×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

154

Acht Monate, zwölf Männer und die Wahrheit in kleinen S

O

Oddthomas
Mitglied

Beiträge:
20
Themen:
1
Danke erhalten:
39
Mitglied seit:
Ich schreibe das hier, weil ich versuche, das Erlebte irgendwie zu sortieren. Vielleicht auch, weil ich verstehen will, ob andere diesen Zustand kennen: Man liebt einen Menschen noch, obwohl dieser Mensch einem etwas angetan hat, das innerlich kaum zu greifen ist.

Meine Frau und ich hatten keine offene Beziehung. Es gab keine Vereinbarung über Seitensprünge. Weder real noch online. Für mich war unsere Ehe ein geschützter Raum. Nicht perfekt, aber echt. Wir haben Familie, Verantwortung, Alltag, Kinder, Haus, Verpflichtungen. Ich dachte, wir stehen grundsätzlich auf derselben Seite.

Dann kam der 31. März 2026.

An diesem Tag konfrontierte ich sie gegen 15 Uhr mit einer einfachen Frage:
„Wer ist wordsofpoet?“

Ihre erste Antwort war:
„Keine Ahnung.“

Heute weiß ich: Das war nicht die Wahrheit.

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand führte sie von etwa August 2025 bis Ende März 2026 über Instagram-Accounts, auf denen sie ero. Gedichte veröffentlichte, Kontakte zu verschiedenen Männern. Die Accounts hatten ungefähr 1.600 Follower. Was nach außen vielleicht nach Poesie, Kreativität und weicher Sinnlichkeit aussah, war offenbar auch ein Raum für Flirts, sexuelle Bestätigung und intime Grenzüberschreitungen.

Seit November 2025 bestand eine besonders intensive Verbindung zu einem Mann, den ich hier nur „W.“ nenne. Es war nicht einfach ein netter Austausch. Es war nach allem, was ich weiß, emotional und sexuell intim. Daneben gab es weitere Kontakte. Insgesamt sprechen wir nach heutigem Stand von etwa zwölf Flirts. Bei mehreren davon wurden Bilder ausgetauscht. Es gab explizites Sexting, CS und laut ihrer eigenen Aussage mit mindestens einer Person mehrfach Videosex-Anrufe „mit Happy End“. Es bestehen Anzeichen für mehr.

Besonders hart war für mich ein weiterer Fall im Februar 2026. Ein Mann aus ihrem Umfeld, kein völlig anonymer Fremder. Auch dort ging es um Bilder, BDSM-Fantasien und sehr explizite sexuelle Inhalte. Für mich war das ein weiterer Schlag, weil es zeigte: Es war nicht nur eine einzelne emotionale Verirrung. Es war ein Muster. Und sie meinte, sie wusste nicht, ob ich BDSM mag - ich, der dominant ist.

Was mich fast genauso zerstört wie die Handlungen selbst, ist die Art, wie die Wahrheit ans Licht kam.

Am 31. März erzählte sie mir zunächst nur von W.
Etwa eine Woche später kamen vier weitere Personen hinzu, nachdem ich selbst mehrere Menschen kontaktiert hatte.
Etwa zwei Wochen später kamen weitere Namen und Details dazu, wieder nachdem ich selbst nachgeforscht hatte.

Es fühlte sich nicht an wie ein ehrliches Aufdecken. Es fühlte sich an wie Wahrheit unter Druck. Immer nur so viel, wie gerade nicht mehr zu vermeiden war.

Und genau das macht etwas mit einem.

Ich frage mich seitdem nicht nur:
Wie konnte sie das tun?

Sondern auch:
Wie oft hat sie mich angesehen und dabei gewusst, was sie verheimlicht?
Wie oft war sie körperlich bei mir, aber innerlich noch bei jemand anderem?
Wie viel von dem, was ich heute weiß, weiß ich nur, weil ich selbst gesucht habe?
Und wie viel weiß ich vielleicht immer noch nicht?

