Joshu
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Ich bin nur etwas allergisch dagegen, wenn jetzt gleich das Trennungshandbuch Seite 145 aufgeschlagen wird, aha, so läuft das, Schablone passt, nach der Erfahrung hier muss es einen Lover geben usw.
Mir hilft das jedenfalls nicht weiter. Ich sehe, was bei uns abgeht, und in diesem Fall interessiert es mich überhaupt nicht, wie sich das bei anderen Paaren entwickelt hat.
Möglich, dass ein anderer Mann eine Rolle spielt. Dann könnte meine Frau ja auch sagen, dass die junge Dame, mit der ich zusammen Musik mache, eine Rolle spielt, weil wir gute Freunde sind und gelelgentlich Zeit verbringen, ohne dass was läuft.
Mag sein, dass es einen anderen Mann gibt, den meine Frau gelegentlich trifft. Aber ich sehe noch nicht, und solange bleibe ich bei der Hypothese, dass der ursächlich für unsere langjährige Ehekrise ist.
Meine Frau zieht jetzt aus, Anfang Mitte Oktober, das steht fest. Und wahrscheinlich ist es auch besser, weil die furchtbare Mauer zwischen uns, wenn wir miteinander allein sind, nicht mehr zu ertragen ist. Auch und gerade für mich nicht
Jedenfalls ist es mir und auch meiner Frau sehr wichtig, dass noch eine Art von Verbindung übrig bleibt. Meine Frau möchte weiter Zeit mit mir und Freunde verbringen, gemeinsame Zeit mit unserem Sohn verbringen. Sie bemüht sich sehr, den Kontakt mit ihren Schwiegereltern, meinen Eltern, zu erlhalten. Besucht sie heute Nachmittag.
Der Ton in unseren mails, unseren Telefonaten ist anders geworden, aber nicht unfreundlich. Nicht wie Liebende natürlich. Aber schon mal unverkrampfter als die meiste Zeit in den letzten Monaten.
Ich habe wunderbare vier Tage mit meinem Sohn verbracht, der von seiner ersten Studiums-Woche zurück in die Wohnung ist. Er hat Party mit Kumpels gemacht, wir haben zusammen gekocht, abgehangen, gequatscht, ich habe Sport gemacht, Musik gemacht, den Haushalt geschmissen. Ich merke, dass ich klar komme, wenn meine Frau nicht da ist.
Spannend wird es natürlich, wenn Sie heute nach 2 Wochen von ihren Eltern zurückkommt und noch zwei Wochen oder drei hier leben wird, bevor sie dann endgültig auszieht.
Aber das waren schon mal zwei gute Übungswochen. Ich komme klar, auch wenn ich abends in ein Loch falle, wenn niemand hier ist und ich nach Hause komme. Aber ich weiß mich zu beschäftigen, und klarzukommen, und das soll meine Frau auch merken.
Von daher ist es irgendwie eine starke Basis für eine sicherlich schwere aber auch interessante neue Zeit. Und kein Grund für Hass auf meine Frau, und vielleicht wird ja irgendwie noch was Gutes daraus.
Ich danke Euch alle sehr für Antworten, aber bitte nicht so was, wie "Ja! Kenne ich alles! Hab ich am Anfang auch gedacht, oder so...." Das ist nicht hilfreich. Danke.
