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Eheversprechen gebrochen

Arnika
@Multiversum Im Ehegelübde heißt es aber auch, dass man den anderen lieben und ehren wird, und zwar egal, ob man selber krank oder gesund ist.

Er hat ihr nicht gezeigt, dass er sie liebt und schon gar nicht hat er sie geehrt. Damit hat er sein Ehegelübde schon vor ihr gebrochen.

Mal abgesehen davon ist es ein Versprechen aus der aktuellen Informationslage heraus. Wäre er charakterlich so geblieben wie er war, wären sie wohl immer noch zusammen. Aber diese Version von ihm hätte sie niemals geheiratet und er sie wohl auch nicht. Damit ist das damalige Versprechen ohnehin gegenstandslos.

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Waldfee47
Das ist ein (für mich) schmerzhaftes Thema.....
Ehe und Krankheit, im Speziellen "Chronische Erkrankung"....
es ist bitter, sage ich aus eigener Erfahrung...
für den Ehepartner des Erkrankten und für diesen selbst ebenso....

x 6 #47


A


Eheversprechen gebrochen

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P
Zitat von Waldfee47:
Das ist ein (für mich) schmerzhaftes Thema..... Ehe und Krankheit, im Speziellen "Chronische Erkrankung".... es ist bitter, sage ich aus ...

Du, absolut. Diese Hetzjagd nach ausschließlich gesund, fit und leicht ist für manche Menschen nie zu stemmen.
Es gibt innerhalb dessen aber auch noch Unterschiede, ob ein Erkrankter sich irgendwie bemüht oder ob er sich nur hängen lässt.
Hier im Fall von @Karinchen wurde er ja zum Gegner. Da gilt es sich irgendwann zu schützen.

Im übrigen werden seit vielen Jahren auch Attentäter als 'psychisch krank' beschrieben. Bevor jetzt aufgeschrien wird, wie ich den Ehemann mit Attentäter gleich setzen könne, - nein, tue ich nicht. Ich verweise lediglich, daß "jemand krank" ist nicht automatisch bedeutet, daß ihm (ihr) alles zugestanden und automatisch erlaubt ist. Man darf sich, man muß sich vor manchen Personen schützen - ob sie es jetzt böse meinen oder nicht. Und @Karinchen hat wirklich viele Jahre ausgehalten und gekämpft. Irgendwann ist auch Frau kaputt.

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Arnika
Ich hab übrigens mal noch was Bedeutsameres als „Ja, ich will“ gemacht: einen echten Blut-Indianerschwur ewiger Blutsbrüder/schwesternschaft als Kind. So klassisch mit Lagerfeuer und in den Finger stechen und Blutvereinigung und so. Aua! Ich glaube, es waren noch 2 Jahre, da wurde ich beinhart abgesägt, weil ich meiner damaligen besten Freundin und Blutsschwester zu kindlich war.

Was ziehen wir jetzt für eine Erkenntnis daraus? Dass uns der große Manitu zürnt, weil wir damals nicht vorausschauender waren? Sondern nur mit den Informationen, die aus der Vergangenheit vorlagen, uns das schworen - aber wir nicht in die Zukunft blicken konnten.

Der große Manitu möge uns beiden verzeihen. Aber da der allwissend ist wie jede Gottheit, erhaben über Zeit und Raum, hat er wohl damals schon lieb und wissend über dich und mich gelacht. 😘

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K
Hallo an euch alle,

ich danke euch wirklich sehr für eure Antworten und Denkanstöße, und ich merke, wie nötig es ist, diese kaputte Ehe noch mal rekapitulieren zu lassen, obwohl ich eigentlich nur noch nach vorne sehen und nicht mehr zurückdenken will.

An die Möglichkeit einer WG hatte ich auch schon gedacht, dies ist in unserer kleinen Wohnung jedoch schlecht möglich, da kann man sich nicht aus dem Weg gehen oder zurückziehen kann, wenn man Ruhe braucht oder es nicht mehr aushält.

Mein Mann ist ja nicht gesund und verhält sich auch so und ist in diesem Zustand für mein Kind unzumutbar.

Ich traue mich gar nicht, das zu erzählen.

Wenn er psychisch zusammenbricht, ist das nicht schön mit anzusehen. Ich lasse mich davon nicht mehr beeindrucken, aber meiner Tochter macht es große Angst.