Das Schlimme ist: Ich liebe sie noch.

Das macht es nicht einfacher. Im Gegenteil. Wenn keine Liebe mehr da wäre, wäre es vielleicht klarer. Dann könnte man sagen: Ende, Schnitt, raus. Aber da ist Liebe. Da ist Geschichte. Da ist Familie. Da sind Erinnerungen. Da ist auch der Mensch, mit dem ich mein Leben geteilt habe und den ich trotz allem noch sehe.

Und gleichzeitig ist da dieser andere Teil in mir.

Der Teil, der Bilder im Kopf hat.
Der Teil, der nachts wach wird.
Der Teil, der sich fragt, ob er nur der sichere Hafen war, während andere das Feuer bekommen haben.
Der Teil, der sich gedemütigt fühlt.
Der Teil, der wissen will, ob echte Reue da ist — oder nur Angst vor den Konsequenzen.

Ich schwanke zwischen Nähe und Rückzug. Zwischen dem Wunsch, sie zu halten, und dem Impuls, mich selbst zu schützen. Manchmal sehe ich sie und denke: „Wir schaffen das.“ Manchmal sehe ich sie und denke: „Ich kenne dich nicht mehr.“

Das ist vielleicht das Schwerste: Der Mensch ist noch da, aber das Bild von diesem Menschen ist zerbrochen.

Ich versuche gerade, nicht vorschnell zu entscheiden. Ich versuche, nicht nur aus Schmerz zu handeln, aber auch nicht aus Angst vor Verlust alles zu verharmlosen. Ich will vergeben können, aber ich will mich dabei nicht selbst verlieren. Ich will verstehen, aber ich will nicht entschuldigen, was nicht entschuldbar ist. Ich will eine Zukunft sehen, aber ich weiß, dass Vertrauen nicht durch Worte zurückkommt.

Im Moment fühlt es sich an, als würde ich zwischen zwei Wahrheiten stehen:

Ich liebe meine Frau.
Und:
Sie hat mich über Monate tief verletzt, belogen und unsere Ehe massiv beschädigt.

Beides ist wahr. Und genau diese Gleichzeitigkeit zerreißt mich.

Ich schreibe das hier nicht, weil ich schon eine Antwort habe. Ich schreibe es, weil ich gerade lernen muss, mit einer Wahrheit zu leben, die ich nie haben wollte.

Vielleicht kennen einige von euch diesen Punkt:
Man steht nicht mehr ganz im alten Leben, aber auch noch nicht in einem neuen.
Man ist nicht gegangen, aber auch nicht wirklich angekommen.
Man ist noch da — aber innerlich nicht mehr unversehrt.

So fühle ich mich gerade.

x 18 #1


Error
Zitat von Oddthomas:
m Moment fühlt es sich an, als würde ich zwischen zwei Wahrheiten stehen:

Ich liebe meine Frau.
Und:
Sie hat mich über Monate tief verletzt, belogen und unsere Ehe massiv beschädigt.

Lieber Thomas,

ich habe Deinen Post gelesen und bin ebenfalls sehr entsetzt über Deine Frau.
Nach so langer Zeit scheint ihr die Ehe, Euer Leben zu langweilig geworden zu sein und sie hat die grenzenlose Freiheit des www kennengelernt.
Auch dass man sich dort als das präsentieren kann, was man gerne wäre und (erstmal) begehrt wird.

Das stinkt gewaltig zum Himmel und ich an Deiner Stelle, wüsste nicht ob ich ihr jemals wieder vertrauen könnte.

Für mich wäre das ein Grund für eine Trennung, auch wenn Du sie noch liebst.
Du solltest Dir jetzt die Frage stellen, will ich so weiterleben, immer in Hoffnung, aber aufgrund ihrer bisherigen Lügen immer in Angst, sie macht so weiter oder macht es wieder?

