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Aufgeflogen Affäre Wie soll ich das schaffen

Mariaa89
@Liv225 ja, das stimmt....Erstaunlicherweise bekomme ich oft die Empfehlung oder frauen reagieren so, wenn man über das Thema spricht, ihn einfach "zurückzubetrügen", ihm das heimzuzahlen..Oder mich an ihr zu rächen...

Entspricht aber einfach weder meiner Natur, noch meinen Werten...

Und sind wir mal ehrlich, wenn ich die auch noch aufgebe, was bleibt mir dann noch von mir selbst?

x 3 #1216


DieSeherin
Zitat von Mariaa89:
Entspricht aber einfach weder meiner Natur, noch meinen Werten...


und außerdem ist sowas doch erbärmlich und bringt einem selber null! weder genugtuung, noch schafft es "augenhöhe" oder sonstwas 🤨

x 4 #1217


A


Aufgeflogen Affäre Wie soll ich das schaffen

x 3


Mariaa89
@DieSeherin ja, genau so sehe ich das auch.....

x 2 #1218


Mariaa89
@Mariaa89 das Problem ist für mich auch, dass ich meinen Körper echt überzeugen müsste mit einem anderen mann zu schlafen, das fänd ich auch tatsächlich fies mir selbst gegenüber 😅

x 1 #1219


Mariaa89
Was ich die letzten Tage so für mich festgestellt habe, ist, dass die Probleme wie Wellen über mich schwappen, als arbeite ich alles nochmal von vorne durch...

Mal hänge ich eine gewisse Zeit an der rein körperlichen Geschichte der Beiden, mal an der Bloßstellung für mich,durch den forcierten Kontakt mit ihr, dann wieder daran so hintergangen und belogen worden zu sein, dann daran, dass ich es nicht gemerkt habe...
Komisch ist das alles.....

x 6 #1220


aequum
@Mariaa89
Das ist nur normal. Es wird immer in Wellen kommen und das aus deinem tiefsten Inneren heraus.

Es wird auch nie ganz weggehen. Es wird mit der Zeit nur weniger, bzw. seltener und irgendwann weniger intensiv. Dafür war es zu eine zu schwerwiegende und lebenseinschneidende Verletzung.

x 3 #1221


Liv225
Ja, sehe ich auch so, mit allen schlimmen Sachen, die einem im Leben passieren und die Welt aus dem Angeln heben… und das war mit das Schlimmste.

Die Wellen kommen immer wieder, erst Tsunami mäßig … gaaaanz allmählich weniger heftig.

x 3 #1222


Mariaa89
Zitat von aequum:
Es wird auch nie ganz weggehen. Es wird mit der Zeit nur weniger, bzw. seltener und irgendwann weniger intensiv. Dafür war es zu eine zu schwerwiegende und lebenseinschneidende Verletzung.

Ja, ich denke auch, dass es nie ganz weggehen wird...Ich mache mir oft Gedanken darüber, wie mich das als Person verändert und ob ich diese neuen Züge an mir wohl mag...

Zitat von Liv225:
Ja, sehe ich auch so, mit allen schlimmen Sachen, die einem im Leben passieren und die Welt aus dem Angeln heben… und das war mit das Schlimmste.

Nach dem Verkehrsunfall meines Vaters war das auch so..Ich befürchte nur, dass es dort zwei gewaltige Unterschiede gibt...

Erstens, die Trauer um meinen Vater war sehr schmerzhaft, aber ganz langsam hat sie sich in Dankbarkeit verwandelt..Heute bin ich dankbar für die schöne Kindheit, dankbar für die Jahre zusammen, dankbar, dass es 2 Tage nach meiner Hochzeit passiert ist und nicht davor etc...
Meinem Mann werde ich wohl für diese Erfahrung nie Dankbar sein..In was verwandelt der Schmerz sich also? Gesagt wird mir immer, dass die Beziehung stärker oder besser da rausgehen kann..Glaube ich auch...Aber immernoch weiß ich nicht, zu was dieses Gefühl werden kann...

Zweiten, gab es damals niemanden der Schuld hatte..Es war einfach Schicksal...es ist schwer und bitter, aber mit der zeit findet man sich damit ab, dass es Sachen gibt, die man nicht in der Hand hat...
Jetzt gibt es aber jemanden der Schuld ist...Und das war der Mensch, der mir am nächsten stand..Werde ich mich damit abfinden können...Werde ich darüber hinwegsehen können?

Fragen über fragen 😄

x 3 #1223


Liv225
Und sehr schwierige Fragen.

Und ich verstehe Dich, kurz bevor er ging, starb meine Mama ( der Zeitpunkt seines Gehens war also zu dem 🙄)
Und es ist wie Du sagst, irgendwo Schicksal…

Aber unsere EM…
Ich hab damals gedacht: wenn’s nur eine AF wäre.. Ich möchte ihn nicht verlieren…
Aber er ist ganz gegangen.