Er liegt dann auf dem Boden oder im Bett, stöhnt oder schnauft und starrt mit ausdruckslosen Augen an die Zimmerdecke. Man kann mit ihm dann auch nicht mehr kommunizieren. Meine Tochter weint dann und fragt ihn, was mit ihm los ist, aber er antwortet nicht, und wenn er etwas sagt, dann so etwas wie "Es darf mir doch wohl auch mal schlecht gehen". Und damit meine Tochter ihn so nicht sieht, zieht er sich dann halt eine Decke über und liegt reglos da.

Und wo ich das gerade so schreibe, wird mir erst bewusst, dass man so etwas ja auch oft bei einer Leiche oft tut.

Manchmal setzt er sich auch ins Wohnzimmer direkt in die Mitte der Wohnung wie ein depressiver Buddha, starrt vor sich hin und sagt einfach nichts. Da fängt meine Tochter auch immer an zu weinen, und ich denke mir, warum macht er das denn vor dem Kind, das Angst hat, kann er nicht ins Schlafzimmer gehen, wo es keiner mitbekommt?

Meine Tochter hatte vor einiger Zeit einen schlimmen Alptraum, in dem ihr Papa sich umbringen wollte, und sie alles versucht hat, ihn davon abzuhalten, aber sie hat es nicht geschafft.

Nein, ich möchte mein Kind nicht auf Dauer mit ihm zusammen wohnen lassen lassen, es ist jetzt schon schwer genug. Ich kann dann natürlich nicht arbeiten, wenn er so drauf ist, ich kann sie mit ihm doch nicht allein lassen. Und ich habe Angst, er wirkt so labil, ob er sich etwas antun würde? Ich habe ihm schon das Versprechen abgenommen, es nicht zu tun. Und ich kann ihm nur immer wieder sagen: "Du brauchst Hilfe!" Ich sage ihm auch, wo er hingehen könnte (Beratungsstellen, Pfarrer usw.). Dann sagt er "Ja, mache ich" und macht es dann doch nicht. In meiner Tasche habe ich immer Zettel dabei, wo man sich im Notfall hinwenden kann, wenn Gefahr im Verzug ist. Retten kann ich ihn wahrscheinlich trotzdem nicht.

Nein, eine WG kommt da nicht in Frage für mich. Selbst das Jugendamt sagt, er muss raus, und am besten schnell.

Der Grund dieses ganzen Dramas ist der Schulwechsel meiner Tochter.

Sie hatte wirklich große Probleme in der Schule, hat starke Ängste entwickelt und konnte dann lange Zeit nicht in die Schule gehen. Das nennt man Schulabsentismus, und man bekommt in Deutschland früher oder später ziemlich großen Ärger deswegen. Erst hat natürlich die Schule reagiert, dann der Amtsarzt und das Gesundheitsamt, dazu kam der Gang zum Kinder- und Jugendpsychiater, Jugendamt wurde eingeschaltet (da habe ich mich selbst gemeldet, bevor die bei uns auf der Matte stehen) und dann auch noch die Therapeutensuche, wo eine von denen schon sagte, das Kind muss in eine therapeutische Wohngruppe, weil die Eltern handlungsunfähig sind. Das war hart, selbst als handlungsunfähig bezeichnet zu werden. Ich habe im Gespräch halt geweint, weil ich so verzweifelt war. Nicht zu vergessen die Drohbriefe, was alles passiert, wenn das Kind weiterhin nicht zur Schule geht, Bußgelder, Polizei und was weiß ich.

(Und nebenbei muss ich da mal eine Lanze für das Jugendamt brechen, das war die einzige Einrichtung, die nicht gedroht und Angst verbreitet hat, sondern gehandelt und sofort Hilfe bewilligt hat.)

Und was macht mein Mann? Sagt: Ach, so schlimm ist das nicht und so schnell machen die nix. Und er meinte, unsere Tochter solle in die Psychiatrie und dort behandelt werden und dann halt weiter auf das Gymnasium, und wenn sie die Klasse nicht schafft, eben die Klasse wiederholen. Unter gar keinen Umständen sollte sie auf eine Gemeinschaftsschule wechseln. Jeden Morgen, fast ein Jahr lang (mit Unterbrechungen, sonst hätte ich schon eher gehandelt), hat meine Tochter morgens geweint und geschrien, weil sie nicht mehr konnte, und er hat sie immer wieder hingeschickt, wo sie es auch nicht ausgehalten hat, aber sie musste bis zum Ende aushalten und hat es manchmal nicht mehr nach Hause mit dem Bus geschafft und stand dann weinend an der Straße und rief ihren Papa an, der dann sagte, er mache gerade Mittagspause und sie solle in den nächsten Bus steigen.

