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Eheversprechen gebrochen

Waldfee47
Zitat von Heffalump:
Zumal erst Gott über dich Gericht hält, wenn du an der Pforte stehst

... manche Glaubensgeschwister richten früher...

x 3 #16


Heffalump
Zitat von Waldfee47:
... manche Glaubensgeschwister richten früher...

Wer sich nach denen richtet..

x 2 #17


A


Eheversprechen gebrochen

x 3


Worrior
Zitat von Waldfee47:
... manche Glaubensgeschwister richten früher...

Dann sind es keine Glaubensgeschwister.

x 2 #18


A
Zitat von Karinchen:
Da sagte vor kurzem jemand zu mir, ich hätte mein Eheversprechen gebrochen.

War das ein Anhänger der verlogenen Institution katholische Kirche? Solche Sätze erinnern mich an Glaubensfanatiker. Lass dir bitte nichts einreden. Du hast lange genug in deiner Ehe gelitten und hattest jedes Recht, diese toxische Beziehung zu beenden.

x 2 #19


P
@Karinchen
Soweit ich das verstanden habe, ist durch eine ausgesprochene Trennung noch gar nichts gebrochen worden. Wahrscheinlich erst durch eine konkrete Scheidung -und- Neuverheiratung, falls überhaupt. Oder durch ein Verhältnis mit einem anderen Mann. Und das wohl auch nur in rk. Andere haben da wohl etwas andere Regeln.

Es wurde bereits erwähnt, daß er sein Eheversprechen in vielfältiger Weise gebrochen hat - denn er nimmt dich schon lange nicht mehr zur Frau. Er kümmert sich nicht um seine zugehörigen Verantwortungen. Das ist schon lange eine WG. Und dabei ist es erstmal egal, ob er etwas dafür kann oder nicht. Du und eure Tochter tragt auch die Konsequenzen.

Wenn es etwas wäre, wo Du eine zeitlang (evtl auch Jahre) schlucken und Dich zurücknehmen müsstest, bis etwas wieder geklärt ist, das würdest Du mitmachen. Hast Du ja bewiesen.

Jetzt ist er aber auch gefordert, etwas zu tun. Und das scheint er nicht einzusehen oder zuzulassen, nachdem die Therapie nicht gegriffen hat. Hier wird es schwer. Und irgendwann muß Selbstschutz her. Von Deiner Beschreibung her ist das der Fall.

x 2 #20


A
Zitat von Waldfee47:
... manche Glaubensgeschwister richten früher...

Sie richtet sich ja offenbar selbst.

x 1 #21


A
Zitat von Anacapri:
War das ein Anhänger der verlogenen Institution katholische Kirche?

Sie hat kirchlich geheiratet, also bedeuten ihr die Institutionen was. Und auch wenn du das so siehst, finde ich es maximal unverschämt so was zu schreiben.

Glauben ist Privatsache Anacapri äh Fenjal.

x 2 #22


D
Diese Spitzfindigkeiten, Versprechen, Gelübde, whatever, bedeuten ja am Ende eine Art Vertrag.
Verträge sind Vereinbarungen, die Konditionen sind meist starr.
Aber das Leben ist nun mal nicht starr.
Bedauerlicherweise (?) unterliegen die Menschen und ihre Entwicklung samt Gefühlen einem ständigen Wandel.
Die Konditionen ändern sich also, manchmal sehr massiv.
Ändern sich Vertragsbedingungen einseitig zum Negativen, versucht doch jeder Mensch mit Verstand, diese Vereinbarung aufzulösen.

Du hast folgerichtig und absolut vernünftig gehandelt.

x 3 #23


K
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten und für eure lieben, tröstenden, aufbauenden Worte und die anderen Sichtweisen, mit denen man die Situation auch betrachten kann.

Mein Mann und ich haben tatsächlich katholisch geheiratet. Ich selbst habe mich aber erst als Erwachsene taufen lassen, bevor wir kirchlich geheiratet haben. Ich dachte damals, ich finde in der Kirche Halt und Orientierung und Werte, die mir wichtig sind.

Dem war aber leider nicht so. Ich bin auch relativ schnell wieder aus der Kirche ausgetreten, aufgrund der Missbrauchsfälle, die damals öffentlich gemacht wurden, und auch, weil ich gemerkt habe, das ich einfach nicht glaube, was mir erzählt wird, und die Zweifel immer größer wurden.

