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BunteKatzes Start in 2026 - ich hoffe es wird bunt

BunteKatze
@Wollie und nochmal danke Lachendes Gesicht
Ich nutze das hier ja tatsächlich auch ein wenig als Tagebuch für mich. Werde mich also weiterhin hin und wieder melden.

• x 1 #76


BunteKatze
Hallo ihr Lieben,

Die letzten zwei Wochen waren hart irgendwie.
Beruflich war’s anstrengend aber auch schön. Bei einem Kongress viele (ehemalige direkte) Kollegen wieder getroffen und gehört wie sehr ich auf der alten Stelle fehle. Nur um gestern zu erfahren, dass ein ehemalige Kollege anschwindeln fröhlich weiter gegen mich arbeitet (ging um eine gemeinsame freiberufliche Aktion).
Eine meiner längsten Freundinnen getroffen, die ich viel zu selten sehe und ein sehr schönes sehr nahes Wochenende miteinander verbracht. Haben aber auch viel über meine Trennung und jetzige Situation gesprochen…
Die letzten beiden Tag Arbeit waren einfach nervig und Kräfte zehrend.

Mein Partner war familiär eingebunden und wir haben uns zu letzt Mittwoch gesehen, eigentlich wollte er heute vorbei kommen, aber er kam erst so spät aus der Arbeit raus, dass es sich nicht mehr gelohnt hätte. Da seine Familie immer noch bei ihm ist, war dann für telefonieren auch keine Ressource mehr da.
Ich merke ihm an, dass er das auch ganz und gar nicht schön findet, wenn wir uns so wenig sehen. Trotzdem kickt meine Verlustangst bei sowas natürlich immer. Seit dem gemeinsamen Urlaub ist es auch nochmal schlimmer geworden, was ich nicht so ganz verstehe. Auch in schönen Momenten mit ihm erlebe ich so etwas wie eine antizipierte Verlusttrauer. Wäre schön, wenn ich es mir selber etwas leichter machen könnte.

Was mir gerade auch wieder stark auffällt, ist wie sehr mir die familiäre Anbindung an die Familie meines Ex-Freundes fehlt. Wie gesagt war mein jetziger Partner familiär eingebunden am Wochenende, normalerweise sehe ich seine Familie dann auch oder er ist trotzdem am WE da. Dieses Mal gab es eine knifflige Situation in der er dabei sein sollte/wollte. Und natürlich bin ich in solchen Situation (noch) nicht eingebunden, ich kenne diese Menschen ja kaum. Aber da fällt mir eben wieder auf, wie integriert ich in die „Ex-Familie“ war… das schmerzt sehr…
Gedanklich rückt Weihnachten immer näher und auch da ist meine Situation seit der Trennung so, dass die Vorfreude auf das Fest definitiv nachgelassen hat. Zu mal mit ein gemeinsames Weihnachtsfest mit meinem Partner wichtig ist, aber organisatorisch extrem unkomfortabel wäre Trauriges Gesicht

• x 1 #77


A


BunteKatzes Start in 2026 - ich hoffe es wird bunt

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BunteKatze
Ergänzung:
Die letzten Tage waren Verlassensangst-technisch echt Hölle. Phasenweise wenig Kontakt, das Wochenende nicht gesehen, heute kurzfristig abgesagt… Aber irgendwie schafft er es trotzdem immer mind zweimal am Tag ausführlich zu schreiben und teilweise sehr liebevolle Dinge. Er schreib deutlich seltener als ich „ich liebe dich“ oder „ich vermisse dich“.
Sowas alles lädt mein Hirn natürlich zum Grübeln ein und ich gelange in ziemlich endlos Gedankenschleifen, die ich einige Tage auch nicht gut im Griff hatte.
Ich habe jetzt aber beschlossen, dass es keine Grund gibt, dass ihn die Situation das wir uns wenig sehen gerade weniger nerven sollte als mich.
Er schreibt mir regelmäßig, dass er an mich denkt, dass er sich bei mir immer am besten entspannen kann und dass er oft an unseren „schönen Urlaub“ denkt, um über die Runden zu kommen. Eigentlich sollte ich auch nicht das Gefühl haben müssen, dass er „für mich“ heute herkommen wollte, er will das sicher genauso gerne. Aber irgendwie bekomme ich das nicht in meinen Kopf 🤣

• x 1 #78


Ameise_78
@BunteKatze
Ist denn bei euch geplant, auf absehbare Zeit zusammenziehen..? Wie oft seht ihr euch..?

