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Eheversprechen gebrochen

M
Zitat von Karinchen:
Früher war mein Mann ein ganz anderer Mensch. Ganz lieb und ein großes Herz.


Zitat von Karinchen:
er wurde zunehmend kraftloser und hat irgendwann alles hingeschmissen und Erwerbsminderungsrente beantragt



Diese Rente bekommt man nur wenn man entsprechend beeinträchtigt ist !
Er ist krank. -Ich sehe da einen Unterschied,
ob jemand (von Anfang an) einen sch..ß Charakter hat,
oder im Laufe der Zeit krank wird und sich dadurch verändert.

Im Ehegelübde heißt es.: "In guten wie in schlechten Tagen. In Krankheit und Gesundheit."
Aber wer mag darüber urteilen,
dass Du seine Krankheit(en) nicht mehr ertragen konntest !? -Ich jedenfalls nicht,
ich kann Dich verstehen.

Ich finde nur,
er ist kein schlechter Mensch,
sondern wurde krank.

Zusammengefasst.: Es gibt keinen Schuldigen hier !
Jeder Mensch kann krank werden, und manche Krankheiten sind so schlimm,
dass Angehörige damit nicht fertig werden.

x 9 #31


Waldfee47
Zitat von Multiversum:
manche Krankheiten sind so schlimm,
dass Angehörige damit nicht fertig werden.

Leider..

x 4 #32


A


Eheversprechen gebrochen

x 3


A
Zitat von Karinchen:
Ich bin auch relativ schnell wieder aus der Kirche

Naja, dann handelt es sich ja hier nicht um ein Glaubensthema. Hörte sich im 1. Beitrag von dir für mich so an, sondern um die "normale" Verarbeitung eines Verlassenden nach der Trennung.

Auch ich würde gerne wissen, warum du aber mit deinem Kind in diesem Umfeld bleibst. Denn so wie du ihn beschreibst, wird er genau gar nichts tun.

Zieh durch, sonst sitzt du wieder auf einer Wartebank, wie vorher auch. Nur das die Bank eine andere Farbe hat.

Deinen Glauben wirst du vermutlich nicht gänzlich verloren haben, weil es in dieser Firma Männer gibt, die wieder alles mit Füßen treten. Deshalb: "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott".

x 2 #33


Löwenzeh
Zitat von Karinchen:
Mein Mann gibt übrigens nichts dazu, weil das mit der Therapie ja nicht sein müsse.

Das ist sehr eklig und unschön.
Sich selbst der Nähste...

Zitat von Karinchen:
Aber ein schlechtes Gewissen habe ich gegenüber meiner Tochter, die partout nicht möchte, dass mein Mann auszieht.

Weil sie sich sorgt und Veränderung scheut?

Wie alt ist sie denn?
Ihr eigener Auszug ist wahrscheinlich noch ein paar Jahre kein Thema?

Zitat von Karinchen:
Ich halte mich tunlichst damit zurück, mit ihr über meine Gründe zu reden, denn das empfindet sie als Schlechtmachen ihres Papas.

Ja, da ist sie die falsche Adresse.
Das bringt sie in Loyalitätskonflikte.

Zitat von Karinchen:
Mein Mann inszeniert sich nämlich selbst als Opfer und ich bin die Böse.

Lass ihn sich sehen, wie er will.

Du kannst ihm immer wieder seine Handlungsspielräume aufweisen, konkret Dinge benennen, die er einleiten kann.
Arzttermine, Wohnungssuche, etc.
Das erschwert ihm vielleicht das ewige "Armes Ich".

Aber musst du auch nicht.
Hör es dir nicht an, wenn er mit Schuldzuweisungen anfängt.
Sage ihm, warum du das Gespräch so nicht führen willst.
Wie du das siehst.
Sei nicht still. Sei nicht vorwurfsvoll.
Sei eindeutig.

Zitat von Karinchen:
Irgendwie hat er einen wunden Punkt bei mir getroffen, aber das war nicht seine Absicht, denke ich.

Mal ansprechen.
Erzählen, was es in dir ausgelöst hat.
Könnte ein heilsames Gespräch werden, weil

Zitat von Karinchen:
Gerade weil ich diesen Menschen sehr schätze

x 2 #34


B
Zitat von Karinchen:
Schlechte Arbeitsbedingungen, schlechte Kollegen, er wurde zunehmend kraftloser und hat irgendwann alles hingeschmissen und Erwerbsminderungsrente beantragt.

Zitat von Karinchen:
Er hat eine Therapie begonnen, und seitdem war er nur noch in seiner schwierigen Vergangenheit unterwegs, hatte Alpträume, war ruhe- und rastlos, hat alle Lebensfreue verloren,

Zitat von Karinchen:
Er bekam zusätzlich große gesundheitliche Probleme,

Was waren das für Krankheiten, was passierte in seiner Vergangenheit? Merkwürdig finde ich, dass du dies nur so mal am Rande erwähnst, gab es für euch gemeinsame Therapien, hast du dich mit den Krankheiten deines Mannes beschäftigt, so dass du nachvollziehen kannst, was ihn so verändert hat? Erwerbsminderungsrente hat er ja nicht wegen schlechter Arbeitsbedingungen bekommen, da muss ja einiges mehr sein. Wenn ein engagierter, umtriebiger Mensch plötzlich krank und kraftlos wird und alles hinschmeißt, dann erwerbslos wird, ist das tragisch. Wie alt seid ihr?

x 5 #35


K
Ich habe mich 19 Jahre lang mit den Krankheiten meines Mannes beschäftigt, also mehr als genug!

