Naiba
Gast
ja der Berg ist schrecklich hoch, aber ich muss ja hinauf ...
Ich denke ich muss lernen die Beziehungsebene von der Elternebene zu trennen ...
Habe gestern nochmal lange mir meiner Freundin gesprochen, ich krieg das einfach nicht aus dem Kopf mein Kind bei der Next zu wissen.
Er hatte sich das mit dem besuchen ja so vorgestellt das er aufschlagen kann wann immer will, mein Kleiner fragt von sich aus nicht wirklich nach ihm.
Ich hab ihm durch meine Anwältin unter anderem mitteilen lassen, das ich vorerst das 14-tägige Besuchsregelung möchte, da mein Kleiner auch
Beständigkeit braucht und schlecht mit spontanen Änderungen seines Lebens umgehen kann.
Eine weitreichendere Regelung kann dann später gerne vereinbart werden wenn es die Kinder wollen und sich die Lage erst einmal
beruhigt hat. Er vergisst, das nur er wieder in seinem neuen Alltag angekommen ist und für uns alles noch chaotisch ist.
Meine Freundin ist der Meinung ich solle damit gleich anfangen und ihn darauf hinweisen, das jedes zweite Wochenende sein Part ist.
Egal ob ihm das in den Kram passt oder nicht. Ich müsste mich ja sowieso daran gewöhnen das Lukas bei ihm und ihr ist, was mir ja auch bewusst ist.
Es wird ihm nicht gefallen, wenn er sich nach dem Kleinen richten muss. So würde er auch am ehesten aufhören den Übervater zu spielen
und sich den Kleinen mit Attraktionen zu ködern. Und gemeinsames Sorgerecht heißt ja nicht nur Umgangsrecht sondern auch eine gewisse Verpflichtung.
Als ich da so drüber nachgedacht habe, hat sie eigentlich Recht.
Wenn ich immer nur warte bis er mal wieder Lust und Zeit für den Kleinen hat kann das auch nicht der Weg sein.
So hat er sich ja all die Jahre vorher verhalten und die Kinder waren immer meine Sache.
Im Moment will der Kleine ja auch nicht bei denen schlafen von daher würde es sich ja auf Samstag und Sonntag tagsüber beschränken.
Die Hälfte der Ferien müsste er sich auch eigentlich um ihn kümmern, was aber sicherlich nicht in die Planung der trauten Zweisamkeit passt,
weil die Next ja ebenfalls ihre Kinder mit ihrem Ex planen muss. Aber soll ich da wirklich Rücksicht drauf nehmen ?
Wenn der Kleine nicht will, soll er es seinem Vater sagen und dann muss er natürlich auch nicht, aber ich wäre dann außen vor.
Nur solange er nur Superdad spielt wenn es ihm passt agiert er ja auch dem Kleinen gegenüber ganz anders.
Ich möchte nur nicht diejenige sein die die Kinder zwischen die Fronten schiebt.
Der Große möchte zur Zeit immer noch keinen Kontakt, was von meinem Nochmann auch gerade so toleriert wird,
obwohl er zu gemeinsamen Bekannten meinte das er glaubt die Kinder würden beeinflusst werden.
Der Große ist 15, und bildet sich ganz alleine sein Urteil. Im Gegenteil ich versuche immer noch zu beschwichtigen, aber da
komm ich zur Zeit nicht dran. Aber mein Nochmann hat wohl erwartet das er Verständnis für ihn hätte und ihm seinen Segen gibt.
Leider hat er sich da wohl getäuscht und mein Großer legt eine Stärke an den Tag, die ich nie zuvor bei ihm wahrgenommen habe.
Der hat mehr Ei.. in der Hose als sein Vater und vertritt ihm gegenüber ganz offen und direkt seine Einstellung.
Ich finde es schlimm, das ich den Kindern das alles nicht abnehmen kann und das ein Mensch (bzw. zwei) zwei ganze Familien zerrstören
ohne mit der Wimper zu zucken.
Ich nehm mir Deine Worte zu Herzen und versuche den Tag morgen mit Anstand zu überstehen und werde mir immer wieder sagen,
das es für den Kurzen nur eine Mama gibt, egal welche Kunststückchen mein Nochmann und die Next veranstalten
... hoffentlich glaub ich das bald auch ...
LG Naiba