Ich weiß auch, dass nach katholischem Glauben das sakramentale Band der Ehe bestehen bleibt. Daran fühle ich mich aber nicht gebunden. Es gibt so viele Dogmen in der katholischen Kirche, die ich einfach nicht kapiere und nicht annehmen kann. Ich habe ja z.B. auch vor meiner Ehe schon sündhaft gelebt, da ich bereits vor der Hochzeit mit meinem Mann zusammengelebt habe. Sagte der Pfarrer. Und wenn ich irgendwann wieder einen Mann liebe, ist das wahrscheinlich auch sündhaft.

Ich denke, dass mein Mann Depressionen hat und dringend Hilfe braucht. Ich und auch andere Menschen haben ihm das schon so oft gesagt, aber er sieht es nicht ein und lehnt es ab. Das Jugendamt sagt, er müsste eigentlich sofort ausziehen, weil auch meine Tochter sehr darunter leidet und sie die Verantwortung für ihn übernimmt und ihn glücklich machen will, was überhaupt nicht ihre Aufgabe ist, zumal das eine Aufgabe ist, an der man nur scheitern kann. Ich spreche aus Erfahrung. Eine Mitarbeiterin vom Jugendamt hat sogar gesagt, ich soll seine Tasche packen und ihm einfach vor die Tür stellen.

Das mache ich so nicht, aber ich habe ihn gebeten, auszuziehen und sich nach einer Wohnung umzusehen. Allerdings - und das war zu erwarten - hat er bislang nicht angefangen zu suchen. Geschieden sind wir noch nicht, wir sind noch im Trennungsjahr.

Ich mache die Trennung auch nicht wieder rückgängig. Ich habe zwar Angst, mein Leben lang allein zu bleiben und einsam zu sein, aber mit ihm zusammen zu bleiben ist noch viel schlimmer. Das würde ich gar nicht mehr aushalten.

Meiner Tochter geht es zum Glück wieder besser. Sie ist gut auf der neuen Schule angekommen und geht auch wieder problemlos in die Schule. Sie hat noch Ängste, aber das wurde uns damals schon gesagt, dass das dauern wird. Sie hat eine wirklich liebe und verständnisvolle Therapeutin. Die ich zwar privat zahlen muss, aber das mach ich gerne, weil es meiner Tochter einfach so gut tut. Mein Mann gibt übrigens nichts dazu, weil das mit der Therapie ja nicht sein müsse.

Ich persönlich bin von einer tonnenschweren Last befreit, seitdem ich die Trennung ausgesprochen habe. Die ersten Tage hatte ich solche Glücksgefühle, dass ich mich schon richtig geschämt habe, dass es mir so gut geht. Aber ein schlechtes Gewissen habe ich gegenüber meiner Tochter, die partout nicht möchte, dass mein Mann auszieht. Ich hoffe, sie wird mich eines Tages verstehen. Ich halte mich tunlichst damit zurück, mit ihr über meine Gründe zu reden, denn das empfindet sie als Schlechtmachen ihres Papas.

Generell zweifle ich gerade sehr am Konzept der Ehe. Deswegen würde ich nicht wieder Ja sagen, was nicht bedeutet, dass ich mich nicht wieder auf eine Beziehung einlassen würde. Zu einem Menschen kann ich nach wie vor Ja sagen, aber ich brauche dazu keinen Verwaltungsakt mehr und auch kein Sakrament der Kirche.

Und nein, derjenige, der das mit dem gebrochenen Versprechen gesagt hat, ist kein Glaubensgeschwister und hat mit der katholischen Kirche nichts am Hut. Gerade weil ich diesen Menschen sehr schätze, muss ich so viel darüber nachdenken. Irgendwie hat er einen wunden Punkt bei mir getroffen, aber das war nicht seine Absicht, denke ich.

Akelei76 hat wohl nicht ganz unrecht, wenn sie schreibt, dass ich mich selbst richte. Denn die standesamtliche Heirat sehe ich als einen Verwaltungsakt, den man wieder rückgängig machen kann, und aus der Kirche bin ich längst ausgetreten, und das Sakrament ist mir egal. Aber ich muss auch vor mir selbst gerade stehen. Das ist gerade das Schwerste. Mein Mann inszeniert sich nämlich selbst als Opfer und ich bin die Böse.

