MissLilly
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Zitat von Begonie:Ich sprach von Einstellungsänderung und nicht von einem weiter wie bisher.
Ach ja? Und das bewerkstelligst du wie genau? Etwa so:?
Zitat von Begonie:Es kann zu der inneren Überzeugung kommen, dass man den Ehemann fast allzu leichtfertig aufgegeben hätte und die Ehe mutwillig gefährdet hat. Die Sichtweise auf den Ehepartner kann sich dahingehend ändern, dass man dann wieder die Qualitäten dieser Person erkennt und dadurch auch in der Lage ist, sich dem Partner anders zuzuwenden.
Es ist für mich immer wieder bemerkenswert zu beobachten, wie Menschen nahezu blind und obendrein auch noch mit einer nahezu stillschweigenden Selbstverständlichkeit Ansprüche stellen, denen sie SELBST nicht im Geringsten gerecht werden!
Bitte beantworte mir daher doch bitte die Frage an welcher Stelle dieses ganzen Prozedere, DU denn genau deinem Partner die Möglichkeit einräumst sich DEINER Qualitäten vollumfänglich bewusst zu werden, wenn du nicht dazu bereit DICH UND DEINE GANZE PERSÖNLICHKEIT zu zeigen?
Offenbar gehörst auch du zu den Menschen die einfach nicht begreifen können, dass sich hinter einem solchen Mechanismus nichts weiter als die ANGST verbirgt. Angst vor Ablehnung der eigenen Identität bzw. vielmehr AUTHENTIZITÄT.
Denn wer Angst vor der eigenen Identität hat, weil er seinen Selbstwert immer nur von den Reaktionen anderer abhängig macht, der leidet auch immer mehr unter der massiven Angst davor sich authentisch zu verhalten! Und das gilt meistens für alle Beteiligten einer Dreiecksbeziehung!
Zitat von AF0815:Ihr ganzen Gutmenschen, denen sowas ja nie passieren würde, weil sie im Leben so gefestigt sind, euch wünsche ich auch weiterhin gutes Gelingen im schwarz/weiß-Dasein und das ihr stets frei von Zweifel und Versuchung bleibt
Zitat von AF0815:Zu viele Verletzte, die sich Luft machen und Personen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben
Zitat von Begonie:Ich weiß, dass die meisten "Apostel" diese Einstellung verdammen werden.
Die ganzen Diskussionen hier um die Parteien EF, EM, AF, AM, die endlos durchgekauten Fragen nach dem "WARUM " und schlußendlich der Entscheidung darüber zu Gehen oder zu bleiben, ist aus meiner Sicht tatsächlich etwas für Schwarz / weiss Denker.
Ich persönlich habe mich allerdings schon lange von einem schwarz-weiss Denken verabschiedet und damit auch von den o.g nervenzerrenden Gedanken befreien können. Ich habe einfach aufgehört mich und insbesondere mein Gegenüber zu fragen ob ich gehen oder bleiben soll und mich stattdessen dazu entschieden zu LEBEN. Und das vollkommen AUTHENTISCH!
Fremdgehen, Lügen und Betrügen - selbst über einen längeren Zeitraum- spiegelt aus meiner heutigen Sicht immer nur die Spitze des Eisbergs wieder. Denn hinter jedem Lug und Betrug steht immer erst der Betrug oder die Lüge zu SICH SELBST!
Sie steht an vorderster Front und solchen Beziehungsdynamiken damit erst überhaupt Tür und Tor öffnet.
Und ich wiederhole noch einmal, dass das für ALLE Beteiligten gilt!
Die von Begonie gemachten Kommentare veranschaulichen das eigentlich ziemlich gut:
Zitat von Begonie:Natürlich sind Menschen unterschiedlich. Manche brauchen das Reden und Zerpflücken und Analysieren, manche Beziehungen brauchen sogar regelmäßige Streitereien. Auch das ist eine Möglichkeit, eine Beziehung am Leben zu halten.
Ich persönlich mag nicht streiten, es ist für mich sinnlos. Eher ziehe ich mich zurück. Auch bin ich kein Freund von vielen Worten.
Zitat von Begonie:Im Grund genommen ist die Affäre ja nur die Konsequenz dessen, was vorher schon versäumt wurde. Die Wurzeln des Ehebruchs liegen tiefer und die gefährliche Blüte der Affäre ist daraus entstanden, weil die Pflanze Wasser und Dünger in Form des Affärenmannes erhalten hat.
Letztlich dreht es sich doch gar nicht darum in welcher Konstellation man genau zu einander steht, sondern das man überhaupt irgendwo steht und damit erst einmal Stellung zu sich selbst bezieht.
Beziehung ist immer erstmal Begegnung und wenn aus dieser Begegnung eine Liebesbeziehung wird, dann entsteht aus der anfänglichen Begegnung eine intime Verbindung, die vom Verlangen nach Nähe, Intimität und einer gewissen Distanz begleitet wird. Und genau an diesem Punkt entwickeln sich oder scheitern zwischenmenschliche Beziehungen (sowohl Ehen, als auch Affären gleichermaßen), weil eben nur jeder Mensch für sich ganz alleine fühlen kann, wie hoch das Maß seines Verlangens nach Nähe, Distanz und Intimität tatsächlich ist.
Mangels Selbstvertrauen und der Illusion der andere sei dafür zuständig mich glücklich zu machen oder der umgekehrte Irrglaube, man würde in der Alleinverantwortung stehen, nur den anderen glücklich machen zu müssen und man dadurch dann automatisch selbst glücklich wird, ist praktisch der Anfang vom Ende einer jedweder Beziehung.
Im Klartext bedeutet das: Niemand - einschließlich mir selbst- ist Schuld an meinen Gefühlen die ich in Bezug auf mein Verlangen nach Nähe, Distanz und Intimität habe. Wenn ich aber eine mich selbst tatsächlich erfüllende und auf Augenhöhe basierende Beziehung zu einem anderen Menschen führen möchte, dann wird das nicht gelingen wenn ich nicht dazu bereit bin die VERANTWORTUNG für MEINE Gefühle zu übernehmen.
Wenn also der Moment immer wieder verpasst wird, sich dem Menschen dem man in einer Beziehung immer wieder begegnet "*beep*" zu machen, dann tue ich nichts weiter als meine Gefühle ständig auf andere zu projizieren und damit jedes Mal aufs neue die Verantwortung für diese abzugeben.
Ergo: Solange dieser Kreislauf nicht unterbrochen wird, bringt man ihn ununterbrochen in jede neue Beziehung mit!
Fazit: Da ich also kein Mensch bin der Ansprüche stellt, denen er selbst nicht auch gerecht werden könnte, gestehe ich selbstverständlich auch jedem anderen Menschen auf dieser Erde das Recht zu, darüber zu entscheiden, ob er mir reinen Wein einschenken möchte oder nicht.
Wenn er sich also dazu entscheidet es nicht zu tun, weil es ihm WIRKLICH AUSSCHLIEßLICH um mich, meine Gefühle und meine ganze tolle Persönlichkeit geht, die er nicht verletzten möchte, dann ist das Beste was er tun kann, auf gut deutsch TATSÄCHLICH die Fresse zu halten und mich sang und klanglos zu VERLASSEN!
Warum? Weil es praktisch unmöglich ist, sich vor Verletzungen zu schützen, OHNE RICHTIG ZU LEBEN.
Und ich für meinem Teil will leben.leidenschaftlich, intensiv, authentisch in allen Höhen und Tiefen dieses Lebens!
