Neja
Gast
Zitat von oje:Ja, Kinder werden erst zu Opfern und dann zu Tätern.
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will das so nicht stehen lassen.
Das stimmt so nicht, darf man nicht verallgemeinern.
Wäre unfair denen gegenüber die eine verkorkste Kindheit hatten,
und jetzt ihr Leben meistern, und im Leben stehen.
Und da gibt es einige.
Alles nur auf die Kindheit zu schieben,
ist ein leichtes
...und das möchte ich nicht so stehen lassen.
Eine verkorkste Kindheit löst nicht unbedingt ein Trauma aus.
Kinder, die aber in den ersten Lebensjahren massiv mit Gewalt konfrontiert wurden, missbraucht wurden, krankenhaus reif oder fast tot geprügelt wurden oder die als Säugling Überlebenskämpfe ausstehen, weil sie nicht adäquat versorgt wurden, so dass sie an Unterernährung fast verstarben, sind hochtraumatisiert und können dieses Trauma nie ganz ablegen. Dieses Trauma bestimmt zumindest zum Teil ihr weiteres Leben und wird immer dazu gehören. Kinder, die all das in den ersten Lebensjahren "erfahren durften", werden es nie verarbeiten können, weil sie es nicht in Worte fassen können, da ihnen zu diesem Zeitpunkt die Sprachentwicklung fehlte und sie bei diesen häuslichen Voraussetzungen auch noch häufig entwicklungsverzögert sind. (meine Pflegetochter konnte mit drei Jahren noch nicht sprechen, hatte aber mit ihren Schwestern eine eigene Sprache entwickelt, die Außenstehende nicht verstanden)
Jemand, der nicht mit solchen Kindern arbeitet oder lebt, kann sich darüber kein Urteil erlauben.

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