Fanta1
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Schon in deiner Jugend- frühem Erwachsenenalter- hattest du phasenweise mit Depressionen zu kämpfen. Inwieweit diese ärztlich behandelt wurden, habe ich en detail nicht rausgelesen, da du aber eine Aversion gegen Medikamente und Ärzte hast, nehme ich an, dass da schon einiges in Angriff genommen wurde, aber keine 100%ige Hilfe war. Bevor du den besagten Ex kennenlerntest, hattest du eine an sich sehr schöne Beziehung mit einem sehr lieben Mann, die 5 1 / 2 Jahre lief. Du hast dich von ihm getrennt, da du ihn nicht ( mehr) geliebt hast. Der Mann war sehr verletzt- worin sich das genau zeigte, lässt du offen. Auch, ob es hier eine Aufarbeitung der Beziehung gab, ob du dem Mann noch die Gelegenheit zu einer Aussprache gabst, wie schnell nach der Beziehung du den " Musiker" kennenlerntest. Zumindest war es wohl so, dass du zu dem Zeitpunkt, als du mit diesem verhängnisvollen Mann die Beziehung eingingst, ein recht angenehmes Single-Leben führtest. Keine Leere, kein Drama. Dieser Musiker hat Kinder, überredete dich sehr schnell, zu ihm zu ziehen ( ob du da des öfteren als Babysitter eingespannt wurdest, erwähnst du nicht, liegt aber nahe). Und obwohl der Mann objektiv betrachtet wohl kein 6er im Lotto war ( Alk., Dro., immer wieder Frauenkontakte, bei denen unklar ist, wie weit sie gingen, zumindest ist erwiesen, dass er seine Ex küsste. Was sonst noch alles vorgefallen ist, weißt du nicht oder hast es nicht erwähnt), hat er dich dermaßen getriggert und in eine emotionale Abhängigkeit gestürzt, dass er dich binnen kurzer Zeit zu deinem Lebensmittelpunkt machte. Du tatest alles für ihn, ließest ihm alle Freiheiten, verziehst ihm sogar die Fremd-Knutscherei, er selber konnte diese überbordenden Gefühle aber wohl nicht teilen. Ganz im Gegenteil- ihm war das alles offensichtlich zu viel. Er sagte zu dir, dass du eine Schwere in sein Leben bringen würdest und es besser wäre, ihr würdet erstmal jeder sein eigenes Leben leben. Übersetzt würde ich sagen: du machst mir zu viel Drama, du klammerst dich zu sehr an mich, ich will ein locker-flockiges Leben. Zudem hatte er zu diesem Zeitpunkt wohl auch schon die andere Dame " am Start", die für ihn offensichtlich interessanter war.
So viel zu den Fakten. Nun natürlich die große Frage: wie konnte es passieren, dass ein solcher Mensch dich dermaßen aus der
Bahn werfen konnte ? Was hast du auf ihn projeziert? Was hast du in ihm gesehen ? Welche Lücke hat er bei dir gefüllt ? Und wieso trauerst du ihm immer noch hinterher anstelle von Wut zu empfinden ? Ein normaler Verarbeitungsprozess findet bei dir nicht statt, du hängst immer noch in Phase 1 ( Verzweiflung) statt wenigstens schon in der Wutphase zu sein- um danach irgendwann komplett loszulassen. Was hat dir dieser Mann in nur 7 Monaten gegeben, was dein liebevoller 5-Jahres-Freund dir nicht geben konnte ? Solange diese Fragen nicht geklärt werden, wirst du vermutlich in deiner Gedankenschleife hängen bleiben.