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Ehefrau will unerwartet die Trennung

Lina39
@flummi79, tut mir leid, du musst dich schrecklich fühlen. Hast du schon versucht mit ihr zu sprechen? Habt ihr jemanden der am Abend mal auf die Kinder aufpassen kann? Dann würde ich vorschlagen, du lädst sie zum essen ein und dort könnt ihr reden.

Versuch ihr Wertschätzung entgegenzubringen, nimm sie öfter in den Arm, versuche gemeinsame Zeit mit ihr zu planen, das Gefühl der Verliebtheit wieder zu erwecken. Viele Frauen sprechen nicht darüber was fehlt, sie hoffen, dass der Mann von selbst drauf kommt.

• x 1 #91


A


Ehefrau will unerwartet die Trennung

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P
Zitat von So-isses:
"dein bisheriges Leben hat dich dahin geführt, wo du heute bist".

Nur dass der Mensch kein Lemming ist, der reflexartig in den Abgrund springt, wenn man ihm sagt, er soll das tun.
Jemand, der depressiv ist, ist trotz allem in der Lage, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.
Es ist also nicht nur die alleinige Affirmation, sondern es gehört auch immer der Anteil dazu, was der/die Betroffene daraus für sich schließt und dann auch tut.

• x 2 #92


F
Hallo zusammen. Oh wow, das sind aber viele Antworten. Vielen Dank für Anteilnahme, Tipps und Hinweise.
Ich will hier nur noch etwas zu Klarstellung der Situation schreiben:

Keiner von uns beiden will die Scheidung, es ist nur so, dass eine räumliche Trennung momentan Sinn am meisten Sinn macht. Wir müssen beide unseren Kopf wieder frei bekommen. Da aber ich, bzw. meine aktuelle Situation mitverantwortlich für die Situation meiner Frau ist und außerdem ich in meiner Situation mit den Kindern nicht viel anfangen kann, bzw. der ständige Lärmpegel nicht förderlich ist um abzuschalten, hilft eben alles nichts, wenn wir wieder gesund werden wollen.

Und wie beschrieben ist unsere Paarbeziehung dadurch ja eh eingeschlafen. Aber wir schließen beide nicht aus, in Zukunft wieder als Paar zusammen zu kommen. Nur hat niemand von uns eine Glaskugel.

• x 1 #93


Vajana
@flummi79
Zitat von flummi79:
Vielen Dank!
Wie ist es denn bei euch ausgegangen? bzw. was ist bei euch der Stand der Dinge?

Nun, hier ist es auch recht Kühl.

Ich sehe es so dass es manchmal einfach nicht reicht und getrennte Wohnung kann da ein echten Mehrwert haben, gerade wenn beide an einem Strang ziehen und sich weiter "gemeinsam" um die Kinder kümmern und jeder mal zur Ruhe kommen kann.

Hier befürchte ich, dass ich am Ende bis auf die obligatorische Besuchsstunde, alleine dastehe.

Nachtrag der mir noch wichtig ist: Ich finde es so wichtig Bemühung zu sehen. Hier wurde auch ja zur Therapie gesagt aber der Tag kam nie. Es tut einfach weh, wenn man sich am Ende verheizt fühlt und so als würde der Partner je mehr loslassen desto mehr man gibt.

• x 1 #94


Vajana
@flummi79 aber lass dich bitte nicht von mir triggern ! Wie geht es dir Heute?

• #95


S
Zitat von Plague:
Nur dass der Mensch kein Lemming ist, der reflexartig in den Abgrund springt, wenn man ihm sagt, er soll das tun. Jemand, der depressiv ist, ist ...

Ein schwer depressiver Mensch würde sich auch umbringen, weil er dann endlich Ruhe hat. Der denkt nichtmehr rational. Also ist es auch überhaupt kein Problem, sich zu trennen und das ganze, busherige Leben einzureißen, wenn jemand einem sagt "drin bisheriges Leben ist schuld dass es dir so geht". Da wird nicht hinterfragt. Da ist die Lösung: Alles Alte weg, dann geht es mir gut.

• #96


F
Hallo zusammen.
Wahnsinn, mein letzter Beitrag ist schon ein 3/4 Jahr her.
Vielen Dank nochmal für Eure Anteilnahme und Kommentare. Ich will hier mal ein kurzes Update geben:

Sie ist Anfang Mai ausgezogen. Nicht weit entfernt von hier, in 10-20 Minuten erreichbar. Die Kinder sehe ich regelmäßig. Die haben das Ganze nach außen hin gut verkraftet, wie es aber in ihnen aussieht, kann ich nicht sagen. Ich glaube, das nagt schon an ihnen und irgendeine Auswirkung wird es auf jeden Fall haben.

Sie hat seit einigen Wochen einen Neuen, heißt also, sie muss ihn kurz nach dem Auszug schon kennengelernt haben. Soviel zur Zukunft unserer Beziehung. Aber damit ist wohl ein Punkt erreicht, an dem mir klar sein muss, dass ich den Rest meines Lebens alleine gehen werden, zumindest ohne sie und meine Kinder nicht mit beiden Elternteilen aufwachsen, so wie ich es ihnen gewünscht hätte.

Aber gut, ich muss die Info über den Neuen (der übrigens auch den Kindern bald vorgestellt werden soll) erstmal verdauen.