• x 1 #79


BunteKatze
@Ameise_78
Ja, ist generell geplant. Konkreter Zeitpunkt allerdings noch nicht. Wir reden aber oft darüber. Denke auch, dass darf noch Zeit brauchen, bin erst seit 3 Monaten in meiner Wohnung, er erst seit 3 Wochen im neuen Job, wir erst seit 9 Monaten ein Paar.
Wir sehen uns eigentlich jedes Wochenende (Sa-So), an Feiertagen und ab und zu in der Woche abends für ein paar Stunden.

• #80


Ameise_78
Zitat von BunteKatze:
wir erst seit 9 Monaten ein Paar.

Ja gut, aber 9 Monate sind auch nicht so wenig und wenn ich es richtig sehe, seid ihr auch nicht mehr Anfang 20. Lachendes Gesicht
Ich kann dich schon verstehen, dass so eine Fernbeziehung zermürbt, das liegt auch nicht jedem. Hatten mein NM und ich seinerzeit am Anfang auch, aber da waren wir unter 20 und noch Schüler, und insofern war es normal😅 - aber vermisst hat man sich unter der Woche trotzdem sehr (wir wohnten 30km voneinander entfernt).
Also will damit sagen... kann verstehen, dass du dir das langsam anders wünschen würdest.
Denkst du, du würdest dich besser fühlen, wenn es schon konkrete Planungen gäbe? Wohnungsbesichtigungen usw.? (Ist ja auch nicht gesagt, dass es dann so schnell geht - das kann ja dann immer noch Wochen bis Monate dauern.)

• #81


BunteKatze
@Ameise_78
Ne wir sind Mitte/Ende 30 Lachendes Gesicht
Er hat noch nie mit einer Frau zusammen gewohnt und bisher wäre es jobtechnisch schwierig gewesen eine gemeinsame Wohngegend zu finden. Das ist jetzt einfacher.
Ich habe ihn ja bereits drauf angesprochen, ob er mal über einen konkreten Zeitraum nachgedacht hat. Da war die Antwort, dass ihm schlicht die Erfahrung fehlt wann man das wie entscheidet. Und er hatte da gerade auch mit dem Jobwechsel andere Sachen im Kopf. Kann auch gut sein, dass wir einfach bei mir zusammen ziehen.
Aktuell bin ich mir aber auch nicht sicher, ob ich nicht erstmal meine Verlustangst besser im Griff haben möchte … sonst findet mein Hirn ja immer wieder was. Meine Trennung ist auch noch kein Jahr her.
Aber ja, kurzfristig beruhigen würde mich eine konkrete Planung auf jeden Fall.

• #82


Ameise_78
Zitat von BunteKatze:
Ich habe ihn ja bereits drauf angesprochen, ob er mal über einen konkreten Zeitraum nachgedacht hat. Da war die Antwort, dass ihm schlicht die Erfahrung fehlt wann man das wie entscheidet.

Das finde ich eine etwas sonderbare Antwort. Schließlich zieht nicht jeder im Leben x mal mit jemand anderem zusammen - viele Menschen tun das tatsächlich nur wenige Male, wenn überhaupt mehrere Male. Auf so umfangreiche Erfahrungen greifen deswegen die meisten nicht zurück. Das hat ja auch weniger mit Erfahrung zu tun als mehr mit dem Wunsch, den Alltag mit dem Anderen zu teilen. 🤔
Ohnehin würde ich immer den Tipp geben: mal eine Zeit lang ohne offiziellen Umzug zusammen wohnen... damit man sieht wie es ist! Und wenn es gut ist - dann erst auch komplett umziehen.

Mir klingt bei euch etwas unausgewogen, dass du mit Mitte 30 aus einer sehr langen Beziehung mit viel commitment (lange zusammen wohnen) kommst und er mit Ende 30 noch nie mit jemandem zusammen gelebt hat. Das muss natürlich nicht zwingend etwas bedeuten, aber für ihn passt es so möglicherweise besser (auf Dauer) als für dich.
Wie du es schilderst klingt es für mich eher so als ob konkrete Planungen gerne noch warten dürften. Bringt er denn das Thema zusammenziehen jemals von sich aus zur Sprache? Oder bist eher du diejenige, die es immer wieder anspricht..?