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Heffalump
Zitat von Karinchen:
Mein Mann inszeniert sich nämlich selbst als Opfer und ich bin die Böse.

Ist meistens so, wenn wegen ihrem Unvermögen, Beziehungen unerträglich werden.

Kannst du mit Tochter ausziehen?

x 1 #25


mokka_23
Zitat von Karinchen:
Guten Abend, ich habe mich vor einiger Zeit von meinem Mann getrennt, nach 19 Jahren Beziehung und 17 Jahren Ehe. Da sagte vor kurzem jemand zu mir, ...

Es gibt meiner Meinung nach ein viel grösseres und wichtiges Versprechen als das Eheversprechen: Sich selbst und die eigenen Kinder nicht im Stich zu lassen.

x 7 #26


Z
Du könntest das nächste mal auch kontern damit, das er sich an die Vereinbarungen gehalten hat.
In der Biebel steht nirgends das die Frau die Putzfrau des Mannes ist. Oder das sie sich schlecht behandeln lassen darf.

Die Menschen urteilen immer anstatt zu denken. Das ist halt einfacher

x 1 #27


A
Zitat von ZauberSandra:
Du könntest das nächste mal auch kontern damit, das er sich an die Vereinbarungen gehalten hat.
In der Biebel steht nirgends das die Frau die Putzfrau des Mannes ist. Oder das sie sich schlecht behandeln lassen darf.

Die Menschen urteilen immer anstatt zu denken. Das ist halt einfacher

In der Bibel steht , die Frau sei dem Mann Untertan , aber im nächsten Satz steht , der Mann soll seine Frau so lieben , wie Christus die Menschen liebt .
Das ist in der Essenz liebevolle Gleichberechtigung .
Aber ausgenutzt von den Kirchen , die nur den ersten Satz für sich beansprucht haben .

x 2 #28


P
Zitat von Karinchen:
Da sagte vor kurzem jemand zu mir, ich hätte mein Eheversprechen gebrochen. Das war keine Anklage, mehr eine Feststellung, was ja auch stimmt. Ich habe mein Versprechen gebrochen. Das lässt mir nun keine Ruhe mehr,

Aber er hatte doch auch versprochen dich zu lieben, dich angemessen und fürsorglich zu behandeln, deine Würde und deine Persönlichkeit jederzeit zu achten. Das hat er nicht getan, also hat er bereits das Versprechen dir gegenüber gebrochen.

Und jetzt möchte ich dich tatsächlich mal die katholische Kirche zitieren (auch wenn ich mit denen nichts am Hut habe):

"In einigen Fällen verlangt die Geltendmachung der eigenen Würde und des Wohls der Kinder, dass den übertriebenen Ansprüchen des anderen, einer großen Ungerechtigkeit, der Gewalt oder einem chronisch gewordenen Mangel an Achtung eine unverrückbare Grenze gesetzt wird."
Quelle: NACHSYNODALES APOSTOLISCHES SCHREIBEN
AMORIS LAETITIA
DES HEILIGEN VATERS
FRANZISKUS

x 3 #29


Ouabain
Zitat von Karinchen:
Mein Mann inszeniert sich nämlich selbst als Opfer und ich bin die Böse.
Sowas ist immer schwer zu ertragen. Besonders aber, wenn man nicht ausweichen kann.

Auf einen "freiwilligen" Auszug kannst Du bei einem depressiven Menschen nicht hoffen. Depressive haben einen enormen Widerwillen gegen Veränderungen. Selbst wenn er wollte, wäre er in seiner Verfassung mit der Umsetzung vermutlich überfordert

Aber Du kannst ihn nicht retten. Das steht nicht in Deiner Macht. Auch wenn er sich alle Mühe gibt, Dir die Verantwortung für sein Leben zu zuschieben.

Zitat von Karinchen:
Das Jugendamt sagt, er müsste eigentlich sofort ausziehen, weil auch meine Tochter sehr darunter leidet und sie die Verantwortung für ihn übernimmt und ihn glücklich machen will

Verständlich aus der Perspektive Deiner Tochter. Doch wenn schon das Jugendamt einschätzt, dass sie Schaden nimmt, ist Handeln geboten.

Zitat von Heffalump:
Kannst du mit Tochter ausziehen?
Dieser Frage schließe ich mich an.

x 6 #30


A


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