Bedürfnisse offen mit dir darüber zu reden.
Und um gemeinsam eine Lösung zu finden, kompromisse eingehen. Dies bringt dir eventuell auch die Sicherheit, Vertrauen wieder.

x 4 #22


Harry_50
Zitat von Oddthomas:
Sie sagt, sie bereut und hat alles gelöscht

mMn bereut sie nur dass, sie aufgeflogen ist. Acht Monate sind eine lange Zeit. Abwarten, was die nächste Zeit passiert.

x 4 #23


Lathgertha
@Oddthomas

Du formulierst das inzwischen sehr klar und man merkt, dass du nicht mehr nur im Schock bist, sondern beginnst, strukturiert zu denken. Das ist wichtig, weil genau an diesem Punkt viele entweder vorschnell verzeihen oder vorschnell gehen..

Ein Aspekt, den du vielleicht noch mit einbeziehen kannst=

Du versuchst gerade herauszufinden, ob ihre Reue echt ist oder aus Angst entsteht. Das ist verständlich. Aber in der Praxis ist es oft nicht entweder oder.

Angst und Reue treten nach solchen Situationen häufig gemeinsam auf. Die entscheidende Frage ist weniger, womit es begonnen hat, sondern wohin es sich entwickelt.

Echte Einsicht zeigt sich nicht primär in dem, was sie jetzt fühlt oder sagt, sondern darin, ob sie bereit ist, dorthin zu schauen, wo es für sie unangenehm wird. Also nicht nur „Ich wollte dich nicht verletzen“ sondern „Was in mir hat es möglich gemacht, über Monate parallel zu leben und es aufrechtzuerhalten“…

Genau da trennt sich Verhalten, das situativ war, von Verhalten, das strukturell ist.

Du benennst das Muster bereits sehr klar= Heimlichkeit, externe Bestätigung, Doppelleben, schrittweises Zugeben. Das ist wichtig, weil Heilung nicht darüber läuft, das Verhalten zu stoppen, sondern das Muster zu verstehen und zu durchbrechen.

Ein zweiter Punkt, den viele auch unterschätzen=

Dein System reagiert nicht nur auf das, was sie getan hat, sondern auf den Verlust von Vorhersehbarkeit. Deshalb reicht es im Moment auch nicht, dass sie Nähe sucht oder emotional reagiert. Nähe ohne wiederhergestellte Verlässlichkeit beruhigt kurzfristig, stabilisiert aber nicht.

Das, was du als „Konsistenz und Transparenz über Zeit“ beschreibst, ist genau das, was dein Nervensystem braucht, um überhaupt wieder Sicherheit zu entwickeln.

Und vielleicht noch etwas, das dir helfen kann, dich selbst einzuordnen=
Du bist nicht misstrauisch geworden, weil du ein misstrauischer Mensch bist. Du bist misstrauisch geworden, weil deine Realität über Monate nicht mit dem übereingestimmt hat, was tatsächlich passiert ist.

Das heißt, dein aktuelles Hinterfragen ist keine Schwäche, sondern eine Anpassung an das, was du erlebt hast.

Du musst Vertrauen gerade nicht geben.
Du darfst beobachten.

Und ob daraus wieder Vertrauen entsteht, entscheidet sich nicht an einzelnen Gesprächen oder Emotionen, sondern daran, ob ihr Verhalten über Zeit berechenbar, offen und eigenverantwortlich wird.

Im Moment machst du etwas sehr Schwieriges, aber sehr Richtiges: Du hältst beides aus, ohne dich sofort festzulegen.

x 8 #24


Laetitia2024
Zitat von Patrick1612:
Sie muss aber auch lernen, in Zukunft über ihre Bedürfnisse offen mit dir darüber zu reden. Und um gemeinsam eine Lösung zu finden, kompromisse ...

Ich vermute, sie gehört eher zu den Menschen, bei denen der Reiz im Verborgenen liegt.

x 4 #25


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Hast du sie gefragt,warum sie das gemacht hat?
Wenn es um derartige Sex.Themen ging,war es der Reiz des vermeintlich Verbotenen...vermisste sie etwas...?

x 4 #26


unbel-Leberwurst
Zitat von Oddthomas:
Sie sucht Nähe, bemüht sich um uns und ist grundsätzlich bereit, darüber zu sprechen.

Das ist schonmal gut.

Kam denn schon was, warum sie es getan hat?

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Patrick1612
Zitat von Laetitia2024:
Ich vermute, sie gehört eher zu den Menschen, bei denen der Reiz im Verborgenen liegt.

Wenn es so seien sollte, dann wird dieser Reiz irgendwann in der Zukunft auftauchen. Ausser man sucht sich Hilfe, da es vielleicht ein tiefsitzendes Problem ist.

x 1 #28


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@Sonnenschein85 sie hat den Account gelöscht, nächste Woche wäre er dann weg. Es ist in so einer dark romance Bubble, als ich die Beiträge dort las, wurde mir schnell bewusst, wie eng dort die Leute die Grenzen ziehen.

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Sonnenschein85
Zitat von Oddthomas:
@Sonnenschein85 sie hat den Account gelöscht, nächste Woche wäre er dann weg. Es ist in so einer dark romance Bubble, als ich die Beiträge dort ...

Hm...mal sehen, ob sie es vermisst und wirklich mit allen den Kontakt abgebrochen hat ...

Wäre sie für eine Paartherapie bereit?

#30


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