Ich wünsche Dir einen klaren Kopf und viel Kraft 🍀💪

x 8 #2


A


Acht Monate, zwölf Männer und die Wahrheit in kleinen S

x 3


Lathgertha
Was du beschreibst, ist kein Widerspruch in dir, sondern eine völlig logische Reaktion auf etwas, das dein System gerade nicht zusammenbekommt.
Du stehst nicht zwischen zwei Wahrheiten.

Du stehst zwischen zwei Ebenen derselben Wahrheit.

Die eine Ebene ist Bindung.
Die andere ist Verletzung.

Und das Schwierige ist: Bindung verschwindet nicht automatisch, nur weil Vertrauen zerstört wurde.
Viele denken, wenn so etwas passiert, müsste die Liebe sofort weg sein, sonst stimmt etwas nicht. Das Gegenteil ist oft der Fall. Gerade wenn viel Geschichte, Nähe und Alltag da sind, bleibt die emotionale Bindung bestehen, während das Vertrauen gleichzeitig zerbricht. Das fühlt sich dann genau so an, wie du es beschreibst: innerlich zerrissen, nicht mehr ganz im Alten, aber auch nicht im Neuen.

Was bei dir zusätzlich erschwerend dazukommt, ist nicht nur das, was sie getan hat, sondern wie es ans Licht kam.
Das Muster, das du beschreibst, ist zentral. Nicht der einzelne Kontakt.
Nicht einmal die Anzahl. Sondern dieses schrittweise Offenlegen unter Druck.
Das zerstört nicht nur Vertrauen in die Vergangenheit, sondern auch in die Gegenwart.

Weil dein Kopf nicht mehr unterscheiden kann= Ist das jetzt alles oder kommt noch mehr?

Und genau deshalb kreist dein Denken nicht nur um die Taten, sondern um Fragen wie:
Wie viel weiß ich wirklich, Was war echt,
Was war parallel, Wann war ich in einer Realität, die es so gar nicht gab..

Das ist kein Grübeln im klassischen Sinne.
Das ist ein Versuch deines Systems, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen.

Ein Punkt, den viele übersehen=
Du kämpfst nicht nur mit Eifersucht oder Kränkung.
Du kämpfst mit einem Bruch deines inneren Bezugsrahmens.
Deine Ehe war für dich ein geschützter Raum. Das war kein Detail, das war deine Grundannahme. Und genau diese Grundannahme wurde nicht einmal verletzt, sondern über Monate hinweg parallel gelebt, ohne dass du es wusstest.
Das erzeugt dieses Gefühl von „Ich kenne dich nicht mehr“.

Weil es nicht nur um Verhalten geht, sondern um Identität.
Und gleichzeitig bleibt der Mensch sichtbar, den du liebst. Das ist der Teil, der dich hält.

Was du sehr klar siehst, und das ist wichtig, ist der Unterschied zwischen Reue und Druck.

Echte Reue zeigt sich nicht daran, dass jemand etwas zugibt, wenn es nicht mehr zu vermeiden ist.
Echte Reue zeigt sich daran, dass jemand von sich aus bereit ist, die ganze Wahrheit hinzulegen, auch wenn es ihn selbst belastet.

Das ist im Moment der entscheidende Punkt für dich, nicht die Vergangenheit allein. Du versuchst nicht nur zu verstehen, was war. Du versuchst zu prüfen, ob es eine Basis gibt, auf der überhaupt etwas Neues entstehen kann.
Und da bist du gedanklich schon sehr klar, auch wenn es sich emotional noch nicht so anfühlt.

Du willst nicht aus Schmerz gehen.
Aber du willst auch nicht aus Angst bleiben.

Das ist kein Stillstand.
Das ist der sauberste Punkt, an dem man stehen kann.
Was dir im Moment wahrscheinlich am meisten zusetzt, sind diese inneren Bilder und Vergleiche. Dieses Gefühl, ersetzt worden zu sein oder nur der sichere Teil gewesen zu sein.

Das ist eine typische Folge solcher Situationen, aber wichtig ist:
Diese Gedanken sagen mehr über die Verletzung aus als über die Realität deiner Rolle.
Trotzdem fühlen sie sich real an, weil dein Vertrauen fehlt, nicht weil du tatsächlich weniger warst.

