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Angst vor dem Älterwerden

Emma82

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Hallo zusammen,

Ich merke immer häufiger in letzter Zeit dass ich Ängst habe vor dem Älterwerden. vielleicht oder sogar zum größten Teil liegt es wohl auch daran dass ich es so schwer finden nen Partner zu finden und ich denke immer wenn du mal ü40 bist kannst du das vergessen. Kinder will ich nicht mehr. Aber man bekommt ja irgendwie auch eingeredet Männer suchen hauptsächlich nach jungen Frauen
Kennt das jemand?
Würde mich über Beiträge die meine Sicht widerlegen freuen, aber auch sonst gern eure Meinung hören

09.04.2019 15:27 • x 1 #1


Grinch

Grinch

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Es gibt auch ein sog. biologisches Alter. Ich bin schon lange Ü40, habe mich aber entschlossen 27 zu bleiben und temporär sogar 7. Einen Partner findet man nur wenn man nicht sucht. Alter ist relativ. Lass dir da nix einreden.

09.04.2019 16:43 • x 9 #2


Milafree

Milafree

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Mmmhmm , ich glaube jeder hat mal Angst vor dem Älter werden. Das ist normal und sicher auch gut, denn das Leben ist nicht selbstverständlich. Nun bin ich sogar schon über 50 fühl mich aber auch viel jünger. Ist doch schön, dass man heut zu Tage sich viel jünger fühlen kann. Dabei bin ich auch gerade in einer schweren Krise und zum ersten Mal seit sehr vielen Jahren plötzlich ohne Partner. Das ist schwer und gleichzeitig muss ich dankbar sein, wie viele Jahre ich nicht alleine war. Ich finde es schlimm, das es so viele Singel ´s gibt und die Menschen sich so schwer tun, sich zu finden oder einfach mal länger mit einander aushalten. Mal über Hürden gehen und nicht sofort das Handtuch zu schmeißen. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, wie schade niemand ist anscheinend bereit, sich wirklich einzulassen. Und noch schlimmer ist, das sich alle so alleine fühlen, als wenn man alleine nichts wert ist. Ein Manko, ein Makel. Warum ist das so?

09.04.2019 16:53 • x 6 #3


procurator

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Zitat von Milafree:
Und noch schlimmer ist, das sich alle so alleine fühlen, als wenn man alleine nichts wert ist. Ein Manko, ein Makel. Warum ist das so?


ich denke, weil viele Menschen nicht allein sein können gelernt haben. Sie haben mit sich selbst Probleme und suchen Ablenkung im Außen. Der Partner soll einen glücklich machen, sich selbst können sie nicht glücklich machen. Sie fühlen sich alleine nicht komplett, können sich selbst keine Liebe geben. Dieses Gefühl und Denken übertragen sie dann auf Singles, bzw. tragen es als Singles in sich. Von Singles geht doch auch eine latente Gefahr aus (aus der Sicht solcher Menschen, nicht meine Meinung) weibliche Singles zB sind oft im Mittelpunkt der Männer und das mögen andere Frauen nicht... wer teilt schon gerne die Aufmerksamkeit. (Achtung, Sarkasmus!) Da ist es dann vermutlich schwer, Freundschaften zu schließen.

Andererseits ist es natürlich hart, wenn man als Frau anfang/mitte 30 plötzlich alleine ist und die Familienplanung nicht abgeschlossen. Das nagt natürlich heftig an einem und stürzt in Sinnkrisen. So zumindest geht es mir...

09.04.2019 17:11 • x 2 #4


Grinch

Grinch

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Hier fehlt auch die Bucklige Verwandtschaft, wo die Tante Hex ständig fragt was die Liebe denn so macht. Als wäre es ein Gruppenzwang.

