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Ganz ehrlich? Ich finde es schade, um jedes Kind, was in diese verrückte Welt gesetzt wird. [pid]3023nd 448[/pid]
Unsere Vorfahren haben das Mittelalter mit seinen Krankheiten, Seuchen, Hungernöten und Kriegen überlebt. 30-40er Jahre ebenso. Hätten sie da auch so gedacht, würde es uns nicht geben. Und uns geht es im Vergleich zu ihnen um vielfaches besser.
Es kann nicht immer nur gute Zeiten geben.
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x 6#16
D
Doppelherzchen Mitglied
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Zitat von silos:
Irgendwann wirds uns alle schon mal dahinraffen aber bis dahin genießt die Sonne und trinkt ein kühles Getränk.
Sterben müssen wir alle. Prost Kaffee.
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x 1#17
A
Dieser Sommer macht mir Angst!
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Lebensfreude Mitglied
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auf dem Land sieht man, wie der Mais vertrocknet. Gras wächst nicht . Kühe bekommen schon das für den Winter vorgesehene Heu. Mir macht das Angst. Der Rursee in der Eifel hatte einen sichtbar gesunkenen Wasserspiegel. Äpfel verbrennen am Baum Das ist keine Panikmache und auch nicht Schuld der Regierung. Das ist der menschengemachte Klimawandel.
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x 14#18
CanisaWuff Mitglied
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ich habe auch Angst, Maulwürfen kommen nicht mehr unter die Erde Igel finden nicht genug Nahrung
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x 1#19
Wirdschon Mitglied
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Ich habe (noch) keine Angst. Meine persönliche Gülle hat mich stoischer werden lassen und zum angeborenem Optimismus hat sich Geduld ( na gut, ein klitzekleines bisschen) gesellt und die Erkenntnis, dass es kommt wie es kommt und ich mir dann nen Kopf mach, wenn es denn da ist. Im Kleinen Versuch ich mein Bestes zu geben für unsere Welt, wünschte mir oft, dass solche Krisen die Menschen wieder zusammen führt und vielleicht tut es das ja
LG Wirdschon
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x 3#20
C
CiRa78 Gast
Zitat von -Gina-:
Unsere Vorfahren haben das Mittelalter mit seinen Krankheiten, Seuchen, Hungernöten und Kriegen überlebt. 30-40er Jahre ebenso. Hätten sie da auch ...
Ich gebe Dir recht. Aber damals gab es keine Verhütungsmittel. Das waren eben andere Zeiten. Wäre ich ohne Kinder und 20 Jahre jünger, würde ich mich dagegen entscheiden, welche zu bekommen
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x 1#21
H
hilflos666 Mitglied
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mir macht es auch Angst, aus dem Grund hab ich aufgehört Nachrichten zu schauen/hören. Wenn ich mir die Natur anschaue, die Bäume und Wiesen, ja da bekomme ich wieder ein mulmiges Gefühl. Alles so verdorrt und überall schon Blätter auf dem Boden, fast als wäre es schon Herbst.
Da ich gerne in den Bergen bin, finde ich es auch ganz erschreckend was für Ausmaße es dort mittlerweile schon angenommen hat. Das Matterhorn ist komplett schwarz, der ganze Schnee ist geschmolzen obwohl man dort eigentlich ganzjährig Ski fahren konnte. Alles weg! Gletscher schmelzen usw.
Tatsächlich habe ich mich dafür entschieden in diese Welt keine Kinder zu setzen. Ich sehe es ähnlich wie die TE, wir kommen noch irgendwie durch aber im Moment, so wie das alles läuft, traue ich mir das nicht mehr zu. Alles zu vage und ich hab echt Angst, dass es finanziell nicht mehr zu stemmen ist.
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x 6#22
B
Begonie Mitglied
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Die ständigen Horrorszenarien gehen schon an die Substanz und lassen mich hoffen, dass ich noch einigermaßen gut durchkomme. Ich habe keine große Hoffnung, dass sich etwas zum Positiven ändert.
Der Krieg in der Ukraine wird lange andauern, vermutlich bis die Kontrahenten kriegsmüde sind.