• #97


DieSeherin
puh, das ist bestimmt erst mal ein ganz schöner schlag in den magen, oder? oder ist das eigentlich ganz gut, damit du nicht mehr hoffst, sondern jetzt einen abschluss finden kannst?

wie geht es dir eigentlich sonst so?

• x 1 #98


F
@DieSeherin
Ja, das kommt sehr unerwartet. Vor allem der kurze Zeitraum überrascht mich. Aber vielleicht bedeutet das, dass sie sich emotional schon lange vor der eigentlichen Trennung von mir gelöst hat.
Ich weiß noch nicht genau, wie ich es finden soll. Hin und wieder habe ich schon noch ein Bild im Kopf von einer glücklichen Familie. Wir zusammen mit den Kindern. Andererseits weiß ich nicht, ob ich mit jemandem zusammen sein will, der mich genau dann im Stich lässt, wenn es mir am schlechtesten geht. Somit ist dieses "in guten wie in schlechten Zeiten" auch wieder nur inhaltsloses, leeres Gerede.

Ansonsten, naja. Im Sommer gings besser, jetzt im Winter treten die Depressionen wieder stärker auf. Ich muss es endlich schaffen, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen, dann kann ich auch die Trennung besser verarbeiten. Allerdings zieht mich die Situation immer noch runter, was die Gesamtlage nicht besser macht.

• #99


Stella31
Zitat von flummi79:
Sie hat seit einigen Wochen einen Neuen, heißt also, sie muss ihn kurz nach dem Auszug schon kennengelernt haben. Soviel zur Zukunft unserer Beziehung

Tja, das zeigt dann leider mal wieder, dass eine räumliche Trennung i.d.R. auch zur gesamten Trennung führt.
Da kann dann noch so viel erzählt werden, wie freundschaftlich alles so laufen soll.
Schade für dich und die Kinder!
Meinst du denn wirklich, dass dieser Mann erst nach dem Auszug da war?
Sie hat sich wohl innerlich bereits weit davor von dir distanziert.

• #100


F
@Stella31
Ja, Trennungen sind wohl eher selten wirklich freundschaftlich. Ohne Kinder ist es leichter, da man den Kontakt in der Regel vollständig abbrechen kann und vom Leben der/des Ex nichts mehr mitbekommt.

Es kann gut sein, dass sie ihn auch schon vorher kannte und nach dem Auszug etwas ernsthaftes daraus wurde. Ich weiß es aber nicht.

Ja, bei der innerlichen Trennung war sie wohl schon sehr, sehr weit weg.

• #101


DieSeherin
Zitat von flummi79:
Aber vielleicht bedeutet das, dass sie sich emotional schon lange vor der eigentlichen Trennung von mir gelöst hat.


ja, das kann gut sein. oft haben die sich trennenden einen längeren emotionalen vorsprung. und ich schätze mal, dass deine fraue es sich nicht leicht gemacht hat mit der trennung.

Zitat von flummi79:
Ich weiß noch nicht genau, wie ich es finden soll.


naja, dass du es schaisse findest, ist ja wohl klar. die frage ist, wie du damit umgehst. hast du noch professionelle begleitung wegen deiner depressionen?

• #102


F
@DieSeherin
Vermutlich war die Trennung für sie auch ein längerer Weg. Ich verstehe nur nicht, wieso sie die Probleme nie direkt angesprochen hat. Aber gut, dass ändert jetzt ja auch nichts mehr an der Situation.

Ja 1-2 mal im Jahr bin ich bei meinem Therapeuten. Ich weiß ja inzwischen, woher die Depressionen kommen und was dahinter steckt. Auch die Trennung verstärkt diese Gefühle weiter. Aber ursächlich ist noch ein anderes Krankheitsbild (auf das ich hier nicht näher eingehen werde).

Bin mal gespannt, wie lange die Verarbeitung der Trennung bzw. der Abschluss damit dauern wird. Ich habe etwas von 1-3 Monate je Beziehungsjahr gelesen.... Dann kann sich das noch etwas hinziehen

• #103


DieSeherin
Zitat von flummi79:
Bin mal gespannt, wie lange die Verarbeitung der Trennung bzw. der Abschluss damit dauern wird. Ich habe etwas von 1-3 Monate je Beziehungsjahr gelesen.... Dann kann sich das noch etwas hinziehen


naja, man liest immer mal wieder solche statistischen daten - ich selber glaube ja daran, dass es an einem selber liegt, wie lange man braucht, das schlimmste zu überstehen (ich rede noch nicht von der bereitschaft für etwas neues). das wichtigste ist, die hoffnung wirklich endgültig zu begraben und die trennung zu akzeptieren. dann kann man mit dem loslassen anfangen.

• #104


F
@DieSeherin

Ja, das sagt sich immer alles einfacher als es tatsächlich ist Lachendes Gesicht
Aber ich weiß natürlich, dass du recht hast. Das mit dem Akzeptieren und Loslassen wird wohl dauern und nicht einfach werden. Ich kann die Situation aber sowieso nicht ändern, deshalb wird mir nichts anderes übrig bleiben.
Wenn es die Kinder nicht gäbe, könnte ich zumindest in meine Heimatstadt zurück, da hätte ich meine Familie und alte Freunde. "Ausgewandert" bin ich ja nur wegen meiner Frau und die ist nun weg. Auch das Thema steht mir noch bevor.

• #105


A


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