• x 2 #83


BunteKatze
@Ameise_78 es ist auch irgendwie unausgewogen. Er kennt Beziehung nur so wie ich es nie kennen gelernt habe. Er war tatsächlich aber derjenige, der von Anfang an gesagt hat, er möchte gerne irgendwann zusammen wohnen und der auch jetzt von unserem gemeinsamen Alltag im Urlaub schwärmt.
Der Kerl plant einfach nie irgendwas, es würde mich also nicht wundern, wenn er irgendwann mit gepackten Koffer einfach vor der Tür steht 🤣
Er weiß jetzt, dass ich soweit wäre. Das Gespräch ist allerdings gerade 3 oder 4 Wochen her und seit dem hat er mit Jobwechsel seit 2,5 Wochen (immer so 10-12h Tage aktuell) und seiner Familie in seiner 3 Zimmer Wohnung so viel um die Ohren, dass ich nicht glaube, dass ich an seiner Stelle da gedanklich schon weiter gekommen wäre.
Aber ja, genau dieses „nicht konkrete“ Verhalten verunsichert mich auch regelmäßig. Da er aber ansonsten sehr viel Commitment zeigt, versuche ich es nicht krampfhaft überzubewerten.
Statt einem ehrlichen „ich hab noch nicht drüber nachgedacht, wann wir konkret zusammenziehen“ hätte ja auch ein „will ich noch nicht/ ist mir zu früh/ nerv nicht!“ kommen können.
Stattdessen redet er weiter von Familie gründen und wir reden oft von „unserem“ Zuhause. Er hat dann auch noch gefragt, weil ich meinte ich erstelle für so Situationen gerne pro- und contra-Listen, was auf meiner Contraliste stünde… (Antwort: Ich hab nicht so viel Bock auf 2 Umzüge in einem Jahr und will ihn nicht unter Druck setzen).
Er redet aber tatsächlich sehr viel seltener vom Zusammenziehen an sich als ich, dafür mehr vom Heiraten und Kinderkriegen. Wird sich zeigen ob wir Luftschlösser bauen oder nicht …

• #84


Ameise_78
Zitat von BunteKatze:
Er kennt Beziehung nur so wie ich es nie kennen gelernt habe.

Inwiefern..? Bist du nicht diejenige mit längerer Beziehungserfahrung von euch beiden?


Zitat von BunteKatze:
er möchte gerne irgendwann zusammen wohnen und der auch jetzt von unserem gemeinsamen Alltag im Urlaub schwärmt.

Könntet ihr denn nicht einfach mehr Zeit miteinander verbringen? Dass einfach einer mal länger als nur 1-2 Tage am Wochenende beim Anderen bleibt (und von dort aus in die Arbeit geht)..?


Zitat von BunteKatze:
Der Kerl plant einfach nie irgendwas, es würde mich also nicht wundern, wenn er irgendwann mit gepackten Koffer einfach vor der Tür steht

So zum Ausprobieren wäre das sehr zu empfehlen. Ich würde absolut nicht dazu raten aus einer Wochenendbeziehung mit jemandem, der noch nie mit jemandem gewohnt hat, sofort dauerhaft zusammenzuziehen. Erstmal ausprobieren wie sich der gemeinsame Alltag wirklich anfühlt. Lachendes Gesicht


Zitat von BunteKatze:
Aber ja, genau dieses „nicht konkrete“ Verhalten verunsichert mich auch regelmäßig.

Das kann ich nachvollziehen.


Zitat von BunteKatze:
Da er aber ansonsten sehr viel Commitment zeigt, versuche ich es nicht krampfhaft überzubewerten.

Überbewerten ist nicht gut, Bauchgefühl ignorieren auch nicht...


Zitat von BunteKatze:
und seit dem hat er mit Jobwechsel seit 2,5 Wochen (immer so 10-12h Tage aktuell) und seiner Familie in seiner 3 Zimmer Wohnung so viel um die Ohren

Seine Familie? Herkunftsfamilie oder hat er Kinder aus früheren Beziehungen..?

Zitat von BunteKatze:
Statt einem ehrlichen „ich hab noch nicht drüber nachgedacht, wann wir konkret zusammenziehen“ hätte ja auch ein „will ich noch nicht/ ist mir zu früh/ nerv nicht!“ kommen können.
Stattdessen redet er weiter von Familie gründen und wir reden oft von „unserem“ Zuhause.