Vielleicht der ehrlichste Punkt zum Schluss:
Du musst gerade nichts entscheiden.

Aber du wirst irgendwann nicht darum herumkommen, zwei Dinge getrennt zu prüfen:
Kannst du mit dem, was passiert ist, leben, ohne dich selbst zu verlieren ?
Und zeigt sie ein Verhalten, das Vertrauen überhaupt wieder möglich macht..?

Nicht auf Basis von Worten, sondern über Zeit, Konsistenz und Transparenz
Bis dahin ist es genau das, was du beschreibst: ein Dazwischen.

Und dieses Dazwischen ist kein Zeichen von Schwäche sondern der Punkt, an dem man beginnt, wieder klar zu sehen

x 16 #3


S
@Oddthomas


Zitat:
Man liebt einen Menschen noch, obwohl dieser Mensch einem etwas angetan hat, das innerlich kaum zu greifen ist.

Meist erstarrt man da und bleibt in dieser Beziehung stehen.

Zitat:
Meine Frau und ich hatten keine offene Beziehung. Es gab keine Vereinbarung über Seitensprünge. Weder real noch online. Für mich war unsere Ehe ein geschützter Raum. Nicht perfekt, aber echt. Wir haben Familie, Verantwortung, Alltag, Kinder, Haus, Verpflichtungen. Ich dachte, wir stehen grundsätzlich auf derselben Seite.

Also würdest du diese Beziehung am 30.03.2026 als gut definieren ?

Zitat:
Heute weiß ich: Das war nicht die Wahrheit.



Zitat:
Nach meinem aktuellen Kenntnisstand führte sie von etwa August 2025 bis Ende März 2026 über Instagram-Accounts, auf denen sie ero. Gedichte veröffentlichte, Kontakte zu verschiedenen Männern. Die Accounts hatten ungefähr 1.600 Follower. Was nach außen vielleicht nach Poesie, Kreativität und weicher Sinnlichkeit aussah, war offenbar auch ein Raum für Flirts, sexuelle Bestätigung und intime Grenzüberschreitungen.



Zitat:
Seit November 2025 bestand eine besonders intensive Verbindung zu einem Mann, den ich hier nur „W.“ nenne. Es war nicht einfach ein netter Austausch. Es war nach allem, was ich weiß, emotional und sexuell intim. Daneben gab es weitere Kontakte. Insgesamt sprechen wir nach heutigem Stand von etwa zwölf Flirts. Bei mehreren davon wurden Bilder ausgetauscht. Es gab explizites Sexting, CS und laut ihrer eigenen Aussage mit mindestens einer Person mehrfach Videosex-Anrufe „mit Happy End“. Es bestehen Anzeichen für mehr.

Aber kein realer Kontakt ?

Zitat:
Es war ein Muster. Und sie meinte, sie wusste nicht, ob ich BDSM mag - ich, der dominant ist.



Zitat:
Was mich fast genauso zerstört wie die Handlungen selbst, ist die Art, wie die Wahrheit ans Licht kam.

Vermutlich Scheibchenweise.

Zitat:
Am 31. März erzählte sie mir zunächst nur von W.
Etwa eine Woche später kamen vier weitere Personen hinzu, nachdem ich selbst mehrere Menschen kontaktiert hatte.

Etwa zwei Wochen später kamen weitere Namen und Details dazu, wieder nachdem ich selbst nachgeforscht hatte.



Zitat:
Es fühlte sich nicht an wie ein ehrliches Aufdecken. Es fühlte sich an wie Wahrheit unter Druck. Immer nur so viel, wie gerade nicht mehr zu vermeiden war.
Und genau das macht etwas mit einem.

Sowas kann einen tiefen Bruch in einem auslösen.

