Eigendlich wollte ich nichts mehr dazu schreiben, aber ich will dir trotzdem noch Gedanken auf den Weg geben, in der Hoffnung dass es dich zum Nachdenken anregt.
Zitat von Chaosqueen21: Ich wähle nur noch zwischen dem geringsten Übel für mich und mein Kind.
Das magst du auch so glauben.
Das ist nach dem was ich hier alles gelesen habe, nur zu hälfte richtig.
Objektiv gesehen ist das nicht die beste Entscheidung, primär aus finanziellen Gründen bei deinen Partner zu bleiben. Die Argumenten es wäre das beste für deinen Sohn, halte ich nicht für ehrlich - ich meinen du bist an der Stelle nicht ehrlich zu dir selbst.
Ich verstehe dich trotzdem, du hast keine Kraft anders zu agieren, ich kann mir nur ansatzweise vorstellen wie das ist.
Ich will deine Entscheidung auch nicht verurteilen - das steht mir auch nicht zu. Die Päckchen die du schon so trägst sind schon sehr viele.
Auf der anderen Seite sehe ich aber auch die Opfer deines Mannes, die Frau die er als Vorlage für seine Fantasien genutzt hat und dann auch noch gefilmt hat und mit anderen geteilt hat - vermutlich haben endliche Leute aus der Gruppe diese auch als "Vorlage" genutzt um Nachgang.
Auch finde ich, du säumst das Pferd von hinten auf, du fragst dich nicht wo will ich hin, sonder willst Status Quo auf biegen und berechne beibehalten, weil du meinst alles andere bekommst du nicht hin - also ist das dann das Beste für dich und dein Sohn.
Ändere doch mal dir Perspektive.
Was würde ich gerne jetzt mach, wie würden ich entscheiden, wenn ich die Kraft dazu hätte, wenn es auch keine finanzielle Hürden geben würde?
Wenn du dann weißt, was du machen würdest überlege dir im zweiten Schritt "brauche ich Hilfe um das Ziel zu erreichen?".
Wenn ja, wer könnte dir Helfen - im Zweifel fragt man offizielle Stellen ob die Hilfe vermitteln können wir städtische Beratungsstellen.
Bezüglich der Finanzen, du hast ja Existenzängste, das verstehe ich sehr gut, das hatte ich auch mal gehabt. Aber glaub mir, vieles ist nur so, weil man nicht weiß wie man damit umgehen soll.
Ich kenne jemand die 5 Jahre lang bewußt von ALG 2 gelebt hat, weil ihr Kind eine starke Einschränkung hat und besondere Zuwendung brauchte, Leben mit wenig Geld ist ein Herausforderung, aber möglich. Sie hat sich aber trotzdem nicht einschränken lassen, sie hat durch Kreativität die finanzielle Lücke geschlossen - was mich sehr beeindruckt hat. Sie kauft vor allem vieles Gebraucht, wenn sie was besseres findet verkauft sie auch ihr Kram wieder - sie informiert sich gut, was welche Dinge wert sind und verkauft mache Dinge auch teuerer als sie eingekauft hat. So finanziert sie sich Smartphone, Kopfhörer, Platten, Gitarre, Lederjacken, etc. - also mehr oder weniger, Dinge die mehr zum Spaß hat. Jetzt arbeitet sie wieder regulär, da ihr Sohn mittlerweile fast Erwachsene ist und gut ins Leben gefunden hat. Sie hatte überings auch mit Psyche zu kämpfen.
Warum ich dir das Schreiben?
Und dir Mut zu machen, dass das noch nicht alles ist, dass es immer Lösungen gibt, das man Dinge auch anders angehen kann. Nimm dir Hilfe für Dinge die du alleine nicht hinbekommst. Ich weiß, dein Mann kocht und macht andere Dinge im Haushalt die du nicht hinbekommst - aber auch dafür gibt es Hilfe.
Icb finde an einer Beziehung Fest-zuhalten aus Gründen der Abhängigkeit, ist absolut ungesund und auch nicht gut für das Kind.
Auch wenn du es jetzt noch nicht hinbekommst, die Gedanken anders auszurichten, dann denke bitte nochmal nach, wenn dir ganze Geschichte wegen der sexualliserte Gewalt mit deinem Mann vorbei ist.
Ich habe eben gelesen, dass deinen Mann schon vor 10 Jahren deswegen aufgefallen ist. Damals hat er nichts draus gelernt und heute wird es besser? Frag dich das mal im Stillen...
...ich meine das alles nicht böse, glaub mir, ich aber für dich Verständnis.