Da lässt er aber einen gedanklichen Schritt aus. Lachendes Gesicht


Zitat von BunteKatze:
Er redet aber tatsächlich sehr viel seltener vom Zusammenziehen an sich als ich, dafür mehr vom Heiraten und Kinderkriegen. Wird sich zeigen ob wir Luftschlösser bauen oder nicht …

Wie du sagst, wird sich alles zeigen - ich würde dir von Herzen wünschen, dass es keine Luftschlösser sind! 🤗

• #85


BunteKatze
@Ameise_78
Zitat:
Inwiefern..? Bist du nicht diejenige mit längerer Beziehungserfahrung von euch beiden?

Genau, ich habe 16 Jahre Beziehung hinter mir und bin damals direkt vom Elternhaus mit ihm zusammen gezogen. Und auch davor habe ich eher bei ihm zu Hause gewohnt als bei mir. Von daher kenne ich eigentlich nur „zusammen wohnen“. Bei ihm gab es mehrere lange Beziehungen aber eben nie einen gemeinsamen Alltag. Also ist es aktuell für ihn so wie er es gewohnt ist und für mich eben ganz neu, jemanden so zu vermissen in der Woche und so.

„Seine Familie“ sind seine Eltern und wenn die da sind eben auch oft sein Bruder und seine Nichte.

Zitat:
Überbewerten ist nicht gut, Bauchgefühl ignorieren auch nicht

Mein Bauchgefühl sagt eher, dass sich schon alles finden wird. Ich neige zum zerdenken und hinterfragen. Also die Unsicherheiten kommen eher vom Kopf als vom Bauch.
Bisher hat er immer sehr positiv reagiert, wenn ich Unsicherheiten geschildert habe. Und ich habe auch keine Sorge, ihn demnächst auf einen konkreteren Plan anzusprechen. Jetzt aktuell hat er aber einfach zu viel um die Ohren. Er ist ein ziemliches Gewohnheitstier und ich glaube, dass er jedes Wochenende komplett bei mir ist, bedeutet auch schon was.

Das wir uns nicht häufiger sehen, lag tatsächlich bisher daran, dass ich meine Katzen versorgen muss und er von mir aus 2h zu Arbeit gebraucht hätte. Zusätzlich komme ich meistens erst von der Arbeit, wenn er schon fast im Bett ist. Daher auch eher wenig Telefonate und mehr schreiben. An meinem freien Tag telefonieren oder treffen wir uns dann.

• x 1 #86


Ameise_78
Zitat von BunteKatze:
Mein Bauchgefühl sagt eher, dass sich schon alles finden wird. Ich neige zum zerdenken und hinterfragen. Also die Unsicherheiten kommen eher vom Kopf als vom Bauch.

Das klingt doch gut! Lachendes Gesicht
Ich drücke die Daumen, dass es genau so sein wird.
Klar, bisher nur Single Wohnen gewöhnt, wird er einfach etwas Zeit brauchen.
Solange dein Bauchgefühl gut ist, wird es passen! Lachendes Gesicht

• #87


BunteKatze
Hallo ihr Lieben,

Meine Trennung jährt sich in ein paar Wochen. Und angetriggert durch die aktuelle Situation (viel zu viel Arbeit bei uns beiden, auch am Wochenende, jetzt war er krank, dann noch Family-Besuch etc pp. -also viele Lücken für mein Hirn zum Füllen) merke ich gerade, wie der alte Schmerz wieder hoch kommt. Das geht teilweise so weit, dass ich davon ausgehe, dass mein neuer Partner sich bald trennen wird. Einfach weil gerade alles etwas weniger intensiv ist. Und da reichen auch so Dinge nicht, wie dass er sich am Wochenende trotz Fieber hier her geschleppt hat, um Zeit mit mir zu verbringen. Der Alarm ist soweit laut und real, die Angst sofort da, sobald eine Lücke entsteht. Mein Ex ist schließlich auch gegangen und war vorher noch fürsorglich und hat gesagt, dass er mich liebt.
Zwar ist es eher andersherum, ich fühle die Emotionen und die Nähe aktuell auch wenn er nichts sagt. Das war damals andersrum, mein Ex hat sehr viel gesagt….