Zitat:
Sondern auch:
Wie oft hat sie mich angesehen und dabei gewusst, was sie verheimlicht?
Wie oft war sie körperlich bei mir, aber innerlich noch bei jemand anderem?
Wie viel von dem, was ich heute weiß, weiß ich nur, weil ich selbst gesucht habe?
Und wie viel weiß ich vielleicht immer noch nicht?



Zitat:
Das Schlimme ist: Ich liebe sie noch.



Zitat:
Das macht es nicht einfacher. Im Gegenteil. Wenn keine Liebe mehr da wäre, wäre es vielleicht klarer. Dann könnte man sagen: Ende, Schnitt, raus. Aber da ist Liebe. Da ist Geschichte. Da ist Familie. Da sind Erinnerungen. Da ist auch der Mensch, mit dem ich mein Leben geteilt habe und den ich trotz allem noch sehe.



Zitat:
Und gleichzeitig ist da dieser andere Teil in mir.

Der Teil, der Bilder im Kopf hat.
Der Teil, der nachts wach wird.
Der Teil, der sich fragt, ob er nur der sichere Hafen war, während andere das Feuer bekommen haben.
Der Teil, der sich gedemütigt fühlt.
Der Teil, der wissen will, ob echte Reue da ist — oder nur Angst vor den Konsequenzen

.reue wäre da wenn sie alles erzählen würde , glaubhaft ernsthaft sich entschuldigt , und eben auch Reue zeig. Nicht endlos und niederkniend aber eben ernsthaft das bereuen.

Zitat:
Ich schwanke zwischen Nähe und Rückzug. Zwischen dem Wunsch, sie zu halten, und dem Impuls, mich selbst zu schützen. Manchmal sehe ich sie und denke: „Wir schaffen das.

Willst DU es schaffen ?

Will sie es ?

Zitat:
Ich versuche gerade, nicht vorschnell zu entscheiden.

👍
Auch in der Situation besser und durchatmen.

Zitat:
Ich versuche, nicht nur aus Schmerz zu handeln, aber auch nicht aus Angst vor Verlust alles zu verharmlosen. Ich will vergeben können, aber ich will mich dabei nicht selbst verlieren.

Dazu wäre wichtig warum sie das machte ?

Zitat:
Ich will verstehen, aber ich will nicht entschuldigen, was nicht entschuldbar ist.

Das ist deine Aufgabe raus zu finden ob du es entschuldigen könntest und willst.



Zitat:
Ich will eine Zukunft sehen, aber ich weiß, dass Vertrauen nicht durch Worte zurückkommt.

Das kann sie nur machen in dem sie sich vertrauensvoll verhält.


Zitat:
Ich schreibe das hier nicht, weil ich schon eine Antwort habe. Ich schreibe es, weil ich gerade lernen muss, mit einer Wahrheit zu leben, die ich nie haben wollte.

Manch mal kommt das Leben vorbei ohne zu klingeln und beim aufmachen der Tür haut ein das Leben richtig auf die Fresse.

Zitat:
Vielleicht kennen einige von euch diesen Punkt:

Einige.

x 4 #4


Sonnenschein85
Oh, das ist hart. Das tut mir Leid. Natürlich hast du noch Gefühle und liebst sie. Auf Knopfdruck gehen ja nicht alle Emotionen die du Jahrelang hattest weg, auch wenn einem etwas schlimmes angetan wurde.

Du bist wahrscheinlich so oder so noch in einem Schockzustand.

Was sagt sie zu alledem? Wie ordnet sie das selbst ein?

Das schwierige finde ich immer, wenn es nicht aus Einsicht gebeichtet wird sondern eben raus kommt. Ist eben dann fraglich ob sie es wirklich bereut und ob es jetzt aufhört. Davon abgesehen ob du noch oder wieder vertrauen entwickeln kannst, würde mir der Gedanke Sorgen machen, ob sie nicht wieder damit anfangen wird. Zumal es ihr anscheinend etwas "gegeben" hat wie Bestätigung und Aufregung. Wahrscheinlich, weil es schon länger so lief, ist es schwer dann einfach so wieder drauf zu verzichten.

x 6 #5


QueenA
@Oddthomas Hallo

Das, was du beschreibst, ergibt total Sinn.
Du liebst sie noch und gleichzeitig hat sie dich richtig verletzt. Das widerspricht sich nicht.

