@Kruemel1
Die Idee zu diesem Thread finde ich grundsätzlich gut!
Zitat von Kruemel1: Meine Geschichte habe ich in einem anderen Thread genau so bereits geschildert. Dieser wurde allerdings inzwischen geschlossen, da es dort zu üblen Verwerfungen kam. Deshalb konnte ich auf einige Fragen und Kommentare nicht mehr eingehen. Das hole ich hier nach.
Liebe Kruemel1, Shedia…
Bitte, verstehe mich nicht falsch.
Ich freue mich sehr, wenn du endlich glücklich bist!
Wir lesen seit einigen Jahren voneinander. Dein Wohlergehen liegt mir wirklich am Herzen. Das weißt du.
Ja, es gab dir gegenüber oft kritische und leider auch despektierliche Kommentare.
Trotzdem ist deine Geschichte leider (vielleicht sogar verständlich) gerade hier nicht so ganz deckungsgleich.
Zitat von Ema: Ich stelle nur fest, dass du die Dinge - je nach Tag - oft völlig anders schilderst. Und zwar so, dass einem ob deiner Ehe wirklich das kalte Grausen überkommt, mit deinem kontrollierenden Mann, der dir überallhin nachläuft, sogar zum Wäscheaufhängen, und der dir verbietet, eine Etage höher zu schlafen, wenn ihr über Weihnachten Gäste unterbringen wollt.
Das wäre ja auch eigentlich kein Problem. Ich finde aber es wird ein Problem, wenn du Leuten dann an anderen Tagen erzählst, wie gut deine Ehe 2.0 läuft und wie wunderbar alles ist. Das ist es aber ja doch ganz offensichtlich nicht.
@Ema
Auch wenn wir beide nicht immer einer Meinung sein, aber wir lesen beide die TE schon seit einiger Zeit.
Ich sehe es hier ähnlich wie du!
@Kruemel1
Glaube mir, deine Erlebnisse, dein Schicksal und dein Wohl… haben mich hier in diesem Forum wirklich bewegt und beschäftigt.
Irgendwie fällt es mir schwer, dies alles jetzt als funktionierende Ehe 2.0 zu sehen.
Trotzdem würde ich mich sehr freuen!
Zitat von Kruemel1: Sei es drum, ich bin glücklich und zufrieden und mein Mann auch. An diesem Wochende treffen wir uns zu einer Familienfeier, worauf ich mich sehr freue. Das sind die Tage, an denen wir die Früchte ernten dürfen. Der Weg dahin war steinig genug.
Klingt super schön und so viel besser, als vor einigen Monaten, als du eure Ehe ganz anders beschriebst.
Dennoch, wie schön, dass es sich jetzt scheinbar zum besseren entwickelt hat.
Zitat von butterflx: Ich weiß nur, wie ich bereits schrieb, dass ich in Zukunft mehr und schneller auf mein Bauchgefühl hören werde, denn das hatte von Anfang an Recht.
@butterflx
Ja, das ist tatsächlich genau das, was ich ebenfalls gelernt habe.
Auch ich bin, nach der Affäre meines Mannes vor vielen Jahren, mittlerweile (seit langer Zeit) wieder in einer funktionierenden Partnerschaft - lass es uns Ehe 2.0 nennen.
Somit berichte ich aus meiner Erfahrung.
Es war ein harter, schwieriger Weg, der sich in meinem Fall gelohnt hat und (auch gerade deswegen), der mich einiges lehrte.
Seit diesem damaligen Zeitpunkt vertraue ich mir und nehme meine Gefühle ernst!
IMMER!(Das war früher tatsächlich anders. Damals suchte und fand ich Gründe, um mich selbst zu überlisten.)
Das bedeutet aber auch, dass ich meine Gefühle bezüglich der Aufarbeitung der Affäre ebenfalls ernst nahm und nehme.
Denn, egal, ob Affären möglicherweise „üblich“ sind bzw. oft passieren…,
ich möchte es NIE wieder erleben.Auch das ist ein Gefühl, das eine Daseinsberechtigung hat.
Zitat von butterflx: Es gab bei uns nie Verbote und Kontrollen danach. Sehr wohl aber klare Aussagen und Grenzen meinerseits. Dass so etwas nie wieder vorkommen darf.
Das scheinst du ähnlich zu sehen.
@Martin123
Hattest du auch diese Passage gelesen?
Sie möchte es
nie wieder erleben!
Es ist eine Forderung, die ihr wichtig ist.
Etwas, das auch mir sehr wichtig war und ist!
Was ist dir persönlich wichtig?
Denn bei all dem Überschwang…
Zitat von Martin123: Danke für deine Geschichte. Fand ich schon in dem anderen Thread superspannend, was du geschrieben hast.
Den einen sehr wichtigen Part von @butterflx (siehe oben) hattest du irgendwie dann doch nicht verstanden, erscheint mir.
Zu akzeptieren und zu verstehen, dass Mitmenschen zu verletzenden Handlungen in der Lage sind, bedeutet nicht, dass ich dies, ohne mich selbst zu beschützen, hinnehmen muss.
Ich setze meine Grenzen!
Ich respektiere meine Grenzen!
Ich erwarte dies auch von meinem Partner, denn auch ich achte seine Grenzen.
Das sind zwar 3x „ich“, aber in dem Fall wichtig und fernab von Ichbezogenheit.
Wenn ich so nach vielen Jahren auf meine damaligen Erfahrungen schaue, ist es genau das.
Die eigene Wertigkeit zu realisieren ist wichtig.
Nur weil mein Partner Fehler macht/e, muss ich nicht selbst über meine Grenzen latschen.
Ja, Lernen ist wichtig - gilt aber für beide!
Ich erkenne an, dass Menschen Fehler machen und auch ich nicht fehlerfrei bin.
Aber auch das gilt für beide!
Und es geht dabei auch nicht um Schuld und Sühne, sondern vielmehr um die Erkenntnis, dass man füreinander nicht selbstverständlich ist.
Verstehst du, was ich damit sagen möchte?
Zitat von Haeschen: Offenbar ist es Standard, dass der Affärenführer über seinen Partner ablästert, so verstehe ich jedenfalls Martin, der wohl aus Erfahrung schreibt.
@Haeschen
Das ist mir viel zu pauschal und basiert auf einer Erfahrung.
Um verlässliche Behauptungen aufzustellen, braucht es mehr.
Nicht alles passt über einen Kamm.
Was ist denn „Standard“ in einer Affäre?
Es gibt vielleicht Ähnlichkeiten. Aber, wir alle sind so unterschiedlich und unsere Erlebnisse ebenfalls.
Glaube mir, deine negativen Erlebnisse werden nicht erträglicher, nur weil du dich bemühst, alles mit standardisierten „Regeln“ zu erklären.
Und die Abwertung von anderen Lebensentwürfen verbessert nicht das eigene dumpfe Gefühl.
Verstehst du, was ich dir sagen möchte?