Zitat von unbel Leberwurst:Was hat sie andersherum getan, dass du dich als Mann wahrgenommen fühlst? Hat sie deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie sich nicht entsprechend wahrgenommen fühlt? Ich bin immer noch beeindruckt, wie sehr du dir hier alle Schuld auflädst.
Eine überbordende Schuld sich als Betrogener an dem Desaster aufzuladen hat nichts mit einer guten
Aufarbeitung zu tun, sondern dient wohl eher der Verharmlosung und das Fehlverhalten des Betrügers
zu relativieren um keine Konsequenzen ziehen zu müssen. Allerdings wird damit der eigene Blick getrübt
und eine notwendige, ehrliche und offene Aufarbeitung eingeschränkt.
Ganz generell: Für den Zustand einer Ehe/BZ sind beide LP gleichermaßen verantwortlich und ja, es gibt
Ursachen und Wirkungen, die jemanden empfänglich für Seitensprünge/Affären macht. Für eine Schieflage
sind somit beide LP, mit möglicherweise unterschiedlicher Gewichtung, verantwortlich. Das ändert aber
nichts daran, dass der Betrüger für eine Affäre eindeutig die alleinige Verantwortung hat.
@Pluto1972, ich finde, ob du die Affäre und das nicht gute Verhalten deiner EF verzeihen kannst und der
Ehe noch eine Chance gibst, sollte von den Gesamtumständen, von den eigenen Werten und deren Ge-
wichtung und ob ein Aufbau des notwendigen Vertrauens als unverzichtbare Voraussetzung noch möglich
erscheint, abhängen. Echte Reue des Betrügers mit sofortiger Beendigung der Affäre, noch ausreichende
Gefühle der LP füreinander und der gemeinsame Wille die Ehe wieder auf gesunde und dauerhaft stabile
Füße zu stellen halte ich dabei für unabdingbar.
Ich rate dir, schaue genau hin ohne etwas zu beschönigen, höre auf ihre Worte, aber achte auf ihre Taten
da das die Wahrheit ist, lasse dich nicht (mehr) auf ihr Spiel ein, stehe zu deinen Werten und setze ihr
Grenzen, die nicht ohne benannte Konsequenzen überschritten werden dürfen und handele dann danach.
Trotz deiner Entscheidung halte ich eine offene, ehrliche und umfassende Aufarbeitung und ihr benannte,
eindeutige Grenzen setzen für ratsam.