Was dich so fertig macht, ist nicht nur das, was passiert ist, sondern wie es rauskam. Dieses Stück-für-Stück zerstört Vertrauen nochmal extra.

Dass dein Kopf nicht zur Ruhe kommt, dass du hin- und hergerissen bist, das ist normal in so einer Situation meines Wissens nach.
Du musst jetzt nichts entscheiden. Wirklich nicht. Wichtiger ist erstmal zu schauen:

-Kommt jetzt alles ehrlich auf den Tisch?
-Übernimmt sie Verantwortung, ohne Ausreden?
-Zeigt sie dir durch ihr Verhalten, dass sich wirklich was ändert?

Nimm dir die Zeit, die du brauchst.
Aber vergiss dich dabei nicht. 🍀

x 4 #6


unbel-Leberwurst
Wie agiert bzw reagiert sie denn im Moment?

x 1 #7


Sonnenschein85
Zitat von unbel-Leberwurst:
Wie agiert bzw reagiert sie denn im Moment?

Das würde mich auch interessieren. Übenimmt sie Verantwortung? Was will sie machen um dein Vertrauen zu gewinnen? Was tut sie um dir Sicherheit zu geben? Und will sie überhaupt aus tiefstem Herzen die Beziehung retten?

x 2 #8


Waris07
@Oddthomas

Heftige Geschichte.... 😳

Beim Lesen habe ich das Gefühl, dass du gerade sehr viel trägst. Du versuchst zu verstehen, einzuordnen und nichts zu überstürzen, während du gleichzeitig mit all dem Schmerz umgehen musst.

Was für mich dabei aber wie das zentrale Puzzleteil wirkt, ist etwas, das du kaum beschreibst:
Wie definiert sie eigentlich im Moment ihre Rolle in eurer Ehe und was bedeutet eure Beziehung ganz konkret für sie?

Am Ende läuft es genau darauf hinaus, wo sie innerlich steht. Ob sie sich klar in dieser Beziehung sieht mit allem, was dazugehört, also Verbindlichkeit und dem bewussten Verzicht auf solche Parallelwelten. Oder ob sie eher halb drin und halb draußen ist, also noch gebunden, aber mit einem Teil von sich weiterhin in diesen anderen Räumen unterwegs. Oder ob sie vielleicht schon weiter weg ist, als es sich für dich im Moment greifen lässt.

Und daran knüpft direkt die nächste Frage: Was ist ihr konkreter Plan für euch beide?

Geht es ihr wirklich um Aufarbeitung, Veränderung und darum, Vertrauen wieder aufzubauen? Oder wirkt es eher so, als würde sie hoffen, dass sich alles mit der Zeit beruhigt und du dich irgendwie damit arrangierst?
Ganz zugespitzt bleibt für mich die Frage, ob sie wirklich eine verbindliche Beziehung mit dir leben will oder ob sie sich diese Parallelwelt weiter offenhalten möchte und du damit klarkommen sollst.

Eine Beziehung existiert nur dann als Team, wenn beide dieselben Regeln leben - nicht wenn einer sie still bricht und der andere sie nachträglich zusammenhalten soll.

x 5 #9


Patrick1612
Beim Lesen habe ich auch erstmal Gänsehaut bekommen 😮
Es wird definitiv noch mehr ans Licht kommen, aber versuche nicht selbst noch mehr herauszufinden. Das was du nicht weißt, macht dich nicht heiß 🔥
Und wer einmal lügt/ Fremd geht wird dies auch immer wieder tun.
Nur du musst für dich selber wissen ob du bleibst und mit der Ungewissheit, dich selber kaputt machen ertragen kannst oder nicht.

x 1 #10


O
@lathgerth Danke dir. Das trifft ziemlich genau den Punkt.

