Labenia
Gast
Zitat von gastnurheute:Hallo ja? nein?,
ich kann deine Zweifel sehr gur nachempfinden. Vor einiger Zeit war ich genau in Deiner Situation. Es verlief im wesentlichen parrallel: üble Trennung, Herzschmerz, man arrangiert sich mit sich selbst/der Situation und lebt sein Leben.
Nach ca. 2 Jahren eine Nachricht, wie ein Blitz aus dem heiteren Himmel: sie wolle mit mir reden... unbedingt, ganz wichtig. Oha, na bravo javascript:emoticon(':grinsen:'). Was soll das? Sie hatte doch alle Hebel eingesetzt, dass ich ihr fern bleibe. Ich hatte es akzeptiert und mich daran gehalten.
Es schossen mir alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Ich versuchte mein Problem rational zu lösen. Alle sachlich/logischen Lösungsmöglichkeiten, wie von deinen Vorpostern, hatte ich auf dem Schirm. Glücklich war ich mit keiner!
An diesem Punkt stehst du heute.
Mein Weg damals: nach einem langen inneren Kampf und Abwägung aller Fakten/Gedanken: " heute nach 2 Jahren habe ich Abstand, ich weiss, dass auch ich meinen Beitrag zur Trennung beigefügt hatte, wir hatten NICHT miteinander geredet, egal welche Argumente sie gebracht hätte, ich sie nicht hätte hören wollen; oder hätte verstehen können.
Die Trennung war übel -warmer Wechsel- und eigentlich hätte ich keinen Gedanken mehr an sie verschwenden dürfen.
ABER: wir hatten schöne Momente und eine gute Zeit, die ich in meinem Leben nicht missen möchte. Es war dennoch "irgendetwas" bei mir "da".
Meine Entscheidung war - ähnlich wie @lola777 - sie erhält eine Chance und schau`n wir mal. Ich wollte es wissen.
Sie kam bei mir vorbei. Es war wie damals. Wir redeten. Es war vertraut. Sie wollte sich entschuldigen für alles. Ich hatte abgewunken; wollte es nicht hören. Sie erzählte mir ihre Geschichte und jo. Vielleicht wollte sie nur die Absolution von mir. Ich habe sie ihr gegeben.
Sie zog alle Register der weiblichen "Waffen" und ich liess es gewähren. Ich hatte "alles", was ich mir damals erträumt hatte; wofür ich bereit gewesen wäre alles zu geben. Ich hätte der glücklichste Mensch der Welt sein müssen. ABER mein Gefühl: wenn es diese Nacht nicht gegeben hätte, hätte ich nichts versäumt.
Das hat mich sehr erstaunt. Da wusste ich, dass ich über diese Beziehung hinweg bin.
Ich hatte sie - wie ein Gentleman- nach einem Kaffee am nächsten Morgen verabschiedet.
Seit dieser Zeit -ca.1,5 Jahren- haben wir einen entspannten und freundschaftlichen Kontakt; wir telefonieren ab und an. Es ist alles geklärt. Es gibt keinen Redebedarf.
Ob mit uns noch etwas wird, weiss ich nicht. Ich denke eher nein. Aber wer kann schon in die Zukunft blicken.
Heute bin ich froh, dass ich damals so gehandelt hatte. Durch das offene und ehrliche Treffen sind meine Fantasien/Kopfkino in Luft aufgelöst.
Ich sehe in dieser Frau das was sie ist: sie ist ein Teil meines Lebens mit vielen schönen Momenten und ... PUNKT.
Jetzt und heute bei mir ist eine andere Geschichte...
Hoffentlich nicht in diesem Forum.
LG.
Gut beschrieben. Ungefähr so habe ich es mir gedanklich und emotionsmässig vorgestellt.
Der gewaltige Trennungsschmerz, der durch den Weggang des Ex Partners verursacht wurde, lässt sich nicht so einfach wieder gut tun.
Hinzu kommt nocht, dass man sich in einer neuerlichen Beziehung nicht mehr bedenkenlos fallen lassen könnte im Vergleich zu einer intakten Beziehung. Der Wurm, dieser Zweifelswurm, ob der Partner eines Tages wieder womöglich abhaut, wird bei einem drin sitzen bleiben. Die Verlust des Respektes dem Ex Partner gegenüber für seinen "Warmwechsel" gibt dann den Rest.
Ich finde es sehr traurig. Aber der aufgewärmte Kaffee schmeckt nicht mehr so toll. Leider.
Interessant... was in uns unsere Gefühle auslösen können.
Ich werde auch niemals verstehen, wieso manche Menschen so...kalt, unherzlich und egozentrisch handeln können, absolut mit meiner normal äußerst sozialen Art inkompatibel, ich würde einen anderen Menschen niemals so behandeln..