Das Klimaziel wird nicht erreicht, aber das war zu erwarten. Der Beitrag Deutschlands zum Weltklima ist verschwindend gering. Was wir also da machen wie Windräder aufzubauen, Solaranlagen anzulegen etc. ist so gesehen völlig wirkungslos und was die Gesamtenergiebilanz von den Rohstoffen bis zum Abbau von Anlagen angeht, nicht zu Ende gedacht. Die Atomkraftwerke sollte man meiner Ansicht nach weiter laufen lassen, sofern sie sicher sind. Unsere Nachbarländer Frankreich und Tschechien setzen auf Atomstrom und wir schalten die AKWs ab. Ist das nun missionarischer Eifer nach dem Motto, Deutschland geht voran und alle gehen mit? Das wird nicht passieren, denn die sind ja nicht blöd. Die denken sich eher, wir sind blöd.
Wir steuern auf eine massive Klimaänderung zu. Heiße Sommer, viel zu wenig Niederschläge, Dürre und zum Teil schlechte Ernten, die wiederum die Preise in die Höhe treiben, werden an der Tagesordnung sein.
Kenntnisse über technische Neuerungen haben wir freiwillig den Chinesen u.a. überlassen, die jetzt für uns produzieren. Damit haben wir uns abhängig gemacht und das erleben wir bzw. unsere superschlaue Industrie jetzt schmerzhaft. Sind Handelswege unterbrochen, hat das unmittelbare Auswirkungen auf unseren Industriestandort. Wenn Produktionen heruntergefahren werden, wirkt sich mittelfristig auf die Beschäftigungslage aus. Verschlechtert sich die globale Wirtschaftslage, so hat auch das Konsequenzen für Deutschland. Wenn weniger ins Ausland verkauft werden kann, bleiben Einschränkungen nicht aus.
Ich persönlich glaube, dass die fetten Jahre vorbei sind. Vielleicht geht es noch ein oder zwei Generationen einigermaßen, aber ich rechne langfristig mit einem Niedergang von Europa. Die jungen Menschen, die im Überfluss geboren sind und ein stetiges Wachstum gewohnt sind, werden schmerzhafte Einschnitte erleben. Wir werden uns alle einschränken müssen. Inflation, galoppierende Energiepreise, steigende Lebesnmittelpreise, eine planlose Regierung - es sieht nicht gut aus.
Kinder? Ich habe keine und darüber bin ich froh, denn ich glaube, wir bürden ihnen eine unwägbare Zukunft auf. Deswegen auf Kinder verzichten? Nein, denn Kinder wurden immer geboren, auch in den allerschlechtesten Zeiten. Und schließlich wissen wir alle nicht, wohin die Reise letztendlich geht. Jede Generation hat auch ihre eigenen Chancen, umzudenken und auch umzulenken. Vielleicht sollten wir ihnen das zugute halten.
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x 10#23
paulaner Mitglied
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Zitat von Begonie:
Die Atomkraftwerke sollte man meiner Ansicht nach weiter laufen lassen, sofern sie sicher sind. Unsere Nachbarländer Frankreich und Tschechien setzen auf Atomstrom und wir schalten die AKWs ab.
Zitat von Begonie:
Wir steuern auf eine massive Klimaänderung zu. Heiße Sommer, viel zu wenig Niederschläge, Dürre
Und darum fahren unsere Nachbarn ihre Atomkraftwerke runter, weil das Wasser zum Kühlen fehlt. Ist also auch nicht der allein seligmachende Weg
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x 4#24
Jane_1 Mitglied
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Angst ist kein guter Berater und dennoch kann ich mich nicht frei davon machen.
Ich merke das v.a.daran, dass ich es völlig verstehen könnte, wenn mein Sohn keinen Nachwuchs haben wollte.
Zitat von Elfie1:
Wie haltet ihr eure Stimmung halbwegs im Griff? Und was tut ihr persönlich, um dem Klimawandel entgegen zu wirken?
Ich versuche, nicht zu viele Nachrichten zu konsumieren. V.a. keine kurzen Meldungen. Lieber selten, dann aber längere Artikel lesen. Manchmal merkt man dann, dass es doch noch Grund zur Hoffnung gibt. Schlagzeilen funktionieren halt so, dass sie reißerisch und negativ sein müssen. Nachrichten im Fernsehen und Radio sehe/höre ich seit Jahren fast gar nicht.
Mich auf mein eigenes kleines Leben konzentrieren. Versuchen, ein gutes Leben zu führen. Ein guter Mensch zu sein. Anderen eine Freude bereiten. Mir selber Freude bereiten. (beides idR nicht durch Konsum, sondern Kommunikation und/oder gemeinsame Erlebnisse)
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x 5#25
Emma14 Mitglied
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Zitat von paulaner:
Und darum fahren unsere Nachbarn ihre Atomkraftwerke runter, weil das Wasser zum Kühlen fehlt. Ist also auch nicht der allein seligmachende Weg ...