Vor allem der Satz, dass Bindung nicht automatisch verschwindet, nur weil Vertrauen zerstört wurde, beschreibt meine Lage sehr gut. Ich liebe sie noch, sehe auch den Menschen, mit dem ich so viel Geschichte habe – und gleichzeitig ist da dieser massive Bruch, der vieles infrage stellt.

Für mich ist tatsächlich nicht nur entscheidend, was passiert ist, sondern wie es danach ans Licht kam. Dieses schrittweise Offenlegen unter Druck ist gerade einer der schwersten Punkte. Es lässt mich immer wieder zweifeln, ob ich wirklich alles weiß oder ob nur das gesagt wurde, was ohnehin nicht mehr zu verbergen war.

Genau deshalb kreise ich gedanklich nicht nur um einzelne Kontakte oder konkrete Handlungen, sondern um die Frage, ob meine Realität der letzten Monate überhaupt echt war. Das ist schwer auszuhalten.

Deine Unterscheidung zwischen Reue und Druck finde ich sehr wichtig. Ich merke, dass ich nicht nur Worte brauche, sondern über Zeit echte Konsistenz, Transparenz und Eigenverantwortung sehen muss. Nicht als Kontrolle um der Kontrolle willen, sondern weil Vertrauen sonst keine neue Grundlage bekommt.

Ich will nicht aus Schmerz gehen. Aber ich will auch nicht bleiben, wenn ich mich dabei selbst verliere. Dieser Satz beschreibt es sehr gut.

Im Moment bin ich wohl genau in diesem Dazwischen. Ich versuche, nicht vorschnell zu entscheiden, sondern klarer zu sehen: Was ist passiert? Was macht es mit mir? Und zeigt sie wirklich ein Verhalten, auf dem man etwas Neues aufbauen kann?

Danke für deine Antwort. Sie hilft mir, das innere Chaos etwas besser einzuordnen.

x 5 #11


mokka_23
@Oddthomas Tut mir leid.
Die Fragen, die du dir nun stellen musst:
Wieso spaltet deine Frau einen offenbar wichtigen Aspekt ihrer S exualität von dir und eurer Beziehung ab? Und hat das etwas mit eurer Beziehung zu tun und dir? Und könntest du die "neue" Version deiner Frau auch lieben oder nur jene, die es nicht mehr oder nie gab?

x 2 #12


Laetitia2024
Zitat von Oddthomas:
Ich schreibe das hier, weil ich versuche, das Erlebte irgendwie zu sortieren. Vielleicht auch, weil ich verstehen will, ob andere diesen Zustand ...

Es tut mir sehr leid, was du gerade durchmachst. Ich kenne das Gefühl und bin von meinem Ex auch online betrogen worden. Immer wieder, über einen längeren Zeitraum und das, obwohl es immer solange abgestritten wurde, bis die Tatsachen auf dem Tisch lagen.
Man ist geschockt und fragt sich, mit wem man da eigentlich zusammen ist. Trennung und irgendwann die Demütigung verarbeiten, mit Abstand dazu nach vorne blicken, das rate ich dir.

#13


Canis_Lupus
Zitat von Patrick1612:
Und wer einmal lügt/ Fremd geht wird dies auch immer wieder tun. Nur du musst für dich selber ...

Das ist für mich persönlich eigentlich das Wichtigste. Es ist egal, ob es wieder passiert - es ist passiert und Vertrauen ist nicht mehr möglich.

#14


Stella31
Hallo Thomas,
bevor ich auf deine schlimme Situation eingehe, möchte ich dich darauf hinweisen, besser kein so klares Foto von dir einzustellen mit den ganzen Details in deinem Profil.
Da dadurch sehr schnell diverse Rückschlüsse und Verbindungen hergestellt werden können.
Hier gibt es einige "Detektive" und du weißt nicht,wer alles in diesem Forum unterwegs ist.

x 1 #15


A


x 4