Ich bin dann auf die Barrikaden gegangen, hab sie selbst eingesammelt nach der Schule, obwohl ich ja diejenige bin, die arbeitet, hab sie dann irgendwann in ihrem Zustand nicht mehr zur Schule fahren lassen und fieberhaft versucht, auf die Schnelle einen Therapeuten zwecks ambulanter Therapie zu finden. Hab zu meinem Mann gesagt, bevor das Kind in die Psychiatrie eingewiesen wird, sorge ich dafür, dass du eingewiesen wirst. Und ihm gesagt, in Bezug auf die Wahl der Schule scheue ich mich nicht, das Familiengericht einzuschalten, damit ich in der Schulsache alleiniges Entscheidungsrecht bekomme. Da ist er eingeknickt und hat den Schulwechsel wohl oder übel akzeptieren müssen, aber daraufhin kamen dann seine Zusammenbrüche. Er wollte auch nicht mit ansehen, wie sein Kind jeden Morgen zu der von ihm so verhassten Schule geht, anstatt sich zu freuen, dass es ihr wieder besser geht. Er ist auch immer Umwege gegangen, um nicht an der Schule vorbeigehen zu müssen, als wäre er ein Kindergartenkind.

In dieser Zeit habe ich ihn öfter rausgeschmissen, und es war so schön ohne ihn. Und meine Tochter ist aufgeblüht.

Das ist doch ein erwachsener Mann - man kann doch wegen einem Schulwechsel nicht so zusammenbrechen. Er meint bis heute, unsere Tochter hätte sich doch auf dem Gymnasium so wohlgefühlt, dabei wurde sie immer vom Mathelehrer angeschrien und hat Bauchschmerzen und Übelkeit bekommen und es im Unterricht gar nicht mehr ausgehalten. Dann sprach mein Mann mit dem Lehrer und meinte, was für ein netter Mensch das ist. Also, für mich ist und war der Typ ein RiesenA., und wo war die Lösung des Problems? Der Schulwechsel war absolut notwendig. Was war sie damals für ein Häufchen Elend. Und mein Mann saß immer nur im Sessel und hat das gesehen und nix gemacht, keinen Therapeuten angerufen, Schulwechsel abgelehnt und gehofft, das wird schon alles wieder so, wie er es will.

Und nun steht er immer am Fenster und beobachtet das Treiben auf der Straße und rund um die Schule herum, wir wohnen ziemlich dicht an der Schule. Und er meint überall lauern Gefahren in der und um die Schule herum, damit meint er z.B. zwei Jungen, die vor unserem Haus eine Zig. geraucht haben, also hat die Schule ein riesiges Dro., und und ständig hört er von anderen Leuten, dass die Schule ein Mobbingproblem hat, dass die Schüler gewalttätig und kriminell sind und aus asozialen Familien kommen. Manchmal denke ich, er hat Wahnvorstellungen, weil das einfach nicht stimmt.

Ich habe einen sehr guten Eindruck von der Schule, und schon persönlich mit dem Direktor, dem Sozialarbeiter und der Klassenlehrerin gesprochen, ich war also vor Ort, im Gegensatz zu meinem Mann.

Jetzt mache ich einen Haken unter diese ganze Geschichte.

Das war, ist und bleibt für mich der absolute Point of no Return.

Ich habe ihn verlassen, ja, aber vorher er hat seine Familie kaputt gemacht.

Ich glaube, das rechtfertigt meine Entscheidung, da habe ich mir gerade selbst die Antwort gegeben, nach der ich gesucht habe.

Interessant finde ich den Hinweis auf den Attentäter. Mein Mann ist zwar kein Attentäter, aber ein Täter irgendwie schon, oder nicht?

Oder kann man alles mit einer psychischen Krankheit entschuldigen? Ich weiß nicht. Wo hört die Charakterschwäche auf und wo fängt die Krankheit an?

Die Frage habe ich mir auch schon bei anderen Menschen bzw. Krankheiten gestellt, z.B. Alk. oder Borderline.

