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Auf Narzist reingefallen - Wofür war das gut?

somebodylikeme

Hallo, ich habe mehr als 4 Jahre darunter gelitten, dass ich tiefe Gefühle für einen Narzissten/Bindungsunfähigen hatte. Zuckerbrot und Peitsche. Habe zugelassen, dass er mich respektlos behandelt. Sehr viel geweint, mein Leben nicht in den Griff bekommen, letztendlich in der Tagesklinik gewesen und jetzt steht bald eine Reha bevor zur Stabiliersung. Eine leichte Deperession hatte ich schon seit der Jugend, durch die Sache mit dem Mann jedoch in eine shcwere depressive Episode gerutscht. Bin noch immer nicht ganz gesund, aber auf dem guten Weg.

Bei all dem ganzen Frage ich mich wofür das gut war? Ohne die Sache mit ihm hätte ich nie in die Tagesklinik mit Reha gemusst, ich wär Grunddepressiv wohl gewesen, aber keine schwere depressive Episode gehabt denke ich. Die tagesklinik hat mir sehr gut getan, ich komme gestärkt aus der Sache hervor und weiss, was ich ändern muss. Aber ich frage mich was mich das lehren soll? Ich bin von mir sehr enttäuscht, dass ich tatsächlich geglaubt habe, dass er Gefühle für mich gehabt hätte.Wie dumm ich sein konnte. Mir fehlte die Lebens- und Beziehungserfahrung, deshalb war ich blind, auf Wolke sieben auch wenn mein Bauchgefühl mich immer wieder gewarnt hat.

Danke fürs Helfen.

10.03.2019 17:25 • x 1 #1


Snape


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Ich weiss nicht wie alt Du bist, wahrscheinlich ziemlich jung.
Es tut mir leid, dass Du schmerzhafte Erfahrungen machen musstest, aber gerade, wenn Du sagst, ich habe keine Lebens und Erziehungserfahrung-> nun hast Du welche, nämlich Du hast gelernt, was Du nicht willst und was für Dich nicht gut ist.
Und bezüglich der depressiven Veranlagung, leidvoller Auslöser, aber die Reha ist vielleicht genau das Richtige um die jetzt anzugehen und gestärkt ins Leben zu gehen.
Hör auf Dir Vorwürfe zu machen und Dich für dumm zu halten, das ist schon mal der erste Schritt. Dinge können einem zustossen.

10.03.2019 17:51 • #2


Scheol

Scheol


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Schau mal hier, da ist ein Strang über das Thema . Vielleicht interessiert es dich.

ex-partner-und-trennung-von-narzissten-austausch-t35770-s15.html

10.03.2019 20:05 • #3


victim_reloaded


Zitat:
Hör auf Dir Vorwürfe zu machen und Dich für dumm zu halten, das ist schon mal der erste Schritt. Dinge können einem zustossen.


Tun sie aber meistens nicht zufällig! - Partnerwahl ist auch kein Zufall. Wir wiederholen in unseren Partnerschaften meisten das, was wir schon kennen. Leider oft auch im Negativen.

Liebe TE,
fang mal an zu überlegen, welche Anteile Du an der ganzen Sache gehabt hast. Zum Tangotanzen gehören nämlich immer Zwei. Dann relativiert sich auch ganz schnell die Beschreibung "hereingefallen". Wenn Du in der Reha einen vernünftigen Therapeuten bzw. Therapeutin hast, kann das ein Thema sein.

11.03.2019 07:28 • x 1 #4


Jabberwocky


Zitat von somebodylikeme:
Hallo, ich habe mehr als 4 Jahre darunter gelitten, dass ich tiefe Gefühle für einen Narzissten/Bindungsunfähigen hatte. Zuckerbrot und Peitsche. Habe zugelassen, dass er mich respektlos behandelt. Sehr viel geweint, mein Leben nicht in den Griff bekommen, letztendlich in der Tagesklinik gewesen und jetzt steht bald eine Reha bevor zur Stabiliersung. Eine leichte Deperession hatte ich schon seit der Jugend, durch die Sache mit dem Mann jedoch in eine shcwere depressive Episode gerutscht. Bin noch immer nicht ganz gesund, aber auf dem guten Weg. Bei all dem ganzen Frage ich mich wofür das gut war? ...