Und wir helfen Ihnen deswegen mit Strom aus. Erfährt man natürlich nur, wenn man Nachrichten sieht, hört oder liest.
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x 3#26
tina1955 Mitglied
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@Jane_1 , ich versuche auch mein Leben so weiter zu leben, wie bisher. Nachrichten schaue ich schon ewig nicht mehr, von dem Zeitpunkt an, als Deutschland sich an den Waffenlieferungen in die Ukraine beteiligt hat. Nur kann ich mich nicht bei Gesprächen in meinem Umfeld ausgrenzen, dann müsste ich die Leute umgehend stehen lassen, wenn sie von ihren Ängsten berichten. Und somit erfahre ich Dinge, die mich traurig und nachdenklich machen und ich kann dann nicht abschalten.
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x 2#27
Happylife1981 Mitglied
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Interessant, genau das Thema hatte ich vor ca einer Stunde mit meiner Freundin. Dass man sich schon Sorgen macht wie es weiter geht. Der Klimawandel ist einfach nicht zu leugnen. Und auch wir haben gesagt, dass es schlimm ist, das zu sagen, aber ob man wirklich noch Kinder in diese Welt setzen sollte? Schwierig...
Leb dein Leben, du hast nur Eins. Lass dich nicht von der Panikmache verunsichern.
Zwischen "in Panik verfallen" und "nach mir die Sintflut - ich tue nichts, eh alles egal" gibts noch was. Menschenskind!
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x 1#29
E
Elfie1 Gast
Also wir haben ja nunmal Kinder und die möchte ich auch nicht missen. Inzwischen sind die erwachsen aber noch Singels. Eigentlich habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, dass mir mal eine potentielle Schwiegertochter oder ein Schwiegersohn präsentiert wird. Aber nichts tut sich. Beide leben in WGs und denken nicht daran, eine Familie zu gründen. Ok, noch sind sie ja auch in Ausbildung aber ich befürchte, dass ihre Entscheidung etwas grundsätzliches sein könnte. Beide sind sehr engagiert, was Umwelt und Klimaschutz betrifft. Bisher habe ich das eher belächelt, wenn sie von den Demos erzählten, an denen sie mit fridays for future teilgenommen haben. Ich denke aber, dass ihre Angst vor dem Klimawandel nicht nur begründet, sondern so tief verwurzelt ist, dass sie tatsächlich keine Kinder in diese Welt setzen wollen.
Auch mir wird inzwischen Angst und Bange. Nicht nur die Nachrichten sondern auch der Anblick der verbrannten Wiesen und Felder beunruhigen mich. Wir fahren schon seit Jahren gerne in den Harz z.B. aber der Anblick, der sich da bei unserem letzten Aufenthalt geboten hat, war erschreckend. Ich befürchte, dieser Sommer wird dem, was da noch an Wald steht, nicht gerade gut getan haben. Schon vor 2 Jahren war der Anblick beängstigend. Die Kiefernwälder waren kaum noch vorhanden. Borkenkäfer, Dürre und Stürme haben große Flächen vernichtet. Der Harz, wie ich ihn als Kind kannte existiert nicht mehr. Einfach furchtbar.
Wir verreisen schon seit Jahren nur noch mit der Bahn. Mit dem Auto fahren wir noch zur Arbeit aber ich werde wohl auf Öffis umsatteln, denn 2 Autos werden wir uns bald nicht mehr leisten können. Mein Mann geht in wenigen Jahren in Rente und dann wird das Geld sowieso knapp. Unser Haus werden wir dann wohl auch verkaufen, denn wir werden uns eine Sanierung mit Photovoltaik oder Wärmepumpe nicht leisten können und wollen. Das lohnt sich für uns wohl kaum noch, denn bald schon werden wir dieses Haus sowieso nicht mehr bewirtschaften können. Aus gesundheitlichen Gründen. Stattdessen werden wir uns wohl nach einer kleinen Wohnung umschauen, die dann aber unabhängig von Strom und Gas sein sollte. Leider gibt es noch viel zu wenig von diesem Wohnraum.
Auf die Generation meiner Kinder kommen Herkulesaufgaben zu. Ich finde es schlimm, dass wir ihnen diese Welt in diesem Zustand überlassen müssen. Was immer wir tun können, um ein bisschen davon wieder auszugleichen, werden wir tun. Aber wird das reichen?