09.04.2019 17:20 • #5


Simone1978

Simone1978

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Ich hatte mit meinem 40. Geburtstag enorme Probleme. Wollte Kinder, ging nicht. Die Uhr schrie förmlich.
Inzwischen weiß ich (Kinderwunschklinik), dass ich nie Kinder kriegen konnte. Das tat weh. Sehr weh... Stürzte fast in ein Loch. Und dann erfuhr ich, dass mein Ex (12 Jahre Beziehung) mich mit mehreren Frauen betrogen hat. Ich vollzog sofort die Trennung. Weinte ihm keine Träne nach.
Ich änderte mein Leben. Und es wurde schöner als ich es je gedacht hätte. Ich lernte fliegen, hatte alte Kontakte und neue in der Autorennszene aktiviert. Ich durfte die heißesten Autos fahren. Bin wieder in die Tanzszene und hatte dabei tolle Erlebnisse.
Jetzt werde ich bald 50. Und ich habe absolut kein Problem damit. Mein Leben verlief komplett anders, als ich mit 20 dachte. Aber schön. Sehr schön. Aufregend. Ich hatte einen Ziehsohn 12 Jahre. Von 6 bis 18. Er lebte bei uns. Hab fast alles erlebt. Und doch viel mehr, als ich erwartete. Fazit: bisher sehr, sehr glücklich. Ich bin Stolz auf mich, was ich als Frau erlebte.
Ich hoffe, es gibt dir ein bisschen Zuversicht. Anders muss nicht schlechter sein.

09.04.2019 17:44 • x 26 #6


Milafree

Milafree

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Cool, solche Geschichten lese ich am Liebsten, denn sie zeigen einem wie es auch gehen kann.

09.04.2019 17:48 • x 4 #7


Lebensfreude

Lebensfreude

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Ich werde bald 62, fühle mich aber jünger. Trotzdem erschreckt es mich manchmal, dass die meiste Zeit dieses Lebens schon vorbei ist.
Der Text von @Simone1978 hat mir gut gefallen.

Mein Leben war auch recht bunt. Aber es ist ruhiger geworden.
Ich habe viele Ausbildungen gemacht, viel gelebt, viel Drama gehabt mit Männern. Dann war ich 10 Jahre verheiratet und bin jetzt 3 Jahre glücklich geschieden. Und habe eine glückliche Partnerschaft seit 3 1/2 Jahren.

Ich war auf den gr0ßen Friedensdemos in Bonn, war 20 Jahre kommunalpolitisch engagiert und habe jetzt 2 Ehrenämter (Sterbe- und Trauerbegleitung).

Durch viele glückliche Fügungen habe ich meine Medialität, Sensitivität und Wahrnehmung vertiefen können.

Meine Lebensaufgabe ist es, Menschen miteinander zu verbinden, Informationen weiterzugeben und die Welt durch meine Arbeit ein Stück wärmer und besser zu machen. Durch meine Arbeit gebe ich anderen Impulse und das wirkt sich gut auf die nächste Generation aus. Ich bin stolz auf mich.

09.04.2019 21:27 • x 11 #8


Emma82


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@Simone1978 hattest du wieder einen Partner? Oder hast du dich bewusst dagegen entschieden

Ich hab wie beschrieben hauptsächlich Angst davor allein zu bleiben ...
Hatte aber auch schon den Gedanken mir mein Leben ohne Partner einzurichten.
Geht die Angst dann weg o wird weniger?

10.04.2019 11:39 • #9


Grinch

Grinch

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Zitat von Emma82:
Hatte aber auch schon den Gedanken mir mein Leben ohne Partner einzurichten.


Mache genau das, ein Partner lässt sich ggf. integrieren. Erfahrungsgemäß stehen die dann auf der Matte, wenn man da gar nicht mit rechnet.

10.04.2019 11:45 • x 3 #10


Clarinetta

Clarinetta

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Zitat von Grinch:
Es gibt auch ein sog. biologisches Alter. Ich bin schon lange Ü40, habe mich aber entschlossen 27 zu bleiben und temporär sogar 7. Einen Partner findet man nur wenn man nicht sucht. Alter ist relativ. Lass dir da nix einreden.


Das von dir, der mir schon einen Platz im Altersheim empfohlen hat

Aber... Recht hast du

10.04.2019 11:59 • #11


Grinch

Grinch

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Zitat von Clarinetta:
Das von dir, der mir schon einen Platz im Altersheim empfohlen hat


Das war doch Spaß Clarilein

10.04.2019 12:06 • x 1 #12


Simone1978

Simone1978

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Zitat von Emma82:
@Simone1978 hattest du wieder einen Partner? Oder hast du dich bewusst dagegen entschieden

Ich hab wie beschrieben hauptsächlich Angst davor allein zu bleiben ...
Hatte aber auch schon den Gedanken mir mein Leben ohne Partner einzurichten.
Geht die Angst dann weg o wird weniger?

Ich hatte danach Partner und habe aktuell einen, der das alles akzeptiert. Natürlich habe ich mich stark eingeschränkt. Weil ich die Zeit gerne mit ihm verbringe. Manches macht er mit und manches mach ich allein. Passt!
Wir waren jetzt auch ca. 3 Monate getrennt und ich habe mein Singleleben gerade wieder angefangen zu genießen. Es hat auch was für sich. Würde es wieder scheitern, weiß ich, dass ich trotzdem ohne Partner glücklich sein kann. Und das weiß er auch. Ich liebe ihn, sonst würde ich dieses Singleleben nicht mehr aufgeben.
Nach dem ich erfuhr, dass ich keine Kinder bekommen kann, überlegte ich welche Vorteile das hat. Und da gab es echt viele. Außerdem bin ich damit nicht alleine. Alles im Leben hat Pro und Contra. Nichts ist nur schlecht. Bin eine Frohnatur und Optimist.
Ich bin meinem Ex sehr, sehr dankbar, dass er mich damals betrog und ich dadurch gezwungen war ein neues Leben zu beginnen. Wenn ich ihn heute sehe, weiß ich, dass er mich tierisch beneidet, weil ich mein Glück nach ihm erst richtig gefunden habe.

10.04.2019 12:50 • x 4 #13


UnglücklicherXX.

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Älterwerden ist total bescheuert.

Als Mann merkt man das erstmal lange nicht. Man kann ja einige Zeit "jung bleiben", indem man einfach jung lebt und dabei die Zielaltersgruppe bei den Frauen konstant zwischen 20 und 30 hält. Aber wenn man dann ca 35 wird hat man früher oder später Erlebnisse, wo einem das Alter zum Verhängnis wird. Wo eine erwachsene jüngere Frau, die man eigentlich lieber als Freundin hätte sagt "Omg, Du bist schon so alt, Du könntest ja mein Vater sein" o.Ä.. Es ist das Gefühl, nicht mehr dazuzugehören, wo sich das Leben abspielt, von den Frauen eventuell abgelehnt zu werden, die man gerne hätte. Und das nur der Zahl wegen.

Ich vermute mal, als Frau ist es eher schlimmer, da sich das Interesse vieler Männer doch eher auf jüngere richtet. Wobei es da wohl eher um Aussehen und Fitness geht und nicht so sehr um die Zahl.

Das Gute ist, dass nicht alle so sehr auf die Zahl achten. Wenn Du attraktiv bist, ist den meisten die Zahl doch wurscht. Gerade Frauen haben doch da genügend in der Trickkiste, oder nicht?

10.04.2019 13:01 • x 1 #14


Emma82


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Zitat von UnglücklicherXX:
Es ist das Gefühl, nicht mehr dazuzugehören, wo sich das Leben abspielt, von den Frauen eventuell abgelehnt zu werden, die man gerne hätte. Und das nur der Zahl wegen.?


Aber warum will man nur junge Frauen, so wie ich verstanden habe, sind es die, die dich ablehnen?

Ansonsten seh ich es wie du. Alter ist eigentlich nur eine Zahl aber leider sehen das viele in unserer Gesellschaft nicht so

10.04.2019 14:13 • #15




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