Und ja, das ist ein schwere Last, sowohl für die kranken Menschen, die bestimmt nicht krank sein möchten und mit Sicherheit leiden, als auch für Familie und Verwandte oder auch Freunde, die es nicht mehr aushalten und im worst case ebenfalls zerbrechen.

Und nein, mein Mann ist kein schlechter Mensch. Auch er wurde kaputt gemacht von anderen Menschen.

Trotzdem gehe ich. Weil ich selbst nicht kaputt gemacht werden will. Und bei meinem Kind lasse ich es auch nicht zu.

Liebe Grüße, Karinchen

x 5 #50


K
@Arnika 😘

Das hat mir jetzt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Brauchte ich gerade. Danke. 🙂

x 2 #51


P
@Karinchen
Toll, daß Du es langsam selber sehen und spüren kannst, wie Deine Situation auch gesehen werden kann.
Ein bisschen erinnerst Du bzw Deine Situation mich an den Frosch im Kochtopf.
Tut man einen Frosch ins kochende Wasser, springt er sofort wieder raus.
Aber setzt man den Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser und erwärmt das Wasser langsam, so bleibt der Frosch drin und geht kaputt.
Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht. Aber das Beispiel habe ich so oft gehört, daß es als gesetzt wirkt.

Hast Du für Dich denn auch Hilfe, zb gute Freunde oder therapeutische Hilfe? Denn das, was Du da zu wuppen hast ist auch ganz schön viel und bereits ganz schön lange für nur eine Person. Da verliert sich ja jedes Gefühl für 'normal', wenn sich das so steigert.

x 1 #52


Arnika
Zitat von Karinchen:
@Arnika 😘 Das hat mir jetzt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Brauchte ich gerade. Danke. 🙂

Weißt du, was das Tolle am Großen Manitu und Konsorten ist: Er oder sie weiß ja schon weit vorher, dass ihr es sowieso verkacken werdet - und liebt euch trotzdem oder genau deswegen.

Es kann logischerweise keinen allmächtigen allwissenden Gott geben, der nicht schon lang vor eurem ersten Blickkontakt gewusst hätte, wie die Chose endet.

Das schließt sich einfach durch Logik aus. Einen überraschten Gott gibt es nicht.

x 2 #53


Y
Wenn ich heute auf das Thema Ehe gucke, dann kann ich nur die Augen verdrehen.
Nicht, weil ich das nicht verstehen kann, dass zwei Menschen sich die Ehe versprechen wollen.
Sondern, wie man sowas überhaupt erfinden konnte.
Wie darf man das überhaupt? Wie kann man überhaupt zwei Leute miteinander losgehen lassen und die gegenseitig sich versprechen lassen, dass sie sich in 20 Jahren noch lieben werden.
Das kann man einfach gar nicht versprechen. Weil niemand in die Zukunft gucken kann. Menschen verändern sich Gefühle ändern sich. Lebenssituationen und Ansichten.
Das ist, als würde ich mir bei der Geburt versprechen, mindestens 100 Jahre alt zu werden, immer gesund zu sein.
Und wenn es dann anders kommt, hab ich dann mein Versprechen gebrochen.? Ja dann ist es ebenso.

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Waldfee47
Zitat von Yassa:
Wenn ich heute auf das Thema Ehe gucke, dann kann ich nur die Augen verdrehen.

An Deinen Ausführungen ist was dran.
Sage ich und bin selbst verheiratet....damals war es schön, plötzlich "Mein Mann " sagen zu können. Es war schön, dass ich jemand zu mir bekannt hat, sein ganzes Leben mit mir leben zu wollen, mich ertragen zu wollen etc....es hat viel mit Hoffnung zu tun und mit Festhalten an alten Werten....
Manchmal dachte ich mir schon, ob es sinnvoll wäre, sein Eheversprechen jedes Jahr wiederholen zu müssen... oder so...
Ich kann Deine Gedanken verstehen.

x 4 #55


FoolishHeart
Zitat von Yassa:
wie man sowas überhaupt erfinden konnte.
Wie darf man das überhaupt? Wie kann man überhaupt zwei Leute miteinander losgehen lassen und die gegenseitig sich versprechen lassen, dass sie sich in 20 Jahren noch lieben werden.
Das kann man einfach gar nicht versprechen. Weil niemand in die Zukunft gucken kann. Menschen verändern sich Gefühle ändern sich. Lebenssituationen und Ansichten.

