Luna-wickie
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ich bin nun seit 2 Jahren single, seit 1 Jahr wieder auf der Suche und habe mich, nach 4 gescheiterten Kennenlernphasen und ungefähr 15 schlechten Dates, endlich selbst hinterfragt.
Ich fand es sehr auffällig, dass Freundinnen von mir oder meine Schwester hier und da auch mal jemanden kennengelernt haben, der nicht passte, aber nicht am laufenden Band mit all ihren Versuchen scheiterten. Ich sah mir ihre Männer an, die, wo ich den Beweis hatte, dass sie beziehungsfähig sind und teilweise seit Jahren bleiben… und schnell wurde mir klar: Es liegt an meinem Beuteschema.
Dabei spreche ich nicht vom Klassiker, denn nicht alle Männer, die mich wirklich emotional berühren konnten waren ,,Fxckboys’‘ oder ,,Bad Boys‘‘. Mein Typ Mann ist eher von der ,,sehr männlichen‘‘ Sorte, heißt, alles was femininer wirkt oder gedeutet werden könnte spricht mich nicht an.
Es wies mich mal jemand anders darauf hin, dass all die Männer, die ich hatte, immer keinen besonders hohen Bildungsabschluss hatten und rauchten (oder kxfften). Wieso eigentlich? Weil die in ein gewisses Muster passen, Männlichkeit, Führungsstärke und teils eine gewisse Aggressivität oder Eifersucht ausstrahlen. Diese, die von sich selbst sagen, sie seien ,,kein Mann der vielen Worte‘‘, Beschützer, necken einen, Selbstbewusstsein. Ich glaube wirklich, dass das die Ursache dafür ist. Nicht umsonst ist KEINER der Männer, mit denen es scheiterte, in einer neuen Beziehung.
Die Männer der Frauen um mich herum passen alle in die Kategorie der ,,netten Typen‘‘. Fürsorglich, nicht übermäßig männlich, optisch nichts, was einen auf Anhieb im Club umgehauen hätte… mir leider zu normal irgendwie
Ich hatte bei meinem Exfreund, mit dem ich über 3 Jahre zusammen war das Glück, dass er genau in mein Beuteschema passte, auch starke Gefühle für mich entwickelte und lange bei mir blieb. Das war pures Glück, ich habe auch keine Lust, noch 10 weitere Jahre zu scheitern.
Jetzt wäre es leicht, mir zu raten, es doch einfach mal mit einem der anderen zu probieren, wenn ich das Problem doch erkannt habe. Sie hauen mich aber leider nie um. Nie. Natürlich gibt es Männer, die einem auf Anhieb gefallen und man sich direkt denkt, dass man denjenigen gerne näher kennenlernen und im besten Fall behalten wollen würde. Erst letztens wieder erlebt. Bei den anderen habe ich diesen ,,Wow-Moment‘‘ in aller Regel nicht, auch kein starkes Kribbeln… das hat bisher immer dazu geführt, dass ich mir selbst gesagt habe, dass es nicht ausreicht. Weil ich mir eher wünsche, einen von denen zu bekommen, der mich schnell catcht.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe einen Mann kennengelernt, der eher in die nette Richtung geht. Er ist wirklich höflich, sagt schöne Dinge, aber hat nicht diese verruchte, besonders maskuline Art, die ich anziehend finde. Wir hatten bis jetzt 2 Dates, es lief auch gut, aber die Gefühle in mir sind nicht explodiert oder ich denke ständig an ihn. Beispielsweise hat er mir einmal ,,cutie’‘ oder sowas per WhatsApp geschrieben, bei dieser Wortwahl kam es mir vor, als säß mir eine Frau gegenüber. 😂 Eine Freundin von mir hat seit Kurzem einen netten Freund und ist sehr glücklich, bei ihr war es dasselbe, sie war nicht schockverliebt, das hat sich alles eher langsam entwickelt.
Was sind eure Gedanken dazu? Sind die Männer, auf die ich stehe, einfach beziehungsunfähig und Anziehung im ersten Moment auch gar nicht gesund? Oder soll ich meinem früheren Anspruch treu bleiben, dass es einer von denen werden muss, die mich direkt catchen?
Ich habe Angst, dass ich ihm eine Chance gebe, mir aber nach 1-2 Jahren eingestehen muss, dass meine Gefühle für andere deutlich stärker waren und wahrscheinlich auch nicht mehr tiefer werden. Ich wünschte, ich wäre eine Frau, deren Typ anders ist, das wäre die Lösung meiner Probleme