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was bringen die Erklärungen, dass Frau-Mann-Verhältnis immer mit "evolutionsbedingt" um- und beschreiben zu wollen!? Klar ist vieles evolutionsbedingt. Allerdings - ist tatsächlich alles evolutionsbedingt? Wäre das wirklich alles so leicht zu erklären - gäbe es dann die Emanzipation
der Frauen? Löste die Emanzipation nichts aus? Hat Emanzipation keinen Einfluss auf die evolutionäre Entstehung genommen - auf Frauen wie Männer?
Kann es nicht sein, dass mit den Erklärungen auf Frau-Mann-Verhältnis bezogen die Evolution als
Ausrede gesehen wird, als Alibi genommen wird, um ggf. heikle Entwicklungen/ Verfehlungen "verständlich/er" zu machen? Wirken sich persönliche Entwicklung, Sozialisation denn gar nicht aus....auf einen Mensch? Ist das, was war, (Evolution) heute auch noch im vollen Umfang gültig? Wissen wir wirklich ALLE, ob das, was wir der Evolution zuschieben, tatsächlich der Evolution zugeschoben/zugestanden werden kann/muss?
Emanzipation - die betrifft sicher nicht NUR Frauen. Dass Männer "nicht leiden", wenn/weil Frau emanzipatorisch "unterwegs" ist, ist klar. Profitiert nicht auch MANN von der Emanzipation der Frauen? Ist es nicht von großem Vorteil - insgesamt - dass Frau nicht mehr "das Heimchen" am
Herd, in der Küche, im Bett ist? Dass diese Weiterentwicklung Veränderungen hat folgen lassen - klar. Das ist auch gut so. Dass es ggf. für Männer schwieriger geworden ist, mit WIRKLICH emanzipierten Frauen umzugehen - ist das auszuschließen? Viele Frauen in anderen Threads schreiben ganz klar, dass Männer mit "starken" Frauen oft nicht zurecht kommen - das kann ja dann nichts mit evolutionärem Ursprung zu tun haben. Männer seien vielfach "zu schwach", sich starken Frauen gegenüber behaupten zu können! Stimmt das?
Kann eine Trennung des Frau/Mann-Verhaltens wirklich Aufschluss geben? Wer will/soll die spezifischen Parameter festsetzen? Geht das überhaupt? Sind Frau/Mann für sich nicht viel zu komplex im Verhalten, dass eine gender-spezifische Zuordnung gar nicht möglich ist? Kann
"Denke" wirklich einer Frau/einem Mann einwandfrei zugeordnet werden? Gleiches betrifft
Gefühle und Emotionen! Klar... Frauen haben eine männliche "Ader", wie Männer eine weibliche
"Ader" haben....evolutionär bedingt? Wie auch immer.
Schafft es ein Mensch, sich in einen anderen Mensch hineinzuversetzen - von der Denke, von den Gefühlen, von den Emotionen? Introvertierte - kommt ein Extrovertierter an Introvertierte heran? Klappt das ggf. umgekehrt? Empathie - immer möglich, um "anderes Geschlecht" zu verstehen lernen?
Ich denke, dass mit Akzeptanz schon vieles erreicht wäre, was beide Geschlechter (immer noch) zu trennen vermag. "Genderei" macht aus meiner Sicht keinen Sinn, um das eigene Geschlecht "vertreten" zu wollen.
12 Jahre war ich in einem von Frauen geführten Verband - mit ein paar anderen Männern. Sich dort einzufinden - anfangs ein Klacks! Von Frauen zu lernen - kein Problem. Der Stil von Frauen "kommt an", solange Mann nur zuhört. Mann hat allerdings eine vollkommen andere Diskussionsform. Die

ist da nicht weit, wenn es um Dinge geht, die Mann "halt anders" sieht... evolutions-bedingt? Viel im Verband gelernt zu haben, WEIL von Frauen geführt, hat mir sehr geholfen, hilft mir immer noch....und dennoch...nein - in die "Denke" von Frauen zu gelangen, halte ich für unmöglich!