Tja... Das kommt wohl daher, das dieses Ritual auf bronzezeitlichen Vorstellungen basiert. Familie, Clan, Stamm. Auf Selbstversorgerbasis organisierte Gesellschaftsstrukturen, in denen "die Familie" das Überleben sicherte. Da spielte sowas wie "Liebe" keine Rolle. (Was es übrigens auch heute nur selten tut.)

Die Gesellschaft - und die versch. Weltanschauungen sowieso - hat sich davon noch nicht oder nicht wirklich gelöst...

x 4 #56


A
Zitat von Karinchen:
Trotzdem gehe ich. Weil ich selbst nicht kaputt gemacht werden will. Und bei meinem Kind lasse ich es auch nicht zu.

Bitte tue das. Mit jedem Tag der vergeht, in dem dein Kind dieser "Energie" ausgesetzt wird, desto größer wird der Schaden fürs ganze Leben sein.

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M
Zitat von Waldfee47:
An Deinen Ausführungen ist was dran.



Unterschreibe ich . Lachendes Gesicht
Hat @Yassa schön geschrieben !


Zitat von Waldfee47:
es hat viel mit Hoffnung zu tun und mit Festhalten an alten Werten....



Das sehe ich aber auch so ! -Vor allem das mit der Hoffnung !
Vielleicht braucht der Mensch so einen Bund,
um zuversichtlicher durch's Leben zu gehen !?
Selbst wenn's dann schief geht !

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M
Zitat von Heffalump:
Nicht du hast es gebrochen, er war das. Schon vor langer Zeit.

Diesen Aspekt lässt Du, Kaninchen, außer Acht. Nicht nur Du hast das Eheversprechen gebrochen, sondern auch er, indem er sich in sein Leiden flüchtete, Zuflucht im Alk. suchte und mit dem Mann, den du einst geheiratet hattest, nichts mehr zu tun hatte. Er wurde eher zu einem Tyrannen der seine Familie beschädigte und unter Druck setzte und dafür sorgte, dass alle Familienmitglieder unter ihm und seinem Scheitern und seinem Egoismus litten.
Es steht nirgends geschrieben, dass man im Leiden verharren muss, nur weil man vor Jahren mit besten Absichten und bestem Willen ein Versprechen gegeben hat, das über Jahre eingehalten wurde.

"Du hast dein Eheversprechen gebrochen" - das sagt Jemand, der die Hintergründe nicht kennt und nicht weiß, was es heißt mit einem psychischen Wrack und depressivem Alk. zu sein. Es ist immer sehr leicht.von einer anderen Warte aus mit erhobenem Zeigefinger zu urteilen, aber wie es wirklich war und ist, weiß diese Person nicht.

Du hast die Misere ausgehalten, den materiellen Verlust hingenommen und den Verfall deines Ehemanns über Jahre ausgehalten, aber irgendwann ist es auch mal zu Ende. Es ist nichts gewonnen wenn du die Abwärtsspirale weiterhin mit ihm teilst, denn du tägst auch Verantwortung. Für euer Kind und auch für dich selbst - vergiss das nicht.

Alles Gute für deinen neuen Weg und vielleicht sagt Gott an der Pforte des Himmels, es ist nicht gut, dass du nicht schon eher Konsequemzen gezogen hast, als du gesehen hast, dass du deinem Mann nicht helfen konntest, Er hat sein Leben verwirkt und seine Talente nicht genutzt, sondern ließ sie irgendwann nur noch verkümmern.

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Ouabain
@Karinchen ,

wären alle so verantwortungsbewusst und geduldig wie Du - dann sähe es in der Welt deutlich rosiger aus.

Zitat von Margerite:
Alles Gute für deinen neuen Weg und vielleicht sagt Gott an der Pforte des Himmels, es ist nicht gut, dass du nicht schon eher Konsequemzen gezogen hast,


Nun, ob der da oben es sagt? Gott weiß um die menschlichen Grenzen. Doch kann gut sein, dass Du selbst Dir irgendwann im Rückblick diese Frage stellst. Da mag es gut tun, wenn Du dann diesen Faden heraus ziehen kannst, um Dich zu erinnern.

Auch von mir alles Gute

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A


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