Als ich ihn kennenlernte, hatte er mit starken Ängsten zu kämpfen, vor allem hatte er eine Agoraphobie und eine Soziale Phobie. Er war schon lange in Therapie und war stabil. Dann hörte der Therapeut auf, und seine Nachfolgerin begann eine EMDR-Therapie mit ihm. Da wurde ziemlich viel aus seiner Vergangenheit wieder ins Bewusstsein hochgeholt, womit er nicht klarkam. Er konnte schlecht schlafen, bekam Alpträume und veränderte sein Wesen. Natürlich ist mir das aufgefallen, und es gab auch ein gemeinsames Gespräch mit der Therapeutin. Die gab mir ein Buch, in dem ein schwarzer Hund vorkam, der sinnbildlich für Depressionen steht und um Verständnis für die Krankheit wirbt. Und das hatte ich auch, lamge Zeit. Leider kam es aber zu keiner Besserung. Eine spätere Therapeutin meinte, er sei höchstwahrscheinlich retraumatisiert worden. Nun ja, durch den zusätzlichen Stress auf Arbeit hatte er noch mehr psychische Belastung. Dann bekam er einen Hörsturz und seitdem hört er nur noch sehr schlecht. Aber er hat eine Behandlung damals abgelehnt. Da ich inzwischen dadurch auch sehr belastet war, sind wir zu einer Eheberatungsstelle gegangen, da hatten wir ein paar Gespräche, und dann kam Corona und nichts ging mehr. Alles hat sich nur noch weiter verschlimmert. Er hat sich zu Hause eingeigelt und wollte nichts mehr machen, keine Therapie, keine ärztliche Behandlung, nicht mal mehr gemeinsame Unternehmungen, essen gehen oder Kino, ging angeblich alles nicht mehr. Nur dass er trotzdem mit bestimmten Leuten essen ging und und ins Kino. Verstehe ich bis heute nicht. Es gab dann einen jahrelangen Kampf um die Erwerbsminderungsrente, ein Anwalt hat die Rente schließlich durchgeboxt. Und ich habe ihn bei allem unterstützt.

Ihr müsst aber nicht glauben, dass das andersherum auch der Fall war. Wenn ich mal ausgefallen bin, weil ich krank war und nicht funktioniert habe, hat er mir das sehr übel genommen. Einmal hatte ich eine böse Grippe und wir konnten dann nicht in den Urlaub fahren. Seine Reaktion hat mich zutiefst verletzt. 2022 war ich 4mal im Krankenhaus, zusammengerechnet waren das bestimmt 12 Wochen, und er hat mich nicht einmal besucht. Wenn ich einen Ruhepuls von 160 habe und denke, ich sterbe, ist ihm das sch.gal. Oder er lässt ein Messer im heißen Backofen liegen und läuft sofort aus der Wohnung, um keine Rauchvergiftung zu bekommen, letztendlich habe ich mir dann eine Rauchgasvergiftung eingefangen, denn einer muss den Backofen ja aufmachen und das Messer rausholen. Danach konnte ich kaum atmen, es kam nicht einmal die Frage, wie es mir geht.

Ich schreibe nachher weiter.

x 6 #36


Heffalump
Zitat von Karinchen:
Ich schreibe nachher weiter.

Er wird immer gruseliger

x 4 #37


A
Zitat von Karinchen:
Ich schreibe nachher weiter.

Ich verstehe immer weniger, warum dich der Satz: Du hast die Ehe gebrochen triggert. Magst du dazu was sagen?

x 4 #38


M
@Karinchen

Schlimm alles. Nicht mal im Krankenhaus hat er dich besucht.

Sei froh das du die Kraft hattest und dich getrennt hast!

x 2 #39


K
Die Sache mit dem Urlaub, in den wir nicht fahren konnten, weil ich so krank war, war 2017. Da war ich schon drauf und dran, mich zu trennen. Ich hatte damals aber nicht den Mut, und auch die Hoffnung, dass die Dinge sich bessern.

Jetzt bin ich überzeugt, dass ich meinen damaligen Mann nicht wiederbekomme. Ich kann in diesem ganzen Schutt und den ganzen Trümmern, unter denen er begraben ist, buddeln wie ich will...

Ja, er ist krank, aber er lehnt doch jede Hilfe ab, ich habe so viel versucht, aber jetzt kann und will ich nicht mehr, sonst gehe ich unter.

Warum ich mich mit dem Ausziehen scheue: Weil ich möchte, dass meine Tochter in ihrem Zuhause bleibt. Und ich bleibe bei meiner Tochter.