Und ja, da wünsche ich mir aktuell manchmal ich hätte mehr Zeit zum verarbeiten gehabt Trauriges Gesicht

• x 2 #88


Wollie
ach du....ich kann dich so gut verstehen und hoffe und wünsche dir einfach, dass all deine Ängste völlig unbegründet sind (und das sind sie meiner Meinung nach). Das Alte triggert dich und bestimmtes Verhalten, aber wenn du es mal rational anschaust, ist es gar nicht so, wie es emotional für dich aussieht. Jede Beziehung braucht einfach Vertrauen und Zuversicht, dass es funktioniert. Versuch zu vertrauen......lass dir jetz mal einfach einen dicken Drücker da 🤗

• x 2 #89


BunteKatze
Hallo @Wollie,

Ja das mit dem Vertrauen und der Zuversicht fehlt mir vermutlich wirklich. Wenn er da ist und greifbar, geht es deutlich besser. So ein Wochenende wie das letzte, hat auch seinen eigenen Zauber der Vertrautheit. Er krank, ich müde von der Woche, haben wir den Samstag größtenteils zusammen auf der Couch verbracht. Da gab es zwar kaum körperliche Nähe, aber es war trotzdem schön.

Wenn er nicht da ist, merke ich aber all die kleinen Trigger so deutlich, mein Kopf füllt jede Lücke mit einer möglichst schlechten Erklärung:

Keine körperliche Nähe am Wochenende - er wollte mich nicht anstecken. —-> Oder er will mich nicht mehr

Er hat seit Wochen nicht mehr „Ich liebe dich“ oder „ich vermisse dich“ gesagt, ohne das es eine Antwort war. (Er schreibt eher so Sachen wie „Ich denke an dich“ und schickt kleine Geschenke bzw. nützliche Sachen am Wochenende mit) —> also vermutlich fühlt er das auch nicht mehr

Wir reden aktuell kaum noch übers zusammenziehen und Familienplanung - wenn dann von mir aus. —> Nur weil er nicht ablehnend reagiert, heißt es nicht, dass er es noch will.

Er schreibt weniger - aber regelmäßig und liebe interessierte fürsorgliche Sachen —> er arbeitet es zweimal am Tag ab, damit es erledigt ist.

Wenn wir uns nicht sehen können, merkt man ihm nie an, dass er es schade findet. —-> also findet er es gut, mich mal nicht an der Backe zu haben.

In meinem Kopf ist gerade vor allem Trauer und Angst vor/ um die Trennung. Sie ist für mich im Prinzip gefühlt unausweichlich.

Und dann gibt es wieder diese Momente, wo er nah und greifbar ist, wo er sich alles gemerkt hat, was ich erzählt habe, mit Fieber 1,5h durch die Stadt gurkt und unbedingt mit mir Pilze sammeln gehen will ( was er sonst gar nicht macht). Wenn ich frage, ob da eine Distanz zwischen uns entsteht, ob etwas mit uns nicht stimmt oder ob ich was falsch mache (das tue ich natürlich nicht in Endlosschleife, sondern in den letzten Wochen so 2-3x), sagt er es sei alles in Ordnung er habe bloß Stress.
Wenn ich ihm sage, dass mich das im Moment manchmal traurig macht, auch wenn ich es verstehe; zieht er mich immer liebevoll an sich und küsst mich. Er bedankt sich unglaublich oft dafür bzw erwähnt sie gut es ihm tut, dass ich einfach da bin. Das die Wochenenden mit mir ihm gut tun, er sich bei mir fallen lassen kann.
Wenn wir intim werden (und das ist wenn er nicht gerade krank ist, sehr regelmäßig und gleichbleibend), ist unglaubliche Nähe da und alles ist wie immer.

Ist das jetzt ein Mann der einfach besser mit wenig Zeit und räumlicher Distanz klar kommt, als ich und gerade einfach den Kopf voll hat von einer 55h Woche im neuen Job?
Oder einer bei dem die Luft raus ist, der langsam merkt, dass die erste Verknalltheit vorbei ist und langsam aber sicher versucht sich von dannen zu machen?

Ich versuche gerade einfach für ihn da zu sein, Leichtigkeit mitzubringen und sein ruhiger Hafen zu sein. Merke aber langsam wie es mir immer schwerer fällt meine Panik vor ihm geheim zu halten bzw. immer wieder selber zu regulieren. Ich weiß, dass sollte ich können, aber es gibt gerade viel zu viele Trigger, soweit bin ich einfach noch nicht…

• #90


A


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