Ich weiß auch nicht:
Wäre er noch da.. wie wäre ich?
Nicht so stark wie heute?
Hätte ich darauf lieber verzichtet?

Du siehst - Fragen gibt’s überall.

Ich wünsche Dir, dass Du Antworten findest… die bringt wohl erst die Zeit mit sich…

x 2 #1224


Ema
Zitat von Mariaa89:
Nach dem Verkehrsunfall meines Vaters war das auch so..Ich befürchte nur, dass es dort zwei gewaltige Unterschiede gibt...

Ich denke, der Schmerz wegen des Todes eines geliebten Menschen ist in keiner Weise vergleichbar mit dem Schmerz, den man spürt, wenn man von einem Menschen massiv
verletzt wurde. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.


Zitat von Mariaa89:
Gesagt wird mir immer, dass die Beziehung stärker oder besser da rausgehen kann..

Wer sagt so etwas? In der Regel doch die, die nach einem Betrug oder anderen schweren Verletzungen mit ihrem Partner zusammengeblieben sind.
Was die wirklich fühlen und empfinden kann ich nicht wissen. Ich habe keine wirklichen Parameter, um das nachvollziehen zu können.

Aber eins weiß ich: Von allen, die massiv verletzt wurden und die Beziehung daraufhin beendet haben, habe ich gehört, dass ihnen die wirkliche Wucht der Verletzung erst nach der Trennung bewusst wurde. Und zwar erst eine ganze Weile nach der Trennung.
Oft in Verbindung mit so Sätzen wie: Ich weiß heute gar nicht mehr, wie ich das so lange so sehr verdrängen konnte. Ich weiß auch gar nicht mehr, wie ich das so lange ausgehalten habe.

Und ich habe eine sehr gute Freundin, die ebenfalls in ihrer Beziehung massiv verletzt wird. Nicht durch Betrug, da geht es um andere Dinge, die aber nicht minder schlimm sind.
Sie redet sich ihre Ehe seit Jahren schön und findet immer wieder Gründe, wieso ihr Mann es ja "nicht so gemeint hat" und dass er sich eigentlich auch schon "gebessert" habe.
Ihrem sowohl körperlichen als auch psychischen Verfall kann man regelrecht zuschauen. Und es ist kein schöner Anblick, glaub mir. Es tut schon aus der Ferne richtig weh, das zu sehen.

Aus all dem lassen sich meiner Ansicht nach zumindest Indizien dafür finden, dass es sich zumindest in einigen Fällen, in denen die Ehe 2.0 nach massiven Verletzungen weitergeführt wird, um fortgesetzte Verdrängung und um fortgesetzte Schönfärberei vor sich selbst handelt. Man muss wahrscheinlich so einiges verdrängen, um die Beziehung überhaupt weiterführen zu können.

x 2 #1225


Pixelia
Hallo Maria,
bin in Eile, aber wollte dir schnell noch ein Video empfehlen. Es geht direkt um Verratstrauma. Auch wenn es vielleicht kein Trauma ist, sind die Phasen und die Ebenen des Verarbeitens sehr gut erklärt und bestimmt adaptierbar.

x 3 #1226


aequum
Zitat von Mariaa89:
Ja, ich denke auch, dass es nie ganz weggehen wird...Ich mache mir oft Gedanken darüber, wie mich das als Person verändert und ob ich diese neuen Züge an mir wohl mag...

Zitat von Mariaa89:
Jetzt gibt es aber jemanden der Schuld ist...Und das war der Mensch, der mir am nächsten stand..Werde ich mich damit abfinden können...Werde ich darüber hinwegsehen können?

Verändert hat es dich bereits. Wie und in welcher Form wird dir eventuell noch nicht einmal bewusst sein.
Man verändert sich aufgrund der extremen Verletzung und des massiven Vertrauensbruchs.

Wie du es letztendlich verarbeiten wirst und in wie weit du deinem Mann wieder nahezu voll vertrauen können wirst, hängt zum größten Teil vom Verhalten und den Handlungen deines Mannes ab. Vertrauen muss wachsen und dazu braucht es Zeit. Je besser und liebevoller dein Mann sich zukünftig verhalten wird, um so mehr wird auch dein Vertrauen wieder nahezu hergestellt werden können. Bei einigen Menschen dauert es Monate und bei anderen kann es sogar Jahre dauern.

Bei einem Paar welches ich sehr lange per PN begleitet habe, sah es an sich sehr gut aus aber plötzlich, nach 2,5 Jahren trennte sich der Mann doch, einfach weil er letztendlich nicht fähig war, über den Betrug seiner Frau hinweg zu kommen.

Also ja, die Menschen sind unterschiedlich und deshalb ist es durchaus möglich, dass es wieder gut und verziehen wird aber eben auch, dass es sogar noch nach einer längeren Zeit immer noch scheitert.

An einer Ehe 2.0 müssen grundsätzlich Beide aktiv arbeiten.

x 5 #1227


Stella31
Zitat von aequum:
Also ja, die Menschen sind unterschiedlich und deshalb ist es durchaus möglich, dass es wieder gut und verziehen wird aber eben auch, dass es sogar noch nach einer längeren Zeit immer noch scheitert.

Und auch wenn man verzeiht, bleibt der Vertrauensmissbrauch über Jahre im Hinterkopf. Wenn auch vielleicht tief vergraben. Nur braucht es gar nicht viel, irgendein Trigger, und alles kommt wieder hoch. Das ist der Mist!
Vertrauen zerstört sich leider sehr schnell bei Betrug!

x 3 #1228


Mariaa89
@Pixelia Guten Morgen,
ich habe mir das Video grade angeschaut....Ich finde mich total darin wieder..Danke dafür! 💐

#1229


Mariaa89
Zitat von Ema:
Ich denke, der Schmerz wegen des Todes eines geliebten Menschen ist in keiner Weise vergleichbar mit dem Schmerz, den man spürt, wenn man von einem Menschen massiv
verletzt wurde. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge

Natürlich ist es verschieden.. Alleine schon durch die Endgültigleit des Todes..°Allerdings ist das reine Gefühl am Anfang sich schon ähnlich, auch die körperliche Reaktion, die man dann wohl einfach auf die Reaktion auf ein Trauma zurückführen kann...
Und auch die Lebensfragen die auftauchen unterscheiden sich gar nicht so sehr.

Zitat von Ema:
Wer sagt so etwas? In der Regel doch die, die nach einem Betrug oder anderen schweren Verletzungen mit ihrem Partner zusammengeblieben sind.

Ja ok, dass das niemand sagt, der es nicht versucht hat oder wollte ist ja klar. Die Erfahrung wie die Beziehung werden kann, hat ja nur jemand der sie auch weitergeführt hat.

Zitat von Ema:
Sie redet sich ihre Ehe seit Jahren schön und findet immer wieder Gründe, wieso ihr Mann es ja "nicht so gemeint hat" und dass er sich eigentlich auch schon "gebessert" habe.

Das ist schlimm, so eine Freundin habe ich auch...Ihr jetzt Expartner ist Spielsüchtig. Sie hat ihn Hochschwanger noch geheiratet. Am Abend vor der Hochzeit war er im Kasi., ihre Begründung war, dass er aufgeregt sei...Als sie nach der Entbindung im Kreißsaal Hunger bekam, gab sie ihm ihre EC Karte, er solle ihr etwas von Burger King holen, hat er getan, danach ist er nach Hause...Mit ihrer Karte. Die anderen 3 Tage bis zur Entlassung hat er sie nicht besucht, sondern die 7000Euro auf dem Konto im Cas. und online auf den Kopf gehauen.
Sie waren danach noch ganze 4 Jahre zusammen mit durchgehendem Theater. Mittlerweile hat die es geschafft sich zu trennen, aber da er nicht zuverlässig und verantwortungslos ist, läuft der Streit jetzt durchgehen um Sorgerecht, Umgang usw weiter..

Tatsächlich sehe ich mich da aber bisher nicht. Sageb wahrscheinlich alle, aber ich habe schon das Gefühl, dass ich klar sehe wie und was hier läuft .

Zitat von Ema:
Aus all dem lassen sich meiner Ansicht nach zumindest Indizien dafür finden, dass es sich zumindest in einigen Fällen, in denen die Ehe 2.0 nach massiven Verletzungen weitergeführt wird, um fortgesetzte Verdrängung und um fortgesetzte Schönfärberei vor sich selbst handelt. Man muss wahrscheinlich so einiges verdrängen, um die Beziehung überhaupt weiterführen zu können.

Bestimmt, das kann ich mir auch vorstellen..

Zitat von aequum:
Wie du es letztendlich verarbeiten wirst und in wie weit du deinem Mann wieder nahezu voll vertrauen können wirst, hängt zum größten Teil vom Verhalten und den Handlungen deines Mannes ab.

Das wird wohl nur die Zeit zeigen. Bisher macht er jedenfalls nichts, was mich vom Gegenteil überzeugt..

Zitat von Stella31:
Nur braucht es gar nicht viel, irgendein Trigger, und alles kommt wieder hoch. Das ist der Mist!
Vertrauen zerstört sich leider sehr schnell bei Betrug!

Das ist für mich auch eine schwere Vorstellung, dass das nie aufhören könnte.

x 3 #1230


A


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