Ich schaue mich trotzdem nach einer neuen Wohnung um, aber es fühlt sich so falsch an. Er sitzt im gemachten Nest, und wir müssen weiterziehen.

Warum das gebrochene Versprechen mich triggert? Ich fühle mich als schlechter Mensch. Ich hätte das selbst nie gedacht, dass ich einmal einen Mann bzw. Menschen verlasse.

Ich bin selbst mal verlassen worden. Und das war so schlimm für mich. Ich musste auch die Wohnung verlassen und ich hatte große Angst, unter der Brücke zu landen. Während mein damaliger Freund schon die nächste Frau im Bett hatte. Er hat mich fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel, ohne Vorwarnung. Und mir kurz vorher noch gesagt, wie sehr er mich liebt und wir ewig zusammen sein werden.

Da habe ich den Glauben an die Liebe verloren. Eigentlich wollte ich danach allein bleiben. Ich habe lange Zeit niemandem mehr vertraut.

Erst mein Mann hat mir die Sicherheit gegeben, dass mir so etwas mit ihm nicht passiert. Und trotzdem hatte ich große Angst, mich auf ihn einzulassen.

Ich hätte einfach nie damit gerechnet, dass ich in der Liebe mal die "Böse" bin. Tja, und wenn dann so eine Aussage getroffen wird, macht das was mit mir...

x 4 #40


Löwenzeh
Zitat von Karinchen:
Tja, und wenn dann so eine Aussage getroffen wird, macht das was mit mir...

Wer hat das gesagt?
Magst du erzählen?
Jemand, dessen Meinung dir wichtig ist, sagtest du.

#41


Heffalump
Zitat von Karinchen:
und wir müssen weiterziehen

Nennt man: sichvretten, weil ein anderer tut das nicht. Du verlässt den Dämonen in ihm. Und vielleicht rettet ihn das schneller und besser, als wenn du bleibst

#42


Cocolores
Zitat von Karinchen:
Da sagte vor kurzem jemand zu mir, ich hätte mein Eheversprechen gebrochen.

Ist dieser Jemand wichtig in Deinem Leben?
Wenn nicht, dann verschwende daran auch keinen weiteren Gedanken.

x 1 #43


M
Zitat von Karinchen:
Er hat sich zu Hause eingeigelt und wollte nichts mehr machen, keine Therapie, keine ärztliche Behandlung, nicht mal mehr gemeinsame Unternehmungen, essen gehen oder Kino, ging angeblich alles nicht mehr. Nur dass er trotzdem mit bestimmten Leuten essen ging und und ins Kino. Verstehe ich bis heute nicht.


Zitat von Karinchen:
Einmal hatte ich eine böse Grippe und wir konnten dann nicht in den Urlaub fahren. Seine Reaktion hat mich zutiefst verletzt. 2022 war ich 4mal im Krankenhaus, zusammengerechnet waren das bestimmt 12 Wochen, und er hat mich nicht einmal besucht.




Das sticht natürlich ! -Kann ich verstehen ! Aufmunternde Emojis
(auch wenn er vermutlich aus seiner Krankheit heraus
nicht anders kann/konnte)


Zitat von Karinchen:
Ja, er ist krank, aber er lehnt doch jede Hilfe ab, ich habe so viel versucht, aber jetzt kann und will ich nicht mehr, sonst gehe ich unter.



Das erinnert mich ein bisschen an @Taja1976 . -Vielleicht könnt Ihr Euch
connecten ? Lachendes Gesicht


Zitat von Karinchen:
Warum ich mich mit dem Ausziehen scheue: Weil ich möchte, dass meine Tochter in ihrem Zuhause bleibt. Und ich bleibe bei meiner Tochter.



Das finde ich richtig ! -Deine Tochter sollte ihr Nest nicht verlieren !
Könnt Ihr nicht als WG zusammen wohnen bleiben ?
Oder kann er nicht ausziehen ?
Vielleicht liest Du Dir mal den Thread von @Einfachatmen durch ? -Die sind am Ende
als WG zusammen wohnen geblieben,
obwohl die TE dort am Schluss auch schon einen neuen Partner hatte. Lachendes Gesicht

x 3 #44


Taja1976
@Multiversum ja viele Parallelen. Das was dein Mann macht @Karinchen, ist Schuldumkehr. Er kommt mit sich nicht klar, und ändert auch nichts. Deshalb hat Er Dich verloren. Bei Mir war es zwar umgekehrt, er hat mich verlassen. Aber leider sieht Er keine Krankheit, obwohl sogar Anpassungsstörung und Depression diagnostiziert wurden. Die Anpassungsstörung von der Reha, die Depression vom Hausarzt. Er sollte in Psychiatrische Behandlung und sagte Er sein nicht krank. Es ist wie bei einem Alk., entweder schafft Er Es. Oder Er geht ganz unter. Du kannst Ihm nicht helfen. Du muss jetzt an Dich und deine Tochter denken.

x 3 #45


A


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