Erst einmal gute Besserung und alles Gute!
Aber was ich mich frage: wieso haben immer wieder die Leute den Verdacht, mit einem Narzisst zusammen gewesen zu sein?

11.03.2019 07:34 • x 2 #5


UnexpectedLove


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Zitat von Jabberwocky:

Erst einmal gute Besserung und alles Gute!
Aber was ich mich frage: wieso haben immer wieder die Leute den Verdacht, mit einem Narzisst zusammen gewesen zu sein?


Weil man Google nutzen kann?

11.03.2019 07:36 • x 2 #6


victim_reloaded


Zitat:
wieso haben immer wieder die Leute den Verdacht, mit einem Narzisst zusammen gewesen zu sein?


Weil es immer so schön einfach ist, sich damit aus der Verantwortung für das eigene Leben zu stehlen. Ist halt ein Unterschied, ob ich sage, es wurde mit mir gemacht oder ob ich mich damit befasse, warum ich zugelassen habe, dass so etwas mit mir geschehen ist. Egal ob Narzisst, Borderliner, Depressiver ... das Labeling des Ex-Partners erspart die mühevolle und oft unangenehme Auseinandersetzung mit den eigenen Anteilen an der Trennung.

11.03.2019 07:38 • x 7 #7


Karenberg


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Zitat von Jabberwocky:
Aber was ich mich frage: wieso haben immer wieder die Leute den Verdacht, mit einem Narzisst zusammen gewesen zu sein?


Vermutlich, weil es einfach oft so ist. Normaler Liebeskummer ist zwar heftig, befördert einen jedoch i.d.R. nicht in die Klinik.
Sieht man auch hier. Normaler Liebeskummer, die Leute schreiben eine Weile, dann geht das Leben weiter. Gab es eine Beziehung mit einem Persönlichkeitsgestörten, zieht sich der Verarbeitungsprozess in die Länge, die Threads werden länger und länger.
Normaler Liebeskummer, da reicht es sich bei Freunden auszuheulen, aber wenn es doch eine Beziehung mit einem Gestörten war, kommt der Punkt, wo sie merken, da ist noch mehr, ich brauche umfassendere Hilfe.

Spinnt jemand rum und sucht sich als Ausrede "Narzisst" kommt nach kurzer Zeit eine Wandlung, dass es halt einfach nicht passte und gut ist.

Grundsätzlich würde ich den Usern ihre Beurteilung mit wem/was sie zusammen waren nicht absprechen, sondern abwarten, ob es gerade eine übertriebene Einschätzung war oder doch der Wahrheit entspricht. Ausreden lassen, nicht gleich mit hämischen Antworten kommen ist da ein guter Weg.


Wofür eine Beziehung mit einem Narz. gut sein soll weiß ich nicht. Solche Fragen stelle ich mir nicht.
Es muss nicht für alles immer etwas gut sein. Manches nennt sich einfach nur Leben. Mal mit Glück, mal mit Pecht. Was soll´s?

11.03.2019 07:50 • x 8 #8


victim_reloaded


Zitat:
Ausreden lassen, nicht gleich mit hämischen Antworten kommen ist da ein guter Weg.


Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.
(Ingeborg Bachmann)

11.03.2019 08:00 • #9


Uta


Zitat von victim_reloaded:

Weil es immer so schön einfach ist, sich damit aus der Verantwortung für das eigene Leben zu stehlen. Ist halt ein Unterschied, ob ich sage, es wurde mit mir gemacht oder ob ich mich damit befasse, warum ich zugelassen habe, dass so etwas mit mir geschehen ist. Egal ob Narzisst, Borderliner, Depressiver ... das Labeling des Ex-Partners erspart die mühevolle und oft unangenehme Auseinandersetzung mit den eigenen Anteilen an der Trennung.


Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Es gibt genügend Ansätze sich zu informieren, ob man einen Menschen mit stark narzisstischen Anteilen erwischt hat, oder nicht. Die Diagnose Narzissmus kann nur der Fachmann/Frau stellen.
Bei einem Partner mit stark narzisstischen Anteilen wirst du praktisch gezwungen dich mit dir selber zu befassen. Hat also nichts mit "Ausrede" oder so zu tun. So zumindest kommt dein Text so bei mir an.
Wer in einer Beziehung ständig abgewertet, bevormundet, gemaßregelt, kritisiert, belogen wird und Unterstellungen ausgesetzt ist, wird krank. Alleine schon das führt dazu, dass man sich als "Opfer" selber hinterfragt. Der Narzisst selber ist natürlich im Grunde auch eines, aber darum geht es ja nicht.
Du musst dich mit dir selber befassen, um die Dinge zu verarbeiten. Daher kann ich deinem Text leider nicht zustimmen.
Schau mal im passenden Thread, wie die Leute dort sich selber hinterfragen und deswegen kaum zur Ruhe kommen.
Das passiert auch gestandenen Persönlichkeiten. Die Frage ist nur: Wie lange macht man sowas mit.

11.03.2019 08:10 • x 2 #10


victim_reloaded


Zitat:
Wer in einer Beziehung abgewertet, bevormundet, gemaßregelt, kritisiert, belogen wird und Unterstellungen ausgesetzt wird, wird krank. Alleine schon das führt dazu, dass man sich als "Opfer" selber hinterfragt


Echt? - Ich lese da hauptsächlich Narzissten-Bashing der untersten Schublade und sehr wenig kritische Selbstreflektion.
Ist ja auch einfacher und psychohygienischer, als zugeben zu müssen, dass man/frau der ideale Gegenpart in dieser Konstellation gewesen ist. Alleine beim Begriff "Opfer" stellen sich mir übelst die Nackenhaare quer.

Zitat:
Der Narzisst selber ist natürlich im Grunde auch eines, aber darum geht es ja nicht.


Jeder Mensch ist dazu in der Lage, aufzuwachen, sein eigenes Verhalten zu reflektieren und entsprechend zu ändern.
Aber auch hier ist es natürlich einfacher, alles so zu lassen, wie es ist und die narzisstische Traumatisierung, den emotionalen Missbrauch usw. transgenerational weiter zu tradieren.

Zitat:
Die Diagnose Narzissmus kann nur der Fachmann/Frau stellen.


Diese Diagnose gibt es genau genommen eigentlich gar nicht (s. ICD-10, F60. .
Damit fängt das gefährliche Halbwissen nämlich schon. Sorry, aber das muss ich als Fachmann jetzt doch mal loswerden.

11.03.2019 08:21 • x 3 #11


Uta


Zitat von victim_reloaded:

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.
(Ingeborg Bachmann)


Das Zitat scheinst du zu mögen. Ich habe mal dein Profil aufgerufen. In deinen Texten steht, dass du selber 30 Jahre lang ordentlich narzisstisch unterwegs warst. Das erklärt wohl deine Texte. Ich sehe es so: Könnte es sein, dass du evtl deine narzisstischen Anteile damit zu überdecken versuchst, indem du die "Schuld" nicht bei dir, sondern bei den "Opfern" suchst?
Du projizierst quasi deine gestörten Anteile auf deine Umwelt....um dich selber nicht zu hinterfragen?

In diesem Sinne:
Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.
(Ingeborg Bachmann)

Zitat von victim_reloaded:
Sorry, aber das muss ich als Fachmann jetzt doch mal loswerden.


Zitat von victim_reloaded:
Echt? - Ich lese da hauptsächlich Narzissten-Bashing der untersten Schublade sehr wenig kritische Selbstreflektion.


Fachmann. Alles klar, das ist natürlich ein Totschlagargument, dem keiner widerstehen kann. Behaupten kann hier jeder alles und so wie du dich benimmst, würde es mich nicht wundern, wenn du das Problem hast...nicht dein Gegenüber.

Narzissten-Bashing....ich lach mich schlapp. Ich bin ab hier auch raus.

Lass mal gut sein, ich habe deine Ausfälle zur Kenntnis genommen und auch einige deiner Beiträge gelesen, du Fachmann, DU

Nachtrag: Ich bin Fachfrau, ich habe nämlich einige Monate mit einem Narzissten zusammen gelebt.

11.03.2019 08:21 • x 2 #12


victim_reloaded


Zitat:
Das Zitat scheinst du zu mögen.


Ist eine Art Berufskrankheit. Konfrontieren gehört zum Handwerk.

Zitat:
Könnte es sein, dass du evtl deine narzisstischen Anteile damit zu überdecken versuchst, indem du die "Schuld" nicht bei dir, sondern bei den "Opfern" suchst?


Wenn Du das, was ich geschrieben habe, mal wirklich gelesen hättest, dann würdest Du sehen, dass ich seit mind. 6 Jahren kontinuierlich an mir arbeite. Und selbstverständlich sehe ich enorme Schuldanteile bei mir - auf die ich alles andere als stolz bin. Im Gegensatz zu einer Menge anderer Leute habe ich allerdings diese Anteil reflektiert, bin seit mehreren Jahren in Therapie und lasse mir helfen. Ist leider für viele hier nicht nachvollziehbar, weil ja fleißig die Propaganda der "Opfer" weiter gepflegt wird, Narzissmus wäre "unheilbar" oder nicht therapiebar. - Mir hier allerdings eine derartige projektive Identifikation (Jehova, Jehova!) unterschieben zu lassen, finde ich ziemlich anmaßend.

11.03.2019 08:28 • x 3 #13


Uta


Zitat von victim_reloaded:

Wenn Du das, was ich geschrieben habe, mal wirklich gelesen hättest, dann würdest Du sehen, dass ich seit mind. 6 Jahren kontinuierlich an mir arbeite. Und selbstverständlich sehe ich enorme Schuldanteile bei mir - auf die ich alles andere als stolz bin. Im Gegensatz zu einer Menge anderer Leute habe ich allerdings diese Anteil reflektiert, bin seit mehreren Jahren in Therapie und lasse mir helfen. Ist leider für viele hier nicht nachvollziehbar, weil ja fleißig die Propaganda der "Opfer" weiter gepflegt wird, Narzissmus wäre "unheilbar" oder nicht therapiebar. - Mir hier allerdings eine derartige projektive Identifikation unterschieben zu lassen, finde ich allerdings ziemlich anmaßend.


Nur kurz: So wie du dich hier benimmst, frage ich mich, ob du tatsächlich schon austherapiert bist. Versuchst doch du hier deine Anteile auf andere zu projozieren.
Auch Narzissten sind Opfer. Hättest du wirklich fertig aufgearbeitet, würdest du dich nicht auf die sog. Co Abhängigen stürzen und deine Anteile auf sie übertragen. Du würdest im Gegenteil hübsch, fein, brav und respektvoll bei dir bleiben, dir differenziert auch die Meinung der Narzissten-Opfer anhören und nicht dieses Forum nutzen, um auf sie einzudreschen.
War doch dein erster Thread im Forum, gleich ein "Schlag" gegen die Opfer eines Narzissten.
Also, wer hat die Probleme?

Wir wollten, bei der Wahrheit bleiben, nicht?

11.03.2019 08:34 • x 2 #14


Candela

Candela


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Ebenfalls in diesem Sinne:
Schuldumkehr gehört zum Standardrepertoir narzisstischen Verhaltens.

Narzissten fühlen sich von allem Möglichen angezogen, oft durchweg gute Eigenschaften wie eben Empathie. Deshalb ist es etwas perfide zu sagen, du bist selber schuld, dass du dich da gutgläubig in ein Manipulationssystem begeben hast, das du anfänglich nicht erkennen konntest und auch daran, mit positiven Merkmalen einen gestörten, destruktiven Menschen angezogen zu haben.

TE, was du daraus lernen kannst für die Zukunft: du kannst dir eine ganz neue Selbstsicherheit erarbeiten, die auf dem Überwinden einer schweren Krise basiert. Du kannst dadurch dich selbst besser kennenlernen. Du kannst lernen, destruktive Menschen in Zukunft schneller oder überhaupt zu erkennen und dich vor diesen zu schützen. Evtl. kannst du daraus lernen, dass wenn Freunde und Familie dir signalisieren, dass sie sich in einer Beziehung Sorgen um dich machen, dass man das auch mal annimmt, weil man von außen sowas besser erkennt. Du kannst daraus lernen, dass Menschen, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, sich um so mehr über nicht schädigende Menschen freuen und du kannst ein solcher sein oder mit Begleitung wieder werden.

Es ist eben vor allem eine Lernerfahrung, man lernt über sich selbst und die Menschen.

Und wer die Dunkelheit nicht kennt, weiss das Licht nicht zu schätzen.

Wenn du das Ganze richtig aufarbeitest, wirst du später eine gesunde Beziehung um so mehr genießen können und zu schätzen wissen!

Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg!

11.03.2019 08:34 • x 2 #15




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