Blanca
Mitglied
- Beiträge:
- 7300
- Themen:
- 30
- Danke erhalten:
- 13701
- Mitglied seit:
Zitat von seltsamesSpiel:Der Fall den ich schilderte soll nur bedeuten, eine Therapie ist nicht immer gleich ein Zeichen dafür, dass jemand ernsthaft arbeiten will.
Korrekt.
Auch umgekehrt ist die Verweigerung einer Therapie nicht immer ein Zeichen dafür, daß jemand nicht ernsthaft arbeiten will. Es kann vielmehr ein Zeichen dafür sein, daß er so veranlagt ist und gar nicht anders kann, als so (hier: empfänglich für die Anmache Dritter) zu sein, wie er dann eben auch ist. Selbstverständlich wäre es unsinnig, eine Festveranlagung "therapieren" zu wollen. Genauer: Es wäre sinnlose Quälerei.
In jedem Fall ist es am Gegenüber, daraus entsprechende Konsequenzen zu ziehen oder sich damit abzufinden, daß die Dinge ansonsten eben so bleiben, wie sie sind.
Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen:
Jemand hat eine Störung, die genetisch bedingt ist (bei Psychopathie ist dies nicht unwahrscheinlich). Er kann dann eben keine Empathie empfinden. Das ist eine emotionale Behinderung und somit nicht therapierbar.
Man kann so jemand nur nehmen, wie er ist - oder sich von solchen Leuten fernhalten bzw. sie verlassen, falls man es erst entdeckt, wenn man bereits in der Ehefalle sitzt und damit nicht klarkommt.