@Ebony eins will ich mal ganz klar stellen: Meine Freundin hätte ich genauso gerne angehört! Ich sagte ihr sogar mir geht es weder um Groll, Streit oder sonst etwas, sondern dass ich sie nur um eine Aussprache bitte. Sie hat mich einfach abgewiesen, als ginge es sie nichts an. Und DAS war nun das Verhalten, dass ich unterste Schublade finde. In diesem Moment geht es mir nicht um den Fehltritt, sondern das Verhalten JETZT. Denn den Fehltritt haben BEIDE gleichermaßen begangen. Und ja, ich wäre bereit gewesen auch mit ihr versöhnlich hinzusitzen, wenn sie nur wenigstens jetzt, nachdem sie damit konfrontiert wird, die Eier gehabt hätte, sich dem zu stellen.
Nein, für mich steht der Partner nicht unbedingt über der Freundin. Ich habe sie länger/intensiver gekannt als meinen Partner, sie war für mich meine Schwester, Familie. Daher verletzt es mich gleichermaßen, von beiden. Also hätte ich, gleichermaßen von beiden, auch wenn viel Zeit vergangen ist, eine ehrliche Beantwortung meiner Fragen gewünscht, nicht nur von ihm. Und sich dem nicht zu stellen, nachdem man 20 gemeinsame und intensive Jahre miteinander verbracht hat, das macht es für mich s bitter, wie sie hier abgetreten ist und einfach nur sagt "kläre das mit Deinem Mann".
Mein Partner hat mich, sobald ich ihr zu viel Schuld "anlasten wollte" zurück rudern lassen und mir in Erinnerung gerufen, dass er ebenso dazu beigetragen hat wie sie. Und da hat er vollkommen Recht.
Ich habe ebenfalls das Gefühl, Du schießt an der Thematik vorbei und bist komplett voreingenommen, sonst hättest Du all dies aus meinen vorherigen Zeilen verstanden. Ich habe null Interesse daran, einen der beiden "mehr zu verurteilen", doch sind wir uns vielleicht einig, dass am Ende beide dazu stehen sollten und nicht nur ein Part und der andere, mit dem ich genauso viel Lebenszeit verbracht habe, sagt dann lieber "ciao, ich bin dann mal weg, nicht meine Baustelle". DAS ist ebenso charakterschwach, wie es 10 Jahre für sich zu behalten - da gibt's nix zu unterscheiden.
Na klar, mein Mann hätte auch weiterhin damit nicht klar kommen können und statt nun einen Schritt nach vorne zu gehen und sich (übrigens nicht nur deshalb) in therapeutische Hände zu begeben, alles weiterhin tot schweigen können. Der Punkt ist, dass er in der Tat charakterschwach war/ist in dieser Hinsicht und kein Rückgrat hatte - ist mir vollkommen bewusst und ganz klar. Doch dann nach dem Motto zu verfahren "jetzt sitze ich es bis ans Lebensende aus", wenn man sich mit den Jahren verändert hat, ist aus meiner Sicht ebenfalls nicht die Lösung.
Will sagen, ihr hätte ich ganz genauso diese Chance gegeben - sehr gerne sogar und ich habe sogar darauf gewartet, ihr angeboten sich zu treffen, zu telefonieren. Ich wurde dafür ganz kühl abserviert und aus ihrer Sicht "ist ja nichts passiert". Und HIER liegt die Problematik, die zusätzlich weh tut, nicht im Fall selbst von vor Jahren.
Und den Rest kannst Du